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US-Arbeitslosigkeit sprengt Skala

Die Corona-Welle hat die USA voll erfasst. Im Gegensatz zu Europa schlägt sich dies unmittelbar auf dem Arbeitsmarkt nieder. Besserung ist zunächst nicht in Sicht.

Notenbanken und Regierungen weltweit eilen als Wirtschaftsfeuerwehr zu Hilfe, um die Auswirkungen der Corona-Pandemie einzudämmen. Eine Rezession und damit auch Bremswirkungen am Arbeitsmarkt können sie aber nicht verhindern, auch da aktuell weiterhin das Problem durch die Quarantänemaßnahmen bei dem gesamtwirtschaftlichen Angebot und nicht so sehr in einer Nachfrageschwäