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Droht dem Königreich der Brexit-Bruch?

Mit dem Tories-Wahlsieg ist der Brexit besiegelt. Dank der großen Mehrheit hat Johnson auch mehr Spielraum bei den Handelsverhandlungen. Aber kann die Regierung das Königreich auch zusammenhalten?

Die Wahl-Umfragen in UK waren auch dieses Mal nicht so treffsicher, allerdings unterschätzten sie (ganz im Gegensatz zu 2017) das Abschneiden der Konservativen. So konnten diese unter Boris Johnson den größten Wahlerfolg seit den 1980er Jahren verbuchen. Es ist jetzt davon auszugehen, dass das Unterhaus in der neuen Besetzung Johnsons Austrittsdeal rasch verabschieden wird. Der Brexit ist damit also endgültig besiegelt (kein zweites Referendum etc.). Die üppige Mehrheit für die Konservativen spricht mit Blick auf die anstehenden Verhandlungen um ein Handelsabkommen zudem dafür, dass Johnson hier nun mehr Spielraum für eine Verlängerung hat (Antrag bis Ende Juni möglich). Die schottischen Nationalisten waren die einzigen, die – natürlich nur in Schottland – den Tories die Stirn bieten konnten. Deren starkes Abschneiden hat direkt wieder Spekulationen auf ein erneutes Unabhängigkeitsreferendum angefacht. Auch die pro-irischen Parteien um Sinn Fein konnten Achtungserfolge erzielen. Somit wird eine der großen Fragen 2020 sein: Kann die Tory-Regierung das Königreich trotz Brexit zusammenhalten?

Was in der nächsten Woche wichtig wird

In den USA liegt der Fokus der Woche auf den PMIs und auch im Euro-Raum stehen die wichtigen Stimmungsindikatoren für Dezember zur Veröffentlichung an. Hoffnungen auf einen ersten US-Handelsdeal dürften hier stützen.

Lesen Sie weiter Droht dem Königreich der Brexit-Bruch? (16.12.– 20.12.2019, Die Woche)