Digitalisierung, Technologie und Maschinenbau
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Research

Digitalisierung, Technologie und Maschinenbau

Werkzeugmaschinen: Volle Auftragsbücher, gedämpfte Stimmung (26.7.2022)

Trotz der guten Auftragslage ist die Stimmung im deutschen Werkzeugmaschinenbau getrübt. Die durch den Ukraine-Krieg forcierte Energiewende bietet der Branche indes Chancen für neue Geschäftsfelder.

Kurz & klar

  • Die Aussichten des deutschen Werkzeugmaschinenbaus werden durch Lieferengpässe, den Ukraine-Krieg, hohe Energie- und Rohstoffpreise sowie die strikte Null-Covid-Politik Chinas getrübt. 2022 ist ein reales Produktionsplus von ca. 2% möglich.
  • Deutschland konnte 2021 seine Position als Exportweltmeister behaupten. Der Anteil dt. Exporte an den weltweiten Ausfuhren sank jedoch ggü. 2020 von 20% auf 18%.
  • Die fortschreitende Digitalisierung und Vernetzung, die Trends zur Elektromobilität und mehr Nachhaltigkeit/Klimaschutz bieten Chancen für neue Geschäftsfelder.

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Industrial Internet of Things: Nervensystem der digitalen Fertigung (1.6.2022)

Das industrielle Internet der Dinge (IIoT) hat sich als zentrales Element der digitalen Transformation etabliert. Das Rennen um die digitale Vorherrschaft in der Industrie ist indes noch offen.

Kurz & klar

  • Die digitale Transformation der Industrie schreitet unaufhaltsam voran. Eine Schlüsselrolle bei der umfassenden Vernetzung von Maschinen, Anlagen und Geräten kommt dabei dem industriellen Internet der Dinge (IIoT) zu.
  • Das IIoT bietet der Industrie eine Fülle an Möglichkeiten, ihre Service- und Prozesseffizienz zu steigern und sich strategisch (neu) zu positionieren. Zudem ist es die Basis für neue serviceorientierte Geschäftsmodelle.
  • Die Landschaft an IIoT-Plattformen ist noch sehr zerklüftet und das Rennen um die digitalen Dienste in der Industrie offen. Auch wenn Deutschland in der Plattformökonomie bisher eher eine untergeordnete Rolle spielt, stehen die Chancen nicht schlecht, im industriellen Umfeld führend zu bleiben.
  • Da IIoT-Plattformen eine Schlüsselrolle bei der Vernetzung von Maschinen, Anlagen und Geräten einnehmen, ist es von entscheidender Bedeutung, wer in Zukunft die Oberhand über diese Technologie und die damit verbundenen Daten gewinnt.

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Digitale Infrastruktur: Von der Cloud bis zur Edge (2.3.2022)

Die Erfolgsstory "Cloud Computing" sollte sich auch in den nächsten Jahren fortsetzen. Daneben zeichnet sich mit Edge Computing bereits der nächste Megatrend ab.

Kurz & klar

  • Das Cloud-Computing ist eine der prägendsten technologischen Entwicklungen der letzten Jahre. Die Migration auf die Cloud ermöglicht es Unternehmen, erhebliche Vorteile bei Zusammenarbeit, Automatisierung, Skalierung, Innovation und Agilität zu realisieren. Dieser Trend dürfte in den kommenden Jahren weiter anhalten.
  • Alle Segmente des Cloud-Marktes werden mit deutlich zweitstelligen Wachstumsraten zulegen. Die Dominanz der Big3 (AWS, Azure und Google Cloud) dürfte für die europäischen Anbieter selbst auf ihrem Heimatmarkt schwer zu brechen sein.
  • Die globale Datenexplosion in Kombination mit erhöhten Latenzanforderungen von Anwendungen der neuen Generation erfordert einen neuen Ansatz der Datenverarbeitung. Der neue Trend „Edge Computing“ löst die Problematik der Verarbeitung der riesigen Datenmengen und des Datentransfers.

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Kunststoff- und Gummimaschinen: Hoffnungsträger Kreislaufwirtschaft (14.2.2022)

Die Kreislaufwirtschaft bietet der kunststoffverarbeitenden Industrie die Chance, ihr Image „aufzupolieren“. Davon profitieren auch die entsprechend vorgelagerten Maschinenbauer.

