BayernLB

21.03.2019

BayernLB steigert Vorsteuerergebnis um rund 33 Prozent auf 869 Mio. Euro

  • Zinsüberschuss und Provisionsüberschuss in Summe auf über 2 Mrd. Euro gesteigert
  • Ergebnis profitiert von Einmalerträgen und positiver Risikovorsorge
  • Alle Kundensegmente mit positiven Ergebnisbeiträgen
  • NPL-Quote erreicht mit 0,8 Prozent neuen Bestwert
  • Sehr solide Kapitalausstattung: CET 1-Quote von 15,2 Prozent
  • Ausschüttung an Eigentümer in Höhe von 175 Mio. Euro vorgesehen
  • Ausblick Gesamtjahr 2019: BayernLB erwartet Ergebnis im mittleren dreistelligen Millionenbereich

München - Die BayernLB hat im Geschäftsjahr 2018 ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 869 Mio. Euro erzielt und das Ergebnis des Vorjahres damit um 33,3 Prozent übertroffen (Vj.: 652 Mio. Euro). Das Konzernergebnis (nach Steuern) erhöhte sich auf 822 Mio. Euro (Vj.: 677 Mio. Euro). Alle Kundensegmente haben positive Ergebnisbeiträge geleistet. Das Ergebnis profitierte zudem von Einmalerträgen und positiver Risikovorsorge.

„Die BayernLB kann auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken. Auch wenn das Ergebnis aufgrund einiger Sondereffekte positiv überzeichnet ist, ist es doch ein klarer Beleg für unsere operative Stärke im Kundengeschäft“, sagte der Stellvertretende Vorstandsvorsitzende der BayernLB, Dr. Edgar Zoller. „Vom wirtschaftlichen Erfolg der Bank sollen auch unsere Anteilseigner entsprechend profitieren. Aus diesem Grund ist eine Ausschüttung in Höhe von 175 Millionen Euro vorgesehen. Das gute Ergebnis ist für uns jedoch kein Grund, uns auf dem Erreichten auszuruhen. Wir werden im Jahr 2019 aus einer Position der Stärke heraus an der künftigen strategischen Positionierung der BayernLB arbeiten, um im Sinne unserer Kunden und Eigentümer für die Zukunft bestmöglich aufgestellt zu sein“, so Zoller weiter.

Die Summe aus Zinsüberschuss und Provisionsüberschuss konnte im Jahr 2018 erstmals auf mehr als 2 Mrd. Euro gesteigert werden. Der Zinsüberschuss erhöhte sich trotz des anhaltend niedrigen Zinsniveaus um 5,0 Prozent auf 1.742 Mio. Euro (Vj.: 1.659 Mio. Euro). Hierzu hat die Reduzierung der Zinsaufwendungen bei BayernLB und DKB maßgeblich beigetragen. Der Provisionsüberschuss stieg leicht auf 270 Mio. Euro (Vj.: 263 Mio. Euro).

Bei der Risikovorsorge im Kreditgeschäft weist die BayernLB einen positiven Wert in Höhe von 135 Mio. Euro aus (Vj.: -94 Mio. Euro). Dieser Wert spiegelt die hohe Qualität des Kreditportfolios der BayernLB wider. Eine unmittelbare Vergleichbarkeit mit dem Wert des Jahres 2017 ist allerdings nicht gegeben, da die Risikovorsorge seit dem Geschäftsjahr 2018 auf Basis der neuen Regelungen gemäß IFRS 9 ermittelt wird und diese zum Teil deutlich von den früheren Regelungen abweichen.

Die BayernLB arbeitet kontinuierlich an der weiteren Verbesserung ihres Kreditportfolios und konnte den Anteil an Non-Performing Loans (NPL) weiter verringern. Die NPL-Quote, die den Anteil notleidender Kredite am Gesamtkreditvolumen abbildet, erreichte zum Jahresende 2018 mit 0,8 Prozent einen neuen Bestwert.

