BayernLB

15.11.2018

BayernLB erzielt Neun-Monats-Ergebnis von 716 Mio. Euro vor Steuern

  • Alle Kundensegmente wieder mit positiven Ergebnisbeiträgen
  • Ergebnis profitiert von Einmalerträgen und positiver Risikovorsorge von 122 Mio. Euro
  • Zinsüberschuss begünstigt durch positive Entwicklung bei der DKB um 2,6 Prozent gesteigert
  • NPL-Quote erreicht mit 1,2 Prozent neuen Bestwert
  • Sehr solide Kapitalbasis: CET 1-Quote von 14,7 Prozent
  • Return on Equity (RoE) bei 10,5 Prozent
  • Cost-Income-Ratio (CIR) mit 58,7 Prozent weiterhin im Zielkorridor
  • Bisherige Jahresprognose wird übertroffen

München - Die BayernLB hat in den ersten neun Monaten des Jahres 2018 ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 716 Mio. Euro erzielt und den Wert des Vorjahres damit deutlich übertroffen (Vj.: 554 Mio. Euro). Das Konzernergebnis (nach Steuern) stieg auf 564 Mio. Euro (Vj.: 433 Mio. Euro). Alle operativen Segmente haben positiv zum Ergebnis beigetragen. Der Ergebnisanstieg resultiert zudem aus Sondereffekten.

„Wir haben in den ersten drei Quartalen 2018 ein gutes Ergebnis erwirtschaftet. Dass alle Kundensegmente daran starken Anteil hatten, zeigt einmal mehr die Tragfähigkeit unserer Kundenbasis“, kommentiert der Vorstandsvorsitzende der BayernLB, Johannes-Jörg Riegler, das Neun-Monats-Ergebnis.

Den Zinsüberschuss konnte der BayernLB-Konzern aufgrund der positiven Entwicklung bei der DKB im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2,6 Prozent auf 1.282 Mio. Euro steigern (Vj.: 1.250 Mio. Euro). Der Provisionsüberschuss lag mit 192 Mio. Euro auf dem Niveau des Vorjahres (Vj.: 197 Mio. Euro).

Bei der Risikovorsorge im Kreditgeschäft weist die BayernLB einen positiven Wert in Höhe von 122 Mio. Euro aus (Vj.: 96 Mio. Euro). Dazu trugen sowohl die hohe Portfolioqualität und die stabile Konjunktur in den Kernmärkten der Bank als auch Eingänge auf abgeschriebene Forderungen bei. Die NPL-Quote, die den Anteil notleidender Kredite am Gesamtkreditvolumen abbildet, erreichte mit 1,2 Prozent einen neuen Bestwert.

Das Ergebnis aus der Fair Value-Bewertung belief sich auf 166 Mio. Euro (Vj.: 196 Mio. Euro). Der Rückgang resultierte unter anderem aus Verschiebungen zwischen dem Ergebnis aus der Fair Value-Bewertung und dem Ergebnis aus Sicherungsgeschäften. Das Ergebnis aus Finanzanlagen, das überwiegend Erlöse aus Wertpapierverkäufen beinhaltet, erhöhte sich auf 37 Mio. Euro (Vj.: 19 Mio. Euro).

Der Verwaltungsaufwand lag mit 982 Mio. Euro leicht über dem Niveau des Vorjahres (Vj.: 953 Mio. Euro). Die gestiegenen Aufwendungen für regulatorische Großprojekte sowie strategische Investitionen in den Vertrieb und konzernweite Initiativen zur Digitalisierung bewegten sich aber im Rahmen der Planungen.

Die Bilanzsumme der BayernLB erhöhte sich im Vergleich zum Jahresende 2017 um 6,0 Prozent auf 227,4 Mrd. Euro (31.12.2017: 214,5 Mrd. Euro). Der Zuwachs geht auf gestiegene Geldmarkt- und Kreditgeschäfte zurück. Diese führten auch zu einer Erhöhung der risikogewichteten Aktiva (RWA) auf 64,7 Mrd. Euro (31.12.2017: 61,4 Mrd. Euro).

Die Kapitalausstattung der BayernLB ist weiterhin sehr solide. Das CET 1- Kapital (fully loaded) betrug 9,5 Mrd. Euro (31.12.2017: 9,4 Mrd. Euro). Die CET 1-Quote (fully loaded) lag bei 14,7 Prozent (31.12.2017: 15,3 Prozent).