Kurz & klar

  • Das Imageproblem von Kunststoffen spiegelt sich auch bei den Herstellern der entsprechenden Maschinen wider. Gleichwohl hat die Corona-Krise dem Segment ein Comeback beschert, vor allem im Verpackungs- und Medizinbereich.
  • Ein nachhaltiger Imagewandel ist jedoch nur über eine funktionierende Kreislaufwirtschaft realisierbar. Mit dem „Green Deal“ bzw. dem Aktionsplan für die Kreislaufwirtschaft will die EU hierfür einen passenden Rahmen schaffen.
  • Die sehr gut positionierten deutschen Hersteller von Kunststoff- und Gummimaschinen können von der Kreislaufwirtschaft an den unterschiedlichsten Stellen der Wertschöpfungskette profitieren

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Landtechnik: Mit Smart Farming in die digitale und nachhaltige Zukunft (20.1.2022)

Die Digitalisierung schreitet auch in der Landwirtschaft mit großen Schritten voran. Für die Hersteller deutscher Landtechnik birgt dies Chancen und Risiken zugleich.

Kurz & klar

  • Die Landtechnik ist einer der größten Maschinenbaufachzweige in Deutschland. Die Digitalisierung hat längst Einzug gehalten („Landwirtschaft 4.0“) und die Industrie maßgeblich verändert.
  • Neben der Steigerung der Produktivität sowie der Reduktion von körperlichen Arbeitsbelastungen steht beim „Smart Farming“ (Einsatz moderner IKT in der Landwirtschaft) auch ein schonender Umgang mit Umwelt und Ressourcen im Fokus.
  • Deutschland zählt bei der Fertigung und dem Einsatz moderner Landtechnik zu den weltweit führenden Nationen. In der Gründerszene besteht hingegen Nachholbedarf, in deutsche Agrar-Start-ups wird, anders als in den USA, zu wenig investiert.

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Antriebstechnik: Wandel mit Chancen (11.10.2021)

Die Ära des Verbrennungsmotors läuft aus – mit weitreichenden Folgen für die Hersteller der Antriebstechnik. Gleichwohl ist diese als innovativer Lösungsgeber weiterhin mehr als gefragt.

Kurz & klar

  • Die Mobilitätswende hat massive Auswirkungen auf die Hersteller der Antriebstechnik entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
  • Auch wenn offen ist, welche Technologie (Batterie, Brennstoffzelle, etc.) sich langfristig durchsetzen wird, setzen die meisten Anbieter auf batteriebetriebene Fahrzeuge.
  • Die konjunkturellen Aussichten der Antriebstechnik sind positiv, werden jedoch durch Materialknappheit und steigende Infektionszahlen in wichtigen Absatzmärkten getrübt.

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Fördertechnik: Digitale Lösungen für die Unternehmenslogistik (26.07.2021)

Das Thema Industrie 4.0 ist bei der Fördertechnik auf nahezu allen Ebenen angekommen. Zentrale Rollen bei diesem Transformationsprozess nehmen die Robotik und fahrerlose Transportsysteme ein.

Kurz & klar

  • Die deutschen Hersteller von Fördertechnik erleiden infolge von Corona den stärksten Produktionseinbruch seit der Finanzkrise. Der Ausblick für 2021 ist verhalten positiv.
  • Deutschland ist seit Jahren Exportweltmeister bei der Fördertechnik – dicht gefolgt von China. Die wichtigste Absatzregion ist die EU, wichtigster Einzelmarkt die USA.
  • Der Digitalisierungsprozess bei der Intralogistik / Fördertechnik ist in vollem Gange; zentrale Rollen nehmen dabei die Robotik und fahrerlose Transportsysteme ein.

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Werkzeugmaschinenbau: Vernetzter, digitaler und nachhaltiger (22.7.2021)

Die Hersteller deutscher Werkzeugmaschinen spüren wieder Aufwind. Die Digitalisierung sowie die Trends zur Elektromobilität und mehr Klimaschutz bieten Chancen für neue Geschäftsfelder.

Kurz & klar

  • Die deutschen Werkzeugmaschinenbauer blicken wieder optimistischer in die Zukunft. Nach zwei schlechten Jahren dürfte die Produktion 2021 kräftig wachsen.
  • Trotz der herben Einbußen infolge von Corona kann Deutschland seinen Titel als Exportweltmeister behaupten. Gleichwohl holt Hauptkonkurrent China weiter auf.
  • Die fortschreitende Digitalisierung und Vernetzung sowie die Trends zur Elektromobilität und mehr Nachhaltigkeit/Klimaschutz bieten Chancen für neue Geschäftsfelder.

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Halbleiter - Der Chip-Mangel hält die Welt in Atem (13.7.2021)

Der Mangel an Halbleitern führt zu Belastungen in nahezu allen Branchen. Kurzfristig sind die Kapazitäten vollständig ausgelastet, sodass mit einer Entspannung erst ab H2 2022 zu rechnen ist.

Kurz & klar

  • Versorgungsengpässe bei Rohstofflieferanten, Werksausfälle, geopolitische Spannungen zwischen China und den USA sowie ein durch die Corona-Pandemie verzerrter Markt sind die Gründe für den Angebotsengpass bei Halbleitern. Dieser dürfte sich erst bis Mitte 2022 weitgehend auflösen.
  • Die mangelnde Verfügbarkeit von Halbleitern führt zu Belastungen in nahezu allen Abnehmerbranchen (insbesondere Automobil), die sich aufgrund bereits limitierter Kapazitäten kurzfristig nicht verringern lassen. Diverse Abnehmer dürften zukünftig einer strategischen Vorratshaltung eine höhere Bedeutung zukommen lassen.
  • Auch langfristig dürfte sich der Aufwärtszyklus in der Halbleiterindustrie fortsetzen. Insbesondere die Nachfrage aus der Automobilbranche (höhere Penetration von EFahrzeugen) sowie der Data Centers sollte sich in den kommenden Jahren kräftig fortsetzen.

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Robotik und Automation: Corona als Katalysator für die Digitalisierung (13.01.2021)

Die Robotik durchlebt schwierige Zeiten. Die Corona-Krise treibt die Automatisierung aber voran, da sie ohnehin bestehende Trends der Branche beschleunigt.

Kurz & klar

  • Die Corona-Krise hat das Segment Robotik und Automation hart getroffen. Mit einer nachhaltigen Erholung ist frühestens ab dem 2. Halbjahr 2021 zu rechnen.
  • Deutschland ist in Europa die am stärksten automatisierte Volkswirtschaft. Hauptabnehmer von Industrierobotern ist die Automobil- und deren Zulieferindustrie.
  • Ein weltweiter Trend bleibt die Kooperation von Mensch und Roboter. Ein hohes Marktpotenzial geht von kollaborativen Robotern (Cobots) und Servicerobotern aus.

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Künstliche Intelligenz - Die digitale Revolution (11.01.2021)

Künstliche Intelligenz hält verstärkt Einzug in die Industrie. Die Potentiale sind enorm. Doch was verbirgt sich genau hinter dieser Schlüsseltechnologie und wie kommt sie zum Einsatz?

Kurz & klar

  • Das Potenzial durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in der deutschen Industrie beläuft sich bis 2025 auf ca. 488 Mrd. Euro. Die inzwischen ausgereiften KI-Verfahren mit dem Kernelement des Machine Learning setzen sich immer mehr durch und eröffnen Unternehmen ungeahnte Möglichkeiten von der Prozessoptimierung bis hin zu Geschäftsmodellinnovationen.
  • Auch wenn Unternehmen das Potenzial von KI-Technologien erkennen, ergeben sich insbesondere für KMUs Herausforderungen durch den Mangel an qualifizierten Fachkräften, dürftige Datenqualität und restriktive Datenschutzbestimmungen.
  • Da der KI-Wertbeitrag langfristig exponentiell wächst, sollten sich auch in den entwickelten Volkswirtschaften positive Wachstumseffekte bemerkbar machen. Während sich die Wirtschaftsleistung bis 2035 schätzungsweise verdoppeln könnte, ist zugleich mit einem Beschäftigungsrückgang von bis zu 12% zu rechnen.
  • Der Kampf um die KI-Vorherrschaft ist in vollem Gange. Europa droht den Anschluss an die USA und China zu verlieren.

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