#vollerEnergie: ECAs in Griechenland
BayernLB

#vollerEnergie: ECAs in Griechenland

Wer denkt bei mehr als 250 Sonnentagen bzw. 3.000 Sonnenstunden im Jahr nicht gerne an den nächsten Urlaub in Griechenland? Statt Ouzo und Souflaki hat unser Kollege Nick Mielke das dort vorhandene, signifikante und größtenteils ungenutzte Potenzial für den europäischen Energie-Mix im Blick. Über die Herausforderungen und Chancen, mit ECAs tragfähige und attraktive Finanzierungskonzepte für Windparks und Photovoltaikanlagen zu realisieren, spricht er im Video.

Im Gespräch mit Nick Mielke, Sector Renewable Energy, Trade & Export Finance.

Erneuerbare Energien sind mehr denn je im Fokus. Im Sektor „Erneuerbare Energien“ hat die BayernLB ihr Know-how rund um die grüne, ressourcenschonende Form der Energieerzeugung gebündelt und bietet so eine tiefe und einzigartige Expertise entlang der gesamten Wertschöpfungskette für grüne Investments. Neben exzellentem Produkt Know-How gehört dazu auch ein Verständnis des jeweiligen lokalen Marktes. Ich bin in einem nicht ganz ungewöhnlichen Land unterwegs - in Griechenland.

Welche Chancen bietet dieses Land, das viele wahrscheinlich eher mit Urlaub, Ouzo und Souflaki verbinden? Und welche Rolle spielt es für den europäischen Energiemarkt?

Gute Werte bei Sonneneinstrahlung und Windgeschwindigkeit machen Griechenland zu einem interessanten Wachstumsmarkt in Bereich der Erneuerbaren Energien. Mit mehr als 250 Sonnentagen - oder 3000 Sonnenstunden im Jahr – und starken Windwerten hat Griechenland noch ein signifikantes und größtenteils ungenutztes Potenzial, was einen wertvollen Beitrag zum europäischen Energie-Mix leisten kann. Kombiniert mit einem attraktiven System bietet Griechenland fast die perfekten Voraussetzungen für langfristige Finanzierungen. Aber: Eben nur fast! Denn das erst relativ neu implementierte staatliche System für Einspeisevergütung stellt noch sehr oft zu große Hürden für langfristige Investitionen dar. Hinzukommen frühere Tarifkürzungen sowie staatliche Probleme in der Vergangenheit.

Wie geht ihr mit diesen Herausforderungen um?

Als Fortschrittsfinanzierer sehen wir die Möglichkeit, staatliche Exportkreditversicherer – so genannte ECAs - risikomitigierend einzusetzen. Dieser Lösungsansatz bringt neben einer erhöhten politischen und wirtschaftlichen Sicherheit auch andere Vorteile mit sich, welche perfekt für Erneuerbare Energien geeignet sind.

Was sind ECAs und wie gestaltet sich die Finanzierung dazu?

ECAs („Export Credit Agencies“) sind staatliche Versicherungen, welche einen bestimmten Anteil des Risikos absichern. Wir sehen hier die Rolle der ECAs als essentiell an, da sie den nötigen Komfort für Banken und damit verbundenen Finanzierungen mitbringen. Vorteile sind neben der Risikoabsicherung auch lange Finanzierungslaufzeiten mit bis zu 18 Jahren Rückzahlungszeitraum für Erneuerbare Energien. Die lange Laufzeit steht damit perfekt im Einklang mit den oft kostenintensiven Investments bei Windparks oder Photovoltaikanlagen. Durch die Einbindung von ECAs und der damit verbundenen Sicherheitenstruktur wird Finanzinstituten auch ein weiterer Spielraum in der Preisgestaltung gegeben, wodurch unseren Kunden attraktive Finanzierungsbedingungen geboten werden können. Um den Herausforderungen im griechischen Markt zu begegnen und den Ausbau von Erneuerbaren Energien schnell und effizient voranzutreiben kombinieren wir unser Strukturierungs-Know-how mit innovativen ECA Elementen, um so maßgeschneiderte Finanzierungslösungen für unsere Kunden bereitzustellen. Das ist für uns Fortschritt!