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Whatever it took

Neben der Nachlese der Unterhaus-Entscheidung zum Brexit wird kommende Woche die letzte EZB-Sitzung mit Draghi im Fokus stehen.

Angesichts der unzähligen Kontroversen innerhalb des Rates dürfte es auf Draghis letzter Sitzung nächste Woche keine klaren geldpolitischen Signale geben. Blickt man indes auf Draghis Präsidentschaft zurück wird deutlich, dass die EZB unter ihm (zuvor kaum vorstellbare) geldpolitische Lockerungsmaßnahmen beschloss. Diese führten dazu, dass es bei EUR-USD zu einer Niveau-Verschiebung nach unten kam (von 1,30 bis 1,40 auf 1,10 bis 1,20) und der (durchschnittliche) Risikoaufschlag der Peripherie (Italien, Spanien und Portugal hier) gegenüber Bundesanleihen auf rund 100 BP gedrückt wurde. Marktseitig wird bereits auf die Lagarde-Ära geschielt. Wir rechnen damit, dass mit Lagarde als EZB-Präsidentin weitere „roten Linien“ in Sachen QE überschritten werden. In den nächsten Monaten dürften aber erst einmal weitere Zinssenkungen auf der Agenda stehen.

Was in der nächsten Woche wichtig wird

Die Stimmung im Euro-Raum dürfte sich aufgrund der kurzfristigen politischen Entspannungssignale zumindest nicht verschlechtert haben. In den USA erwarten wir hingegen eine weitere Eintrübung.

Lesen Sie weiter Whatever it took, Die Woche 21.10.– 25.10.2019