Das Ergebnis aus der Fair Value-Bewertung betrug 151 Mio. Euro (Vj.: 205 Mio. Euro) während das Ergebnis aus Sicherungsgeschäften bei -50 Mio. Euro (Vj.: -142 Mio. Euro) lag. Es beinhaltet Effekte aus der Bewertung von Grund- und Sicherungsgeschäften, die sich grundsätzlich über die Laufzeit ausgleichen. Das Ergebnis aus Finanzanlagen, das überwiegend Erlöse aus der Veräußerung von Schuldverschreibungen und festverzinslichen Wertpapieren enthält, belief sich auf 10 Mio. Euro (Vj.: 23 Mio. Euro).

Der Verwaltungsaufwand erhöhte sich im Jahr 2018 auf 1.356 Mio. Euro (Vj.: 1.258 Mio. Euro). Der Anstieg geht unter anderem darauf zurück, dass die BayernLB zusätzliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingestellt hat, um die strategischen Wachstumsfelder zu bearbeiten und stetig steigende regulatorische Anforderungen zu erfüllen.

Der Aufwand aus Bankenabgabe und Einlagensicherung belief sich auf 103 Mio. Euro (Vj.: 98 Mio. Euro). Davon entfielen 52 Mio. Euro auf den Beitrag zur Bankenabgabe (Vj.: 52 Mio. Euro) und 51 Mio. Euro auf den Beitrag zum Sicherungssystem der Sparkassen-Finanzgruppe (Vj.: 46 Mio. Euro).

Die Bilanzsumme der BayernLB hat leicht zugelegt und betrug zum Jahresultimo 220,2 Mrd. Euro (Vj.: 214,5 Mrd. Euro). Die risikogewichteten Aktiva (RWA) lagen bei 65,6 Mrd. Euro (Vj.: 61,4 Mrd. Euro).

Die Kapitalausstattung der BayernLB ist weiterhin sehr solide. Die relevante CET 1-Quote (fully loaded) betrug 15,2 Prozent (Vj.: 15,3 Prozent).

Die Cost-Income-Ratio (CIR) lag mit 61,9 Prozent weiterhin im Zielkorridor (Vj.: 59,9 Prozent). Ihre Eigenkapitalrentabilität (Return on Equity – RoE) hat die BayernLB auf 9,4 Prozent erhöht (Vj.: 7,4 Prozent).


Ausschüttung an die Eigentümer

Vom wirtschaftlichen Erfolg der BayernLB sollen auch deren Anteilseigner, der Freistaat Bayern und die bayerischen Sparkassen, profitieren. Die Bank wird daher der Generalversammlung eine Ausschüttung in Höhe von 175 Millionen Euro an die Anteilseigner vorschlagen. Im Vorjahr betrug die Dividende 50 Millionen Euro.


Ergebnisse der operativen Kundensegmente

Corporates & Mittelstand
Die BayernLB hat im Segment „Corporates & Mittelstand“ das Ergebnis vor Steuern mehr als verdoppelt, es betrug nun 161 Mio. Euro (Vj.: 80 Mio. Euro). Die Steigerung geht insbesondere auf den positiven Beitrag aus der Risikovorsorge zurück, der aus hohen Auflösungen aufgrund einer weiterhin guten Portfolioqualität sowie aus Eingängen auf abgeschriebene Forderungen resultiert. Der Zinsüberschuss ging aufgrund des starken Wettbewerbs im Markt auf 265 Mio. Euro zurück (Vj.: 281 Mio. Euro). Der Provisionsüberschuss konnte dagegen auf 108 Mio. Euro gesteigert werden (Vj.: 100 Mio. Euro). Die Erträge, die mit Kapitalmarktprodukten aus Financial Markets erzielt wurden, haben ebenfalls zugelegt. Das Kreditvolumen konnte gegenüber dem Vorjahr auf 55 Mrd. Euro (Vj.: 51 Mrd. Euro) deutlich erhöht werden.