Ihre Eigenkapitalrentabilität (RoE) hat die BayernLB auf 10,5 Prozent erhöht (Vj.: 8,4 Prozent). Darüber hinaus konnte die Bank ihre Cost-Income-Ratio (CIR) verbessern. Sie lag bei 58,7 Prozent (Vj.: 63,5 Prozent).


Ergebnisse der operativen Kundensegmente

Corporates & Mittelstand

Im Segment Corporates & Mittelstand blieb die operative Geschäftsentwicklung trotz des sehr herausfordernden Marktumfelds stabil. Das Vorsteuerer-gebnis erreichte mit 222 Mio. Euro nahezu exakt den Wert des Vorjahreszeitraums (Vj.: 223 Mio. Euro). Der Zinsüberschuss ging aufgrund des starken Wettbewerbs im Markt auf 199 Mio. Euro zurück (Vj.: 214 Mio. Euro), der Provisionsüberschuss stieg auf 80 Mio. Euro (Vj.: 77 Mio. Euro). Das Ergebnis war weiterhin durch hohe Auflösungen von Risikovorsorge und Eingänge auf abgeschriebene Forderungen begünstigt. Unter dem Strich stand bei der Risikovorsorge im Segment ein Plus von 142 Mio. Euro (Vj.: 141 Mio. Euro). Auch das Kundengeschäft mit Financial Markets Produkten verlief weitestgehend stabil.

Immobilien & Sparkassen/Verbund

Das Vorsteuerergebnis im Segment Immobilien & Sparkassen/Verbund stieg auf 208 Mio. Euro (Vj.: 139 Mio. Euro). Vor allem aufgrund des guten Neugeschäfts im Bereich Immobilien war im Segment eine positive operative Entwicklung zu verzeichnen. Die Erträge aus Zins- und Provisionsüberschuss lagen bei 285 Mio. Euro und damit leicht über Vorjahr (Vj.: 278 Mio. Euro). Das Ergebnis war zudem durch einen hohen Ertrag aus dem Verkauf eines Restrukturierungsengagements begünstigt. Die BayernLabo, das Förderinstitut der BayernLB, erreichte ein stabiles Vorsteuerergebnis in Höhe von 33 Mio. Euro.

Financial Markets

Im Segment Financial Markets ging das Vorsteuerergebnis auf 30 Mio. Euro zurück ( Vj.: 109 Mio. Euro). Die operative Geschäftsentwicklung war stabil, das Vorjahresergebnis des Segments hatte von hohen positiven Bewertungseffekten profitiert. Die für die Kundensegmente erwirtschafteten Erträge aus Financial Markets Produkten lagen trotz schwieriger Marktverhältnisse etwa auf Vorjahresniveau und wurden unter den jeweiligen Segmenten ausgewiesen.

DKB

Die positive Geschäftsentwicklung im Segment DKB hat sich fortgesetzt. Das Ergebnis vor Steuern stieg deutlich auf 292 Mio. Euro (Vj.: 199 Mio. Euro). Gründe dafür sind der gestiegene Zinsüberschuss, der unter anderem auf die weiterhin günstige Refinanzierungsstruktur zurückzuführen ist, sowie die Risikovorsorge im Kreditgeschäft, für die mit -22 Mio. Euro eine deutlich geringere Nettozuführung notwendig war als im Vorjahr (Vj.: -83 Mio. Euro). Die DKB hat die Zahl ihrer Privatkunden auf 3,9 Mio. gesteigert und damit ihre Position als zweitgrößte Direktbank und einer der Marktführer im digitalen Banking in Deutschland weiter gefestigt.

Ausblick auf das Gesamtjahr 2018

Unsere bisherige Jahresprognose eines mittleren dreistelligen Millionenbetrages entspricht der operativen Ertragskraft. Aufgrund von hohen Einmalerträgen und einem erwartungsgemäß positiven Risikoergebnis gehen wir aktuell davon aus, das gute Jahresergebnis 2017 noch zu übertreffen.

Weitere Details zu den Geschäftszahlen des BayernLB-Konzerns 30. September 2018 finden sich in der ergänzenden IR-Präsentation.