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Unternehmen spüren Preisdruck

Das ifo Geschäftsklima dürfte sich im Februar bei höheren Erwartungen und sinkender Lage kaum bewegen. Interessanter ist die Herausbildung eines preissteigernden Umfeldes. Das treibt Fed und EZB um.

Kommende Woche wird mit der Veröffentlichung des ifo Geschäftsklimas für Februar eingeläutet. Der traditionell wichtigste Frühindikator für das deutsche Bruttoinlandsprodukt fasst Umfrageergebnisse aus den wichtigsten Wirtschaftssektoren zusammen und hat in den letzten Monaten einen wahren Parforceritt hingelegt. Zum Jahresbeginn 2020 noch einen Abschwung anzeigend, wurden innerhalb eines Kalenderjahres alle Sektoren durchschritten. Nun bewegt man sich wegen des Lockdowns wieder Richtung Rezession. Ob es dazu kommt, darf noch bezweifelt werden, hat die Bundesregierung doch eine Lockerung der Restriktionen ab März in Aussicht gestellt. Insbesondere im Dienstleistungssektor wird man aufatmen. Es ist folglich mit einem Anstieg der Erwartungskomponente zu rechnen, bei gleichzeitig eingetrübter Lageeinschätzung. Der Zeiger der Konjunkturuhr wird sich Richtung Zentrum bewegen. Darüber hinaus gewährt die ifo Umfrage Einblick in die Geschäftsbedingungen der Unternehmen. So geben immer mehr Industriebetriebe sinkende Lagerbestände bei gleichzeitig gestiegenen Produktionserwartungen und höherem Preissetzungsspielraum zu Protokoll. Die PMIs haben bereits auf höhere Einkaufspreise hingedeutet. All diese Faktoren bereiten einen guten Nährboden für höhere Inflation, sollte die Binnennachfrage bald wieder anspringen.

Der Wochenfahrplan
Frühindikatoren aus Deutschland und weltweite Preisentwicklung stehen diese Woche im Fokus.

Lesen Sie weiter Unternehmen spüren Preisdruck (22.2. – 26.2.2021, Die Woche)

Weitere Ausgaben (Januar 2021/Februar2021)

Am 12. Februar startet China ins Neujahrsfest; das Jahr des Büffels, der für Führung steht, wird eingeläutet. Gefeiert wird mit guten Wachstumszahlen, einer starken Leitwährung und einer e-Yuan-Lotterie. Chinesische Stärke zum Neujahrsfest (15.2. – 19.2.2021, Die Woche)

Das Verarbeitende Gewerbe erweist sich derzeit als Konjunkturstütze, wie die Produktionszahlen nächste Woche erneut belegen werden. Auch für das erste Quartal 2021 schaut es (noch) gut aus. Auf die deutsche Industrie ist Verlass (8.2. – 12.2.2021, Die Woche)

Am Dienstag wird das BIP-Wachstum der EU-Länder für das Gesamtjahr und Q4 2020 veröffentlicht. Für Q4 gibt es bislang positive Überraschungen. Der US-Arbeitsmarktbericht dürfte aber enttäuschen.
Rekord-Rezession schwarz auf weiß (1.2. – 5.2.2021, Die Woche)

In einer prall gefüllten Daten-Woche liegt der Fokus auf dem Q4-BIP für Deutschland & die USA. Der US-Konjunktureuphorie durch die Biden-Pläne dürften selbst enttäuschende Daten keinen Abbruch tun.
US-Konjunktureuphorie dank Mega-Ausgaben (25.1. – 29.1.2021, Die Woche)

Das Jahr 2021 beginnt in Europa vielerorts mit einem konjunkturellen Kaltstart. In Deutschland wurde der Lockdown verschärft. Ein positives Winterquartal erscheint zunehmend ausgeschlossen.
Wirtschaft im Corona-Winter (18.1. – 22.1.2021, Die Woche)

2021 beginnt turbulent. Mit der blauen Welle durch die Hintertür ist der Markt dennoch in Hochstimmung. Datenseitig stehen an: US-Inflation & Industrieproduktion sowie das deutsche BIP 2020.
Turbulenter Jahresauftakt (11.1.2021 - 15.1.2021, Die Woche)