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BayernLB erzielt Ergebnis vor Steuern im ersten Halbjahr 2014 von 527 Mio. Euro

21. August 2014

München-Der BayernLB-Konzern hat das erste Halbjahr 2014 mit einem Ergebnis in Höhe von 527 Mio. Euro vor Steuern abgeschlossen. Im Vorjahreszeitraum hatte das Ergebnis vor Steuern bei 813 Mio. Euro gelegen, war allerdings durch den Veräußerungsgewinn von 351 Mio. Euro aus dem Verkauf der Immobilientochter GBW AG positiv beeinflusst. Bereinigt um diesen Sondereffekt stieg das Ergebnis vor Steuern um 65 Mio. Euro bzw. 14 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Johannes-Jörg Riegler, Vorstandsvorsitzender der BayernLB: „Wir haben im ersten Halbjahr ein gutes Ergebnis vor Steuern erwirtschaftet. Unser Kundengeschäft lief in den ersten sechs Monaten trotz Niedrigzinsumfeld und intensivem Wettbewerb sehr solide. Wir sind operativ auf Kurs.“

Der Provisionsüberschuss konnte gegenüber dem Vorjahr um 12 Mio. Euro auf 116 Mio. Euro gesteigert werden, der Zinsüberschuss blieb mit 831 Mio. Euro stabil auf Vorjahresniveau (Vj.: 831 Mio. Euro).

Parallel zum operativen Kundengeschäft kam die Bank auch bei der Reduzierung der Kostenbasis voran. Insgesamt konnte der Verwaltungsaufwand im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 7,3 Prozent auf 537 Mio. Euro gesenkt werden. Dabei machten sich erste Erfolge aus dem Ende 2013 gestarteten Kostensenkungsprogramm, insbesondere niedrigere IT-Kosten bemerkbar. Dem gegenüber standen gestiegene Aufwendungen für Prüfungs- und Beratungsleistungen, insbesondere im Zusammenhang mit dem Comprehensive Assessment der Europäischen Zentralbank (EZB).

Die BayernLB profitierte im ersten Halbjahr 2014 von Nettoauflösungen der Risikovorsorge im Kreditgeschäft bei der BayernLB-Bank und der LBLux und weist einen positiven Wert von 45 Mio. Euro (Vj.: -40 Mio. Euro) aus. Die Risikovorsorge der DKB blieb mit -67 Mio. Euro konstant (Vj.: -68 Mio. Euro).

Das Ergebnis nach Steuern betrug im 1. Halbjahr 153 Mio. Euro (Vj.: 584 Mio. Euro). Der Rückgang resultiert aus einem negativen Ergebniseffekt in Höhe von 311 Mio. Euro, der  im Zusammenhang mit dem Verkauf der MKB steht. Gemäß der Rechnungslegungsvorschrift IFRS 5 wurden Wertminderungen im Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen bereits im ersten Halbjahr ergebniswirksam verarbeitet.

Segmentergebnisse

Segment „Corporates & Mittelstand, Financial Institutions“  
Das Segment „Corporates, Mittelstand & Financial Institutions“ erwirtschaftete in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2014 ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 129 Mio. Euro (Vj.: 159 Mio. Euro). Der Zinsüberschuss konnte trotz verhaltener Kreditnachfrage, niedrigem Zinsniveau sowie hohem Wettbewerbsdruck stabil gehalten und der Provisionsüberschuss gesteigert werden. Die Nachfrage nach Zins- und Kurssicherungsinstrumenten war auf Grund des wenig volatilen Zinsniveaus in den ersten sechs Monaten rückläufig. Insgesamt konnten die Erträge jedoch auf Vorjahresniveau gehalten werden. Der Rückgang des Ergebnisses vor Steuern in „Corporates, Mittelstand & Financial Institutions“ erklärt sich durch Auflösungen der Risikovorsorge im Vorjahreszeitraum. Im ersten Halbjahr 2014 lag die Risikovorsorge im Rahmen der Erwartungen.

Segment „Immobilien & Sparkassen/Verbund“
Das Ergebnis vor Steuern des Segments lag mit 154 Mio. Euro deutlich über dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum (Vj.: 110 Mio. Euro), wobei der Bereich „Immobilien“ ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 100 Mio. Euro (Vj.: 56 Mio. Euro) erzielte. Er profitierte u.a. von höheren Margen, einem verbesserten Provisionsergebnis im Neugeschäft sowie einer günstigeren Entwicklung der Risikovorsorge. Das Ergebnis vor Steuern im Bereich „Sparkassen & Verbund“ erhöhte sich insbesondere aufgrund eines verbesserten Zinsüberschusses auf 20 Mio. Euro (Vj.: 14 Mio. Euro). Die BayernLabo, das Förderinstitut der BayernLB, steuerte 28 Mio. Euro (Vj.: 35 Mio. Euro) zum Ergebnis bei, die Real I.S. 5 Mio. Euro (Vj.: 2 Mio. Euro).

