BayernLB

31.01.2020

Neue Bestmarke im Edelmetallgeschäft

BayernLB handelt erstmals mehr als 60 Tonnen Gold im Jahr

Nürnberg – Das große Interesse privater und institutioneller Anleger an Sachwerten hat den Edelmetallhändlern der BayernLB 2019 einen neuen Umsatzrekord mit physischem Gold beschert. 60,2 Tonnen des Edelmetalls gingen in Form von Barren und Münzen durch ihre Hände – und damit erstmals mehr als 60 Tonnen. Das entspricht einer Steigerung von 21,7 Prozent und damit mehr als einem Fünftel gegenüber dem Vorjahr (2018: 49,4 Tonnen). „Wir sind deutlich stärker gewachsen als der Markt“, kommentiert Michael Eubel, Leiter der Abteilung Sorten und Edelmetalle, die Entwicklung. Besonders begehrt waren Krügerrand-Münzen und der sogenannte „Combi-Bar“, der sich nach dem Prinzip einer Schokoladentafel in 50 Ein-Gramm-Barren teilen lässt.

Einen noch größeren Zuwachs als bei Gold registrierte die BayernLB bei Silber. Von dem erheblich preisgünstigeren „Gold des kleinen Mannes“ handelte Eubels Team 628 Tonnen und damit satte 77 Prozent mehr als 2018. Das ist nach 2015 der zweithöchste jemals erzielte Wert. Inklusive geringerer Mengen an Palladium und Platin bewegte die BayernLB 2019 rund 689 Tonnen an physischen Edelmetallen (2018: 404 Tonnen). Das entspricht dem Leergewicht eines kompletten ICE-Zugs der vierten Generation mit einer Länge von 346 Metern.

Tiefzinsen und Geopolitik fachen den Edelmetall-Umsatz an

„Die Tiefzinsphase macht Investitionen in Edelmetalle für Anleger attraktiv“, sagt Eubel. Begünstigt haben das Geschäft im vergangenen Jahr nach seinen Worten zudem geopolitische Spannungen wie die Iran-Krise und der amerikanisch-chinesische Handelsstreit. Derlei Unsicherheiten führen traditionell zu einer steigenden Nachfrage nach krisenfesten Anlageklassen, zu denen Edelmetalle gezählt werden.

Für das laufende Geschäftsjahr rechnet die BayernLB weiterhin mit einem Edelmetall-Absatz auf hohem Niveau. Grund dafür sind insbesondere die eingeleiteten geldpolitischen Maßnahmen der Europäischen Zentralbank, die mittelfristig für ein weiterhin niedriges Zinsniveau sprechen. Zugleich besteht nach Ansicht von Eubel noch Luft für weitere Kurssteigerungen, insbesondere bei Gold. Dessen Preis notiert mit 1.431 Euro pro Unze derzeit zwar auf sehr hohem Niveau. In Dollar gerechnet notiert eine Unze aber lediglich bei rund 1.574 Dollar und damit rund 400 Dollar unter dem 2011 erreichten Allzeithoch. Eubel: „Gold traue ich in den kommenden Monaten weitere Kurssteigerungen zu.“ Diese Einschätzung teilen auch die Rohstoffanalysten der BayernLB, die zum Jahresende mit einem Preis von 1.650 Dollar je Unze rechnen.

BayernLB als einer der führenden Edelmetall-Großhändler

Die BayernLB ist einer der führenden Großhändler von physischen Edelmetallen im deutschsprachigen Raum. Zuletzt hat die Bank erheblich in Infrastruktur und Vertrieb investiert und damit die Basis für weiteres Wachstum in den kommenden Jahren gelegt. Das Sortiment umfasst mehr als 400 Münzen und Barren, die bei den wichtigen Präge- und Scheideanstalten weltweit direkt geordert werden. Kunden sind insbesondere Sparkassen, privatwirtschaftliche Unternehmen und andere Banken. In Kooperation mit vielen Sparkassen erwirbt die BayernLB in Deutschland zudem flächendeckend Altgold wie Schmuck oder Medaillen von Kunden.