BayernLB

14.05.2019

BayernLB mit 51 Mio. Euro Ergebnis vor Steuern im 1. Quartal 2019

  • Operativ im Plan - Vorjahreswert profitierte von Einmalerträgen und positivem Risikovorsorgeergebnis
  • Zins- und Provisionsüberschuss mit rund 500 Mio. EUR im Rahmen der Erwartungen
  • Weiterhin sehr solide Kapitalbasis: CET 1-Quote bei 14,6 Prozent
  • Gute Portfolioqualität führt erneut zu positiver Risikovorsorge; Non Performing Loan (NPL) Quote erreicht mit 0,7 Prozent neuen Bestwert

München - Die BayernLB hat im ersten Quartal 2019 ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 51 Mio. Euro erzielt. Hierin sind Belastungen durch die europäische Bankenabgabe und die Beiträge zur Einlagensicherung in Höhe von insgesamt 93 Mio. Euro enthalten. Das Vorjahresergebnis von 237 Mio. Euro war durch positive Sondereffekte und hohe Auflösungen von Risikovorsorge überzeichnet.

„Im ersten Quartal 2019 hat sich unser operatives Geschäft zufriedenstellend entwickelt, so dass wir in einem weiterhin sehr herausfordernden Marktumfeld unser geplantes Vorsteuerergebnis erreichen konnten. Erwartungsgemäß fiel das Ergebnis der ersten drei Monate 2019 aber deutlich niedriger aus als im Vorjahreszeitraum, in dem wir von hohen Sondereffekten profitierten“, so der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Dr. Edgar Zoller.

Trotz der weiterhin herausfordernden Rahmenbedingungen hat die BayernLB den Zinsüberschuss bei 423 Mio. Euro (Vj.: 450 Mio. Euro) weitgehend stabil halten können. Der Provisionsüberschuss konnte um 15,4 Prozent auf 70 Mio. Euro gesteigert werden (Vj.: 60 Mio. Euro).

Aufgrund der robusten Konjunktur und der guten Qualität ihres Portfolios konnte die BayernLB bei der Risikovorsorge im Kreditgeschäft mit 7 Mio. Euro erneut einen positiven Wert ausweisen (Vj.: 117 Mio. Euro). Die NPL-Quote, also der Anteil notleidender Kredite am Gesamtportfolio, erreichte mit 0,7 Prozent einen neuen Bestwert.

Das Ergebnis aus der Fair Value-Bewertung von -13 Mio. Euro (Vj.: 36 Mio. Euro) wurde maßgeblich durch negative Bewertungseffekte aus der ungünstigen Marktentwicklung geprägt. Das Ergebnis aus Finanzanlagen belief sich auf 31 Mio. Euro (Vj.: 7 Mio. Euro).

Der Verwaltungsaufwand stieg auf 366 Mio. Euro (Vj.: 331 Mio. Euro), was vor allem auf weiter gestiegene Aufwendungen zur Erfüllung regulatorischer Anforderungen sowie Investitionen in Vertrieb, Digitalisierung und konzernweite strategische Initiativen zurückzuführen ist.

Die Bilanzsumme der BayernLB erhöhte sich im Vergleich zum Jahresende 2018 um 6,8 Prozent auf 235,3 Mrd. Euro (31.12.2018: 220,2 Mrd. Euro). Die risikogewichteten Aktiva (RWA) beliefen sich zum Ende des ersten Quartals auf 66,9 Mrd. Euro (31.12.2018: 65,6 Mrd. Euro).

Die BayernLB ist weiterhin sehr solide kapitalisiert. Das CET1-Kapital (fully loaded) betrug 9,7 Mrd. Euro (31.12.2018:10,0 Mrd. Euro). Ursächlich für den Rückgang gegenüber dem Jahresultimo 2018 ist im Wesentlichen ein Anstieg der Pensionsverpflichtungen aufgrund des nochmals gesunkenen Zinsniveaus. Daraus folgt eine CET1-Quote (fully loaded) von 14,6 Prozent (31.12.2018: 15,2 Prozent).

