BayernLB

Megatrend - Demografischer Wandel

Deutsches Sozialsystem vor Zerreißprobe

  • Der demografische Wandel ist da!
  • Die Überalterung der Gesellschaft stellt bereits heute eine enorme Herausforderung für das Sozialsystem dar.
  • Auch eine hohe Zuwanderung qualifizierter Fachkräfte kann diesen fundamentalen Wandel nicht mehr stoppen.
  • Insbesondere die Ausgaben für die Renten- und Pflegeversicherung sowie Pensionsverpflichtungen erreichen ungeahnte Höhen.
  • Daher muss mit weiter steigenden Sozialabgaben - Deutschland liegt bereits auf Platz 2 weltweit - und einem weiteren Absenken des Rentenniveaus gerechnet werden.

Der demografische Wandel ist da, daher führt an der öffentlichen Diskussion über die Anhebung des Renteneintrittsalters, das weitere Absenken des Rentenniveaus und der Reduzierung der Pensionsansprüche kein Weg mehr vorbei. Gleiches gilt für die Einführung eines Einwanderungsgesetzes, welches verstärkt qualifizierte Fachkräfte aus dem EU-Ausland und den Nicht-EU-Ländern anlocken soll. Allerdings ist der Erfolg dieser Maßnahmen ungewiss, da die Attraktivität Deutschlands als Zuwanderungsland für internationale Fachkräfte weiter abnimmt. Deutschland befindet sich damit in einem demografischen Dilemma, welches das Sozialsystem vor eine ungekannte Zerreißprobe stellen wird.

Lesen Sie weiter: Deutsches Sozialsystem vor Zerreißprobe (13.05.2019)

Japan, China, Indien: Demografische Extreme beeinflussen Wirtschaftspolitik und Standortattraktivität

Die demografischen Entwicklungen in den drei größten Volkswirtschaften Asiens sind von sehr unterschiedlichen Extremen geprägt und erfordern dementsprechend divergierende wirtschaftspolitische Maßnahmen bzw. Anpassungen des jeweiligen Wirtschafts- und Wachstumsmodells. Gemessen am nominalen Bruttoinlandsprodukt handelt es sich bei China (weltweit Platz 2), Japan (Platz 3) und Indien (Platz 7) um wirtschaftliche Schwergewichte, deren Einfluss auf die Weltwirtschaft und den internationalen Warenhandel unstrittig ist. Ihre wirtschaftliche Entwicklung hängt auch davon ab, inwiefern die drei Länder in der Lage sind, ihre – aus den demografischen Trends resultierenden – wirtschaftspolitischen Aufgaben zu lösen. Letztlich sollte die Politik darauf abzielen, den inländischen Konsum (Angebot und Nachfrage), den Arbeitsmarkt und...

Lesen Sie weiter: Japan, China, Indien: Demografische Extreme beeinflussen Wirtschaftspolitik und Standortattraktivität (28.03.2017)

Flüchtlinge: Kurzfristiger Impuls für Bau, Gesundheitssektor und Einzelhandel

Der Zustrom von Flüchtlingen nach Europa und insbesondere nach Deutschland, der im vergangenen Jahr einen vorläufigen Höhepunkt erreichte, hat mit dem Abkommen zwischen der EU und der Türkei über die Rückführung von „irregulär“ aus der Türkei nach Griechenland eingereisten Flüchtlingen seit dem 20. März 2016 deutlich nachgelassen. Auch wenn bislang nur ein kleiner Teil der Flüchtlinge in die Türkei zurück gebracht wurde, schreckt das Abkommen – in Verbindung mit der Schließung der Balkanroute – viele Menschen davor ab, die gefährliche Überfahrt über die Ägäis zu unternehmen. Ungeachtet dessen ist zu befürchten, dass die derzeitige Situation eher die Ruhe vor dem Sturm als eine dauerhafte Entspannung des Flüchtlingszuzugs nach Europa ist. Denn einerseits haben sich die Beziehungen zwischen der Türkei und der EU nach dem gescheiterten Militärputsch in der Türkei und der drastischen Reaktion von Staatspräsident Erdoğan spürbar verschlechtert. Es stellt sich daher die Frage, ob die Türkei noch ein verlässlicher Partner in der Flüchtlingspolitik ist oder ob das Abkommen letztlich vor dem Aus steht. Andererseits kommen seit dem Frühjahr wieder deutlich mehr Flüchtlinge, nicht nur aus afrikanischen Ländern, sondern auch aus den Krisengebieten im Nahen und Mittleren Osten, über die Mittelmeerrouten nach Südeuropa. Die Situation ist trotz vielfältiger politischer Bemühungen alles andere als gelöst, denn weder hat ...

Lesen Sie weiter: Flüchtlinge: Kurzfristiger Impuls für Bau, Gesundheitssektor und Einzelhandel (03.08.2016)