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Deutscher Innovationspreis im Gesundheitswesen 2010

Ausschreibung2010 Am 9. Mai 2011 wurde der Deutsche Innovationspreis im Gesundheitswesen der BayernLB mit Preisgeldern in Höhe von 25.000 Euro an Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus den Bereichen Strukturinnovation, Telemedizin und Prävention verliehen.

Die Expertenjury, bestehend aus Wissenschaftlern der medizinischen Fakultäten der Universität Köln, der LMU München und der Universität Heidelberg sowie Vertretern von Krankenkassen, Pharmaunternehmen, dem Bayerische Roten Kreuz und dem Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit, hat aus den Bewerbungen folgende vier Siegerprojekte ausgewählt:


Der erste Preis geht an das Interventionsprojekt zerebrovaskuläre Erkrankungen und Demenzen im Landkreis Ebersberg - INVADE. Ziel des Projektes ist die Vorbeugung u.a von Schlaganfällen und damit die Verminderung von Pflegebedürftigkeit bei älteren Patienten. Partner des Projektes sind über 60 Hausarztpraxen, niedergelassene Neurologen und Internisten, die Kreisklinik Ebersberg, die Kliniken der TU München und die AOK Bayern.

Der zweite Preis geht an das Klinikum Augsburg für ihre Strukturinnovation "VITA", einer Versorgungseinheit für integrierte Traumatologie im Alter. In einer unfallchirurgischen Akutstation werden ältere Patienten, die beispielsweise einen Knochenbruch erlitten haben, in ein umfassendes geriatrisches Gesundheitsmanagement integriert. Geriatrische und chirurgische Sicht ergeben eine interdisziplinäre Behandlung, besonderen Stellenwert hat die Komplikationsvorbeugung. Die sonst oft übliche Pflegebedürftigkeit bei alterstraumatologischen Patienten kann so deutlich reduziert werden.

Mit dem dritten Preis wird das Projekt WHIN des Weidener Herzinfarktnetzes unter Leitung von Professor Robert Schwinger ausgezeichnet. Das Projekt ermöglicht unter Einsatz modernster technischer Mittel eine deutliche Verbesserung der Herzinfarktnotversorgung in der Region Nordoberpfalz. Durch die Nutzung einer telemedizinischen Anbindung des Notarztes mit dem kardiologischen Interventionszentrum sowie durch Weiterleitung des EKGs auf das Smartphone des diensthabenden Kardiologischen Oberarztes wird eine schnellere leitliniengerechte Versorgung von Herzinfarktpatienten erreicht.

Der Sonderpreis geht an das Projekt "discovering hands ®", einer Präventionsmaßnahme zur Früherkennung von Brustkrebs. Darüber hinaus erfüllt das Projekt einen weiteren sozialen Aspekt, indem es die Eingliederung blinder Frauen in das Arbeitsleben fördert. Blinde Frauen werden nach der von "discovering hands ®" entwickelten Methode zu spezialisierten, medizinischen Brusttastuntersucherinnen ausgebildet. In der Ausbildung lernen sie, Veränderungen und Abweichungen im Brustgewebe zu ertasten und genau zu lokalisieren. Ideengeber und Projektleiter ist Dr. med. Frank Hoffmann, niedergelassener Gynäkologe in Duisburg.

Die BayernLB und ihre Tochter DKB sind seit Jahren in der Healthcare-Branche engagiert. Die Finanzierung von Investitionen in Kliniken und Pflegeheimen gehört ebenso zum Leistungsangebot wie die Begleitung großer Unternehmen aus dem Gesundheitswesen, der Pharma- und Medizintechnikbranche. In Bayern erfolgen diese Finanzierungen oft konsortial mit den lokalen Sparkassen. Hinzu kommen Fördermittel zur energetischen Sanierung von Kliniken. Die DKB ist vor allem bei mittelständisch geprägten Unternehmen im Gesundheitswesen tätig.

Kontakt

Oliver Sill

Tel.: +49 89 2171-22434
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