Die Eigenkapitalrentabilität (RoE) der BayernLB lag bei 2,1 Prozent (Vj.: 10,9 Prozent). Die Cost-Income-Ratio (CIR) erhöhte sich auf 72,7 Prozent (Vj.: 60,1 Prozent). Beide Werte sind durch die temporären Bewertungseffekte belastet.


Ergebnisse der operativen Kundensegmente

Corporates & Mittelstand

Das Vorsteuerergebnis im Segment Corporates & Mittelstand betrug 18 Mio. Euro, wobei der Vorjahreswert (143 Mio. Euro) durch hohe Auflösungen in der Risikovorsorge begünstigt war. Der Zins- und Provisionsüberschuss konnte in einem herausfordernden Marktumfeld auf 94 Mio. Euro gesteigert werden (Vj.: 86 Mio. Euro).

Immobilien & Sparkassen/Verbund

Im Segment Immobilien & Sparkassen/Verbund stieg das Ergebnis vor Steuern auf 55 Mio. Euro (Vj.: 25 Mio. Euro) aufgrund einer weiterhin guten Neugeschäftsentwicklung im Bereich Immobilien sowie aufgrund von Auflösungen in der Risikovorsorge. Die Erträge aus Zins- und Provisionsüberschuss lagen mit 95 Mio. Euro über dem Vorjahr (Vj.: 91 Mio. Euro). Die BayernLabo, das Förderinstitut der BayernLB, erzielte ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 14 Mio. Euro (Vj.: 9 Mio. Euro). Das Ergebnis der Real I.S. stieg auf 4 Mio. Euro (Vj.: 2 Mio. Euro).

Financial Markets

Im Segment Financial Markets ging das Vorsteuerergebnis aufgrund von Bewertungsverlusten auf -18 Mio. Euro zurück (Vj.: 19 Mio. Euro). Der Provisionsüberschuss konnte im Segment aufgrund steigender Geschäftsaktivitäten mit Finanzinstitutionen auf 10 Mio. Euro gesteigert werden (Vj.: 6 Mio. Euro). Die Erträge aus Financial Markets Produkten für die Kundensegmente lagen in etwa auf Vorjahresniveau und werden unter den jeweiligen Segmenten ausgewiesen.
Das Ergebnis der BayernInvest Asset Management lag mit 2 Mio. Euro auf Vorjahresniveau.

DKB

Im Segment DKB reduzierte sich das Ergebnis vor Steuern im Vergleich zum besonders starken Vorjahreszeitraum erwartungsgemäß aufgrund des Rückgangs beim Zinsüberschusses (u.a. aus geringeren Vorfälligkeitsentschädigungen) sowie eines erhöhten Verwaltungsaufwandes auf 96 Mio. Euro (Vj.: 114 Mio. Euro). Bei weiterhin steigendem Geschäftsvolumen fiel der Zinsüberschuss aufgrund marktbedingt sinkender Zinsspannen auf 247 Mio. Euro (Vj.: 275 Mio. Euro). Der Verwaltungsaufwand stieg insbesondere aufgrund von Personalaufbaumaßnahmen und strategischen Projekten, beides im Zusammenhang mit weiteren Digitalisierungsinitiativen, auf -141 Mio. Euro (Vj.: -121 Mio. Euro).


Ausblick auf das Gesamtjahr 2019

Sofern sich die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht verändern, erwartet die BayernLB aufgrund ihres soliden operativen Geschäfts, der guten Portfolioqualität und ihrer stabilen Kundenbasis für das Gesamtjahr unverändert ein positives Ergebnis vor Steuern im mittleren dreistelligen Millionenbereich.

Weitere Details zu den Geschäftszahlen des BayernLB-Konzerns im ersten Quartal 2019 finden sich in der ergänzenden IR-Präsentation.