Immobilien & Sparkassen/Verbund
Das Segment „Immobilien & Sparkassen/Verbund“ hat das Vorsteuerergebnis des Vorjahres deutlich übertroffen. Es erhöhte sich auf 284 Mio. Euro (Vj. 203 Mio. Euro). Der Bereich Immobilien trug mit einem Ergebnis vor Steuern in Höhe von 243 Mio. Euro (Vj.: 165 Mio. Euro) erneut maßgeblich zum Segmentergebnis bei. Das akquirierte Neugeschäftsvolumen konnte bei weiterhin hoher Kundennachfrage im Vergleich zum Vorjahr einmal mehr gesteigert werden. Daher sind auch die erzielten Erträge aus Zins- und Provisionsüberschuss um 5 Mio. Euro auf 191 Mio. Euro gestiegen. Der Ergebnisanstieg resultierte zudem aus dem Verkauf eines Restrukturierungsengagements. Auch im Bereich Sparkassen/Verbund wurden die operativen Erträge erhöht, was auf verstärkte Vertriebsanstrengungen zurückgeht. Das Vorsteuerergebnis des Bereichs in Höhe von -18 Mio. Euro lag dennoch unter dem Vorjahr (Vj.: -14 Mio. Euro). Ursächlich hierfür waren die gute Liquiditätsausstattung im BayernLB-Konzern und der sich daraus ergebende geringe Refinanzierungsbedarf sowie das niedrige Zinsniveau, das auch die Nachfrage nach Kapitalmarktprodukten belastete. Das Ergebnis der BayernLabo, des Förderinstituts der BayernLB, blieb mit 45 Mio. Euro stabil (Vj.: 45 Mio. Euro). Der Immobilien-Assetmanager Real I.S. erreichte ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 13 Mio. Euro (Vj.: 8 Mio. Euro).

Financial Markets
Das Vorsteuerergebnis des Segments „Financial Markets“ belief sich auf 12 Mio. Euro (Vj.: 99 Mio. Euro). Zu berücksichtigen ist, dass das Vorjahr stark begünstigt war durch Einmalerträge und positive Bewertungseffekte. Zudem fielen die Erträge aus Financial Markets Produkten aufgrund schwieriger Marktverhältnisse niedriger aus als im Vorjahr. Die für die Kundensegmente erwirtschafteten Erträge aus diesen Produkten wurden weiterhin unter den jeweiligen Segmenten ausgewiesen. Die BayernInvest erwirtschaftete ein Vorsteuerergebnis in Höhe von 7 Mio. Euro (Vj.: 6 Mio. Euro).

DKB
Die positive Geschäftsentwicklung im Segment DKB hat sich weiter fortgesetzt. Das Ergebnis vor Steuern stieg auf 317 Mio. Euro (Vj.: 272 Mio. Euro), was zu einem großen Teil auf die Steigerung des Zinsüberschusses zurückgeht, die durch eine verbesserte Refinanzierungsstruktur erreicht werden konnte. Die DKB hat die Zahl ihrer Privatkunden auf nun mehr als 4 Mio. nochmals deutlich gesteigert (Vj.: 3,7 Mio.) und damit ihre Position als zweitgrößte Direktbank und einer der Marktführer im digitalen Banking in Deutschland weiter gefestigt. Die zum Segment gehörende Tochter BayernCard Service erzielte bei stabiler operativer Geschäftsentwicklung ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 14 Mio. Euro (Vj.: 7 Mio. Euro). Die Steigerung ist im Wesentlichen auf den Verkauf einer Beteiligung zurückzuführen.

 

Ausblick

Die BayernLB rechnet aufgrund der guten Portfolioqualität und ihrer stabilen Kundenbasis auch für das Jahr 2019 mit einer soliden geschäftlichen Entwicklung und erwartet für das Gesamtjahr ein positives Ergebnis vor Steuern im mittleren dreistelligen Millionenbereich.


Die vollständige Presseinformation inkl. Tabellen finden Sie in den Downloads.

Der komplette Konzern-Finanzbericht für das Geschäftsjahr 2018 steht ab dem 12. April 2019 in deutscher und englischer Sprache zum Download bereit.