BayernLB Research Perspektiven - Preisstabilität gibt’s nicht zum Nulltarif
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Preisstabilität gibt’s nicht zum Nulltarif

Die schnellere Gangart der Geldpolitiker wird sich bremsend auf die Konjunktur auswirken, aber keine schnellen Erfolge auf der Inflationsseite liefern.

Perspektiven Ausgabe 05/2022 (25.5.2022)

Kurz & klar

  • Ukraine-Krieg und Null-Covid-Politik in China belasten Konjunktur und Preisstabilität.
  • Fed und EZB drehen schneller als erwartet an der Zinsschraube.
  • Die straffere Geldpolitik bremst die Konjunktur.
  • Die Inflation ist am/nahe des Gipfels, der Abstieg ist aber langsam.
  • Wir behalten unsere Asset-Allokation bei und erwarten anhaltend volatile Märkte.

Video: Auf einen Espresso mit Chefvolkswirt Jürgen Michels

Editorial

Vor einem Monat haben wir getitelt, dass die Zentralbaken zur Tat schreiten. Die Fed hat dies in der Zwischenzeit unter Beweis gestellt und die EZB gibt sich nun deutlich tatenfreudiger als Ende April. Dies haben wir in unseren neuen Prognosen berücksichtigt und erwarten nun auf beiden Seiten des Atlantiks schnellere Zinsanhebungen auf ein insgesamt höheres Niveau.

An den Finanzmärkten hat die größere Bestimmtheit der Zentralbanken, die Inflation wieder nach unten zu bringen, bereits Wirkung gezeigt, wie der Rückgang der Inflationserwartungen und die zwischenzeitliche Gipfelbildung bei 10-jährigen Renditen für US- und deutsche Staatsanleihen zeigen. Auch wenn in den USA der Inflationsgipfel bereits im April erreicht wurde und wir im Euro-Raum über den Sommer eine Konsolidierung auf sehr hohem Niveau erwarten, wird die schnellere Gangart keine schnellen Erfolge auf der Inflationsseite liefern. Aber die Verschärfung der Finanzierungskonditionen...

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