Segment „DKB“
Vor dem Hintergrund des Niedrigzinsumfeldes und des intensiven Wettbewerbs im Privatkundenmarkt entwickelte sich das Ergebnis der DKB sehr solide. In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres schloss die DKB mit einem Ergebnis vor Steuern in Höhe von 68 Mio. Euro (Vj.: 80 Mio. Euro) ab. Das niedrigere Er-gebnis ist im Wesentlichen auf die im ersten Halbjahr 2013 erzielten Erträge aus Wertpapierverkäufen zurückzuführen sowie auf Aufwendungen im Zusammen-hang mit dem im April 2014 erfolgten Verkauf der Beteiligung an den Stadtwer-ken Cottbus. Der DKB ist es im hart umkämpften Retailmarkt gelungen die Kun-denzahl mit 160.000 Neukunden auf jetzt nahezu 3 Millionen zu steigern sowie das Kreditvolumen auf knapp 57,9 Mrd. Euro (Vj.: 55,9 Mrd. Euro) und die Kun-deneinlagen auf 46,8 Mrd. Euro (Vj.: 42 Mrd. Euro) zu erhöhen.

Segment „Markets“
Das Ergebnis vor Steuern des Segments „Markets“ ist im ersten Halbjahr 2014 auf -38 Mio. Euro zurückgegangen (Vj.: 16 Mio. Euro). Das Ergebnis ist maßgeb-lich durch den Bewertungsverlust eines Derivats (Credit Value Adjustment) sowie von der insgesamt schwachen Nachfrage nach Finanzinstrumenten geprägt. Die mit Marketsprodukten in den Kundensegmenten erwirtschafteten Erträge wurden darüber hinaus im Rahmen des Geschäftsmodells der BayernLB weiterhin unter den jeweiligen Einheiten ausgewiesen.

Segment „Non Core Unit“
Das Ergebnis vor Steuern von 143 Mio. Euro (Vj.: 398 Mio. Euro) lag deutlich unter dem durch den Entkonsolidierungsgewinn aus dem Verkauf der GBW AG geprägten Vorjahreszeitraum. Der Bereich „Restructuring Unit“ erzielte im ersten Halbjahr 2014 ein deutlich über dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum liegendes Ergebnis von 51 Mio. Euro (Vj.: 27 Mio. Euro), das wie bereits im Vorjahr durch die Auflösung von Risikovorsorge geprägt war. Dagegen entwickelten sich die Gesamterträge, vor allem das Zinsergebnis, bedingt durch den Portfolioabbau rückläufig.

Von besonderer Bedeutung für die BayernLB ist die Veräußerung der ungarischen Bank MKB, wobei das Closing der Transaktion bis Ende September vorgesehen ist. Der Verkauf setzt in erheblichem Umfang zur Risikoabdeckung genutztes Eigenkapital frei. Die harte Kernkapitalquote (CET 1-Quote) der Bank wird durch die Transaktion mit 0,3 Prozentpunkten kaum belastet.

Die BayernLB verfügt zum 30. Juni 2014 über eine sehr solide CET 1-Quote von 14,4 Prozent und ist damit für den Asset Quality Review der EZB mit anschließendem Bankenstresstest im vierten Quartal gut gerüstet.

Ausblick

Mit Blick auf die Geschäftsentwicklung in der zweiten Jahreshälfte sagte Johannes-Jörg Riegler, Vorstandsvorsitzender der BayernLB: „Das zweite Halbjahr wird weiterhin geprägt sein von niedrigen Zinsen, einem starken Wettbewerb insbesondere im Geschäft mit mittelständischen Kunden sowie von geopolitischen Risiken. Trotz dieses schwierigen Umfelds erwarten wir ein deutlich positives Ergebnis in unserem Kerngeschäft.“

Wie bereits im Geschäftsbericht 2013 angekündigt, wird das Konzern-Jahresergebnis gemäß IFRS stark durch die notwendige Entkonsolidierung der MKB geprägt sein. Im ersten Halbjahr 2014 belastete die MKB das Konzernergebnis mit 311 Mio. Euro. Nach dem Closing der Transaktion im September werden ein Entkonsolidierungseffekt in Höhe von bis zu 500 Mio. Euro sowie der bekannte Forderungsverzicht in Höhe von rund 270 Mio. EUR ergebniswirksam zu berücksichtigen sein. Aufgrund der Sonderbelastung durch den Verkauf der MKB wird das Konzernergebnis im Gesamtjahr trotz positiver Ergebnissituation im Kerngeschäft negativ sein.

„In den kommenden Monaten werden wir in allen Unternehmensbereichen daran arbeiten, im Kundengeschäft weiter profitabel zu wachsen sowie unsere Kosten- und Effizienzprogramme voranzutreiben“, so Johannes-Jörg Riegler. „Wir werden darüber hinaus unser kundenorientiertes Kapitalmarktgeschäft neu aufstellen und im Zuge dessen für unsere Kunden in Ergänzungen unseres Produktangebots investieren. Ein sichtbares Zeichen für unsere ehrgeizigen Ziele ist die bereits erfolgte Ernennung von Ralf Woitschig zum neuen Kapitalmarktvorstand der BayernLB.“

Die vollständige Presseinformation inkl. Tabellen finden Sie in der nebenstehenden Downloadbox.


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