BayernLB

26.03.2021

BayernLB erwirtschaftet Ergebnis vor Steuern in Höhe von 195 Mio. Euro

  • Ergebnis geprägt durch Restrukturierungsaufwand für Transformationsprogramm in Höhe von 287 Mio. Euro
  • Risikovorsorge steigt durch pauschale Vorsorge für potenzielle Corona-bedingte Risiken, Entlastung durch Eingänge auf abgeschriebene Forderungen
  • Konzernergebnis (nach Steuern) in Höhe von 228 Mio. Euro
  • Zins- und Provisionsüberschuss in allen Kundensegmenten gesteigert
  • Weiterhin solide Kapitalausstattung: CET1-Quote bei 15,9 Prozent
  • Ausschüttung an die Eigentümer in Höhe von 75 Mio. Euro
  • Transformation trotz operativer Herausforderungen durch Corona-Pandemie planmäßig und erfolgreich vorangetrieben; strategisches Zielbild bestätigt

München – Die BayernLB hat im Geschäftsjahr 2020 ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 195 Mio. Euro erzielt (Vj. 656 Mio. Euro). Das Ergebnis ist durch Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 287 Mio. Euro und Risikovorsorge in Höhe von 142 Mio. Euro geprägt. Ihre operative Ertragskraft konnte die BayernLB leicht steigern, der addierte Zins- und Provisionsüberschuss stieg auf rund 2,1 Mrd. Euro (Vj.: rund 2,0 Mrd. Euro). Das Konzernergebnis (nach Steuern) betrug 228 Mio. Euro (Vj.: 466 Mio. Euro).

„Mit dem Geschäftsjahr 2020 sind wir zufrieden, weil wir nicht nur solide operative Erträge im Kundengeschäft erwirtschaftet, sondern parallel dazu die Transformation der BayernLB planmäßig und erfolgreich vorangetrieben haben. Der damit verbundene Restrukturierungsaufwand hat das Jahresergebnis zwar stark belastet – gleichzeitig sind damit alle im Rahmen unseres Transformationsprogramms Fokus2024 anfallenden Restrukturierungsaufwendungen komplett verarbeitet“, sagte der Vorstandsvorsitzende der BayernLB, Stephan Winkelmeier. „Unseren Kunden standen wir während des von der Corona-Pandemie geprägten Jahres 2020 als stabiler, gewohnt verlässlicher Partner zur Seite, um ihre Liquiditätsversorgung auch in der Krise sicherzustellen.“

Finanzzahlen 2020

Der BayernLB-Konzern konnte den Zinsüberschuss in einem herausfordernden Marktumfeld um 46 Mio. Euro auf 1.772 Mio. Euro steigern (Vj.: 1.726 Mio. Euro). Der Provisionsüberschuss stieg auf 331 Mio. Euro (Vj.: 287 Mio. Euro), was maßgeblich auf das provisionsstarke Kredit- und Effektengeschäft zurückzuführen ist.

Die Risikovorsorge erhöhte sich auf 142 Mio. Euro (Vj.: positiver Ergebnisbeitrag in Höhe von 251 Mio. Euro). Der Anstieg geht im Wesentlichen darauf zurück, dass der BayernLB-Konzern eine zusätzliche, pauschalierte Risikovorsorge von 266 Mio. Euro gebildet hat, um auf mögliche zukünftige Kreditausfälle durch die Corona-Krise vorbereitet zu sein (sog. „Post Model Adjustment“). Das Risikovorsorgeergebnis war aber auch durch Eingänge auf abgeschriebene Forderungen in Höhe von 182 Mio. Euro geprägt (Vj.: 327 Mio. Euro). Diese enthalten im Wesentlichen die aus der Abwicklung der HETA Asset Resolution AG, Wien resultierenden Zuflüsse.

Die NPL-Quote, die den Anteil notleidender Kredite am Gesamtkreditvolumen abbildet, sank auf 0,6 Prozent (Vj.: 0,7 Prozent).

Das Ergebnis aus der Fair Value-Bewertung erhöhte sich auf 62 Mio. Euro (Vj.: -2 Mio. Euro). Es ist geprägt durch einen hohen Ergebnisbeitrag aus dem Edelmetallgeschäft und die positive Entwicklung des Kundengeschäfts im Zins- und Währungsmanagement. Das Ergebnis aus Sicherungsgeschäften hat sich im Vergleich zum Vorjahr stark verbessert und lag bei 11 Mio. Euro (Vj.: -13 Mio. Euro). Auch das Ergebnis aus Finanzanlagen ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen und lag bei 68 Mio. Euro (Vj.: 40 Mio. Euro).

Der Verwaltungsaufwand stieg auf 1.520 Mio. Euro (Vj.: 1.446 Mio. Euro), wobei die Steigerung vor allem aus strategischen Investitionen in die Wachstumsstrategie der DKB resultiert. Die Sachaufwendungen haben sich dank des konsequenten Kostenmanagements dagegen reduziert.

Der Aufwand aus Bankenabgabe und Einlagensicherung belastete das Ergebnis mit insgesamt 161 Mio. Euro (Vj.: 134 Mio. Euro). Davon entfielen 67 Mio. Euro auf den Pflichtbeitrag zur Bankenabgabe (Vj.: 56 Mio. Euro) sowie 94 Mio. Euro auf den Pflichtbeitrag zum Einlagensicherungssystem (Vj.: 79 Mio. Euro).

Die Restrukturierungsaufwendungen betrugen 287 Mio. Euro (Vj.: 217 Mio. Euro) und stehen im Zusammenhang mit der strategischen Neuausrichtung der BayernLB.

Die Bilanzsumme des BayernLB-Konzerns erhöhte sich auf 256,3 Mrd. Euro (31.12.2019: 226,0 Mrd. Euro). Die Steigerung resultiert im Wesentlichen aus einer Teilnahme des BayernLB-Konzerns an den EZB-Langfristtendern sowie aus dem Anstieg im Fördergeschäft. Die risikogewichteten Aktiva (RWA) betrugen 65,0 Mrd. Euro (Vj.: 64,6 Mrd. Euro).

Die BayernLB verfügte zum 31. Dezember 2020 weiterhin über eine solide Kapitalbasis. Die CET 1-Quote lag bei 15,9 Prozent (Vj.: 15,9 Prozent).

Die Eigenkapitalrendite (RoE) lag bei 1,9 Prozent (bereinigt um Restrukturierungsaufwendungen bei 4,8 Prozent) und damit im Rahmen der Erwartungen (Vj.: 6,7 Prozent; bereinigt bei 8,9 Prozent). Die Cost-Income-Ratio (CIR) stieg leicht auf 66,0 Prozent (Vj.: 65,7 Prozent).

Ausschüttung an die Eigentümer

Vom wirtschaftlichen Erfolg der BayernLB sollen auch deren Anteilseigner, der Freistaat Bayern und die bayerischen Sparkassen, profitieren. Die Bank schüttet daher 75 Millionen Euro an ihre Anteilseigner aus.

Herausforderungen durch die Corona-Pandemie 2020 gut gemeistert

Die BayernLB hat sich sehr schnell und umfassend auf die mit der Corona-Pandemie einhergehenden Anforderungen des Infektionsschutzes eingestellt und binnen kurzer Zeit die Umstellung auf neue und mobile Arbeitsformen durchgeführt. Mehr als 90 Prozent der Beschäftigten verfügen seither über die technischen Voraussetzungen, mobil von außerhalb der Bank zu arbeiten.

Um die Liquiditätsversorgung ihrer Kunden auch während der Corona-Krise sicherzustellen, hat die BayernLB Kreditprozesse vereinfacht und ihre Beratungskapazitäten vor allem auch für die Programme der staatlichen Förderbanken ausgeweitet. So konnte die Bank, insbesondere im bewährt engen Schulterschluss mit den bayerischen Sparkassen, im Jahr 2020 allein aus den Corona-Sonderprogrammen mehr als 10.000 Förderanträge mit einem Volumen von rund 2,9 Mrd. Euro bearbeiten.

Transformation planmäßig und erfolgreich vorangetrieben

Die BayernLB hat im zweiten Quartal 2020 die langfristigen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf ihr neues strategisches Zielbild intensiv beleuchtet. Dabei wurde die im Dezember 2019 beschlossene Geschäftsstrategie des BayernLB-Konzerns und seiner Segmente im Wesentlichen bestätigt: Die Weiterentwicklung der BayernLB von einem Institut mit universalbanknahem Geschäftsmodell zu einem fokussierten, effizienten Spezialfinanzierer mit der DKB als innovativer Digitalbank unter dem Konzerndach ist der richtige Weg.

Das im Januar 2020 gestartete mehrjährige, umfassende Transformationsprogramm Fokus2024 treibt der Konzern trotz operativer Herausforderungen durch die Pandemie konsequent voran. Entsprechend hat die BayernLB im abgelaufenen Geschäftsjahr wesentliche Meilensteine erreicht. Beispielsweise hat der Konzern IT-Investitionsvorhaben mit einem Volumen von mehr als 700 Mio. Euro bis 2025 auf den Weg gebracht, darunter die Konsolidierung und Modernisierung der Handels-IT und der IT-Banksteuerung in der Kernbank sowie die weitere Intensivierung der Digitalisierung bei der DKB. Darüber hinaus hat die BayernLB Wachstumsinitiativen in der Kernbank und der DKB auf den Weg gebracht. So erhöhte sich beispielsweise die Zahl der Privatkunden bei der DKB um rund 300.000 auf rund 4,6 Millionen. Im Immobiliengeschäft der BayernLB-Kernbank wurde 2020 Neugeschäft in Höhe von 4,9 Mrd. Euro abgeschlossen.

Zudem hat die Kernbank durch eine stringente Umsetzung von Kostenmaßnahmen sowie fortlaufende Effizienzverbesserungen die operativen Kosten um acht Prozent gesenkt und so rund 60 Mio. Euro eingespart. Auch der Personalabbau in der Kernbank verläuft planmäßig. Bis zum Jahresende 2020 konnte vom geplanten und bereits 2020 kommunizierten Personalabbau etwa ein Drittel vertraglich fixiert werden. Daneben wurden grundlegende aufbauorganisatorische und infrastrukturelle Weiterentwicklungen vorangetrieben, darunter der Aufsatz des neuen Masterkreditprozesses, der operative Start der neuen Credit Portfolio Management-Einheit sowie das neue sektorbasierte Zusammenarbeitsmodell im Geschäftsfeld Corporates. Dafür hat die Bank spezielle Teams für die Fokussektoren – Energie, Mobilität, Technologie, Maschinen- und Anlagenbau sowie Bau und Grundstoffe – aufgestellt. In diesen Teams arbeiten Experten aus Kunden-, Projekt-, Analyse- und Researcheinheiten crossfunktional zusammen, um die Kunden mit tiefem Branchenwissen und großer Strukturierungskompetenz bei ihren Finanzierungen zu begleiten.

Geschäftstätigkeit noch stärker auf Nachhaltigkeit ausgerichtet

Die BayernLB hat im Jahr 2020 ihre intensive Ausrichtung auf die Begleitung nachhaltiger Produkte ausgebaut. So hat die Bank sowohl für den eigenen Betrieb, der bereits seit 2015 an allen deutschen Standorten klimaneutral ist, als auch für ihr Geschäftsmodell Maßnahmen vorangetrieben, durch die sich der Konzern auch im Kundengeschäft noch stärker auf Nachhaltigkeit ausrichtet. Unter anderem hat die BayernLB 2020 eine zentrale Einheit für Nachhaltigkeit geschaffen, die direkt an den Vorstandsvorsitzenden berichtet. Bereits heute bestätigen führende ESG-Ratingagenturen der BayernLB ein im Branchenvergleich überdurchschnittliches Engagement für eine nachhaltige Entwicklung. So erreicht der Konzern im Anfang 2020 veröffentlichten Nachhaltigkeitsrating von ISS-ESG eine Top-10 Platzierung unter den insgesamt 95 bewerteten internationalen Banken und wird dafür mit dem renommierten oekom Prime-Status ausgezeichnet. Die DKB wird von ISS-ESG separat bewertet und erhielt im Rating die Note B- in der Branche „Financials/Public & Regional Banks“. Dies entspricht einer „Industry Leaders“-Einordnung. Ein separates Rating erhält auch das Förderinstitut der BayernLB, die BayernLabo – auch sie qualifiziert sich für den Prime-Status.

Ihre Expertise im Bereich Sustainable Finance hat die BayernLB bereits mehrfach unter Beweis gestellt. So hat die Bank ihre nachhaltige Benchmark-Anleihe mit einem Volumen von 500 Mio. Euro sehr erfolgreich am Kapitalmarkt platziert – nach mehreren ESG-Emissionen der DKB (Green Senior Bonds, Blue Social Covered Bond, Social Covered Bond) sowie dem Social Bond der BayernLabo bereits die sechste nachhaltige Anleihe des BayernLB-Konzerns. Zuvor hat die BayernLB als einer der ersten Emittenten Europas ein Green Commercial Paper Programm gestartet und innerhalb weniger Tage mehr als 150 Mio. Euro bei institutionellen Investoren platziert. Ebenso wie die Green Bonds basieren auch die Green Commercial Paper auf dem neuen „Sustainable Financing Framework“ der BayernLB.

Der BayernLB-Konzern verfügt zudem über langjährige Erfahrung und hohe Kompetenz bei der Finanzierung von nachhaltigen Energieanlagen. Die Kernbank hat seit den 1990er-Jahren regelmäßig eine federführende Rolle bei entsprechenden Projektfinanzierungen in Deutschland, Europa und Nordamerika inne. Die DKB ist mit einem Kreditvolumen von über elf Milliarden Euro der größte Finanzierer der Energiewende in Deutschland. Sie hat bereits mehr als 4.700 Anlagen mit einer elektrischen Leistung von fast neun Gigawatt finanziert, die jedes Jahr zwölf Millionen Tonnen CO2 einsparen. Die so produzierte elektrische Energie entspricht dem Bedarf von über fünf Millionen Zwei-Personen-Haushalten.

Darüber hinaus begleitet die BayernLB schon seit Jahren erfolgreich nachhaltige Emissionen ihrer Kunden. So hat sie schon 2016 für einen Windanlagenbauer den ersten grünen Schuldschein weltweit platziert und seither knapp die Hälfte aller nachhaltigen Schuldscheindarlehen begleitet. 2020 hat die BayernLB in führender Rolle den ersten Social Bond der Landeshauptstadt München an den Markt gebracht, das platzierte Volumen belief sich auf 120 Millionen Euro. Das große Know-how bei der Begleitung von Kapitalmarkttransaktionen ergänzt die BayernLB nun durch gezielte Angebote zu Green Loans und ESG-linked Instrumenten.

Ergebnisse der operativen Kundensegmente

Immobilien & Sparkassen/Finanzinstitutionen

Das Segment Immobilien & Sparkassen/Finanzinstitutionen hat ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 175 Mio. Euro erzielt (Vj.: 314 Mio. Euro).

Der Bereich Immobilien trug mit einem Ergebnis vor Steuern in Höhe von 103 Mio. Euro (Vj.: 246 Mio. Euro) erneut maßgeblich zum Segmentergebnis bei. Der deutliche Rückgang gegenüber dem Vorjahr resultiert aus der Entwicklung der Risikovorsorge. Sie lag bei 50 Mio. Euro und dient unter anderem der Abdeckung erwarteter Belastungen aus der Corona-Krise. Dem steht im Vorjahr infol-ge hoher Auflösungen der Risikovorsorge ein positiver Ergebnisbeitrag in Höhe von 116 Mio. Euro gegenüber. Die Summe aus Zins- und Provisionsüberschuss konnte aufgrund der positiven Volumen- und Margenentwicklung auf 239 Mio. Euro ausgeweitet werden (Vj.: 208 Mio. Euro).

Das Ergebnis vor Steuern des Bereichs Sparkassen & Finanzinstitutionen konnte mit 14 Mio. Euro (Vj.: -8 Mio. Euro) gegenüber dem Vorjahr deutlich gesteigert werden. Die Erträge aus Zins- und Provisionsüberschuss lagen bei 126 Mio. Euro und damit leicht über Vorjahresniveau (Vj.: 123 Mio. Euro). Die sehr gute Entwicklung im Geschäft mit Edelmetallen trug wesentlich zu einer Ausweitung des Ergebnisses aus der Fair Value-Bewertung auf 70 Mio. Euro (Vj.: 50 Mio. Euro) bei. Die BayernLB hat 2020 mehr Edelmetalle umgesetzt als je zuvor. Insgesamt haben die Nürnberger Edelmetall-Spezialisten der Bank rund 842 Tonnen an ihre Kunden versandt. Darunter waren rund 69 Tonnen Gold – auch dies war ein neuer Höchstwert für die BayernLB.

Die BayernLabo erzielte ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 33 Mio. Euro (Vj.: 51 Mio. Euro). Der Rückgang resultiert aus einem negativen Bewertungsergebnis aus Marktzinsschwankungen sowie aus einem Anstieg des Verwaltungsaufwands, der u.a. auf aufwändige Projekte zurückgeht. Das Ergebnis vor Steuern der Real I.S. lag mit 19 Mio. Euro (Vj.: 16 Mio. Euro) über Vorjahresniveau. Die BayernInvest erzielte ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 5 Mio. Euro (Vj.: 8 Mio. Euro). Neben der volatilen Marktsituation im Jahr 2020 führten Investitionen in die IT-Infrastruktur zum Rückgang des Ergebnisses.

Corporates & Markets

Das Ergebnis vor Steuern im Segment Corporates & Markets betrug -58 Mio. Euro (Vj.: -30 Mio. Euro). Der Ergebnisrückgang geht im Wesentlichen auf einen Anstieg der Risikovorsorge auf 169 Mio. Euro (Vj.: 81 Mio. Euro) zurück, der maßgeblich aus der Abdeckung erwarteter Belastungen aus der Corona-Krise resultiert. Die Summe aus Zins- und Provisionsüberschuss konnte infolge positiver Margenentwicklung sowie teils provisionsstarker Neugeschäftsabschlüsse im Geschäftsfeld Corporates auf 398 Mio. Euro gesteigert werden (Vj.: 371 Mio. Euro). Weitere positive Beiträge zur Ertragsentwicklung im Segment wurden im Zinsderivate- und Fremdwährungsgeschäft bei Markets erwirtschaftet. Der Verwaltungsaufwand ging auf 327 Mio. Euro zurück (Vj.: 365 Mio. Euro). Dies reflektiert neben coronabedingt geringeren Aufwendungen erste Ergebnisse aus der Fokussierung im Kapitalmarktgeschäft.

DKB

Das Segment DKB hat ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 264 Mio. Euro erwirtschaftet (Vj.: 301 Mio. Euro). Der erwartungsgemäße Rückgang des Ergebnisses geht auf strategische Investitionen in Vertrieb und Digitalisierung sowie gestiegene Aufwendungen aus Bankenabgabe und Einlagensicherung zurück. Darüber hinaus wurden Rückstellungen für Transformations- und Restrukturierungsmaßnahmen gebildet. Die Summe aus Zins- und Provisionsüberschuss konnte im Vergleich zum Vorjahr leicht gesteigert werden. Sie lag bei 968 Mio. Euro (Vj.: 952 Mio. Euro). Die Risikovorsorge fiel trotz zusätzlicher Zuführungen für mögliche künftige Kreditausfälle aus der Corona-Krise mit 44 Mio. Euro geringer aus als im Vorjahr (Vj.: 58 Mio. Euro). Der Grund hierfür ist die anhaltend gute Portfolioqualität. Der Verwaltungsaufwand stieg wegen der strategischen Investitionen auf 653 Mio. Euro (Vj.: 577 Mio. Euro). Die DKB hat die Zahl ihrer Privatkunden auf rund 4,6 Millionen (Vj.: rund 4,3 Millionen) gesteigert und damit ihre Position als zweitgrößte Direktbank und einer der Marktführer im digitalen Banking in Deutschland weiter gefestigt. Die zum Segment zählende Tochter Bayern Card-Services (BCS) erzielte bei weitgehend stabiler operativer Geschäftsentwicklung ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 7 Mio. Euro (Vj.: 10 Mio. Euro).

Ausblick

Für das Gesamtjahr erwartet der Konzern ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 200 bis 400 Mio. Euro. Aufgrund der unsicheren weiteren Entwicklung der Corona-Pandemie und der möglichen, aktuell nicht abschätzbaren Auswirkungen auf die deutsche Volkswirtschaft und die Finanzmärkte, unterliegt die Prognose einer erhöhten Unsicherheit.

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