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US-Konjunktureuphorie dank Mega-Ausgaben

In einer prall gefüllten Daten-Woche liegt der Fokus auf dem Q4-BIP für Deutschland & die USA. Der US-Konjunktureuphorie durch die Biden-Pläne dürften selbst enttäuschende Daten keinen Abbruch tun.

Nach den extremen Ausschlägen in beide Richtungen in Q2 und Q3 dürfte das nächste Woche erscheinende US-BIP für das Schlussquartal 2020 wieder in einer etwas gewöhnlicheren Größenordnung ausgefallen sein. Die von uns erwarteten 4,9% (annualisiert) entsprechen dabei fast exakt dem Einbruch in Q1. Dennoch stünde damit am Ende ein Minus von 3,5% für das Gesamtjahr zu Buche, was wiederum verglichen mit dem Euro-Raum (etwa -7%) oder UK (fast minus 11%) weniger dramatisch erscheint. Die USA haben dafür aber auch tief in die Tasche gegriffen und das Haushaltsdefizit auf über 15% katapultiert (wobei UK dies mit einem Defizit von 18% sogar übertroffen hat). Das scheint die neue Biden-Administration aber nicht davon abzubringen, auch dieses Jahr das fiskalische Gaspedal bis zum Anschlag durchzudrücken. Es muss nicht einmal alles von den Biden-Plänen (1,9 Billionen USD) in diesem Jahr umgesetzt werden, um (zusammen mit den bereits beschlossenen 900 Mrd.) das Defizit erneut über 15% zu katapultieren. Man muss bei diesen Summen auch keine allzu großen Fiskalmultiplikatoren unterstellen, um ein hohes BIP-Wachstum für 2021 in den USA zu bekommen, weshalb selbst ein entgegen unseren Erwartungen enttäuschendes Q4-BIP die US-Konjunktureuphorie kaum bremsen würde.

Der Wochenfahrplan
Eine prall gefüllte Woche kulminiert in den Q4-BIP-Veröffentlichungen für die USA (Do.) und DE bzw. FR (Fr.).

Lesen Sie weiter US-Konjunktureuphorie dank Mega-Ausgaben (25.1. – 29.1.2021, Die Woche)

Weitere Ausgaben (Januar 2021/Dezember 2020)

Das Jahr 2021 beginnt in Europa vielerorts mit einem konjunkturellen Kaltstart. In Deutschland wurde der Lockdown verschärft. Ein positives Winterquartal erscheint zunehmend ausgeschlossen.
Wirtschaft im Corona-Winter (18.1. – 22.1.2021, Die Woche)

2021 beginnt turbulent. Mit der blauen Welle durch die Hintertür ist der Markt dennoch in Hochstimmung. Datenseitig stehen an: US-Inflation & Industrieproduktion sowie das deutsche BIP 2020.
Turbulenter Jahresauftakt (11.1.2021 - 15.1.2021, Die Woche)

Nach der EZB ist vor der Fed. Hier ist allerdings keine vergleichbare Adjustierung zu erwarten. Außerdem im Fokus: die wichtigen Stimmungsindikatoren für das Konjunkturbild zum Jahreswechsel.
2020: Das Jahr der großen Verwerfung (21.12.2020 - 8.1.2021, Die Woche)

Nach der EZB ist vor der Fed. Hier ist allerdings keine vergleichbare Adjustierung zu erwarten. Außerdem im Fokus: die wichtigen Stimmungsindikatoren für das Konjunkturbild zum Jahreswechsel.
Hoffnungsschimmer vor Weihnachten? (14.12. - 18.12.2020, Die Woche)

Mit markigen Worten hat die Notenbank eine Lockerung angekündigt. Das Ausmaß bleibt spannend, ein falsches Austarieren könnte EU-Hilfsprogramme torpedieren. Datenhighlight: Produktion in Deutschland.
Die EZB muss den Worten Taten folgen lassen (7.12. - 11.12.2020, Die Woche)

In Brüssel wird hart um den EU-Haushalt gerungen. Trotz verhärteter Fronten erwarten wir im Dezember eine Einigung. In Deutschland schauen wir auf Auftragseingang, in den USA auf Arbeitsmarkt und ISM.
Riskantes Veto von Polen und Ungarn (30.11. - 4.12.2020, Die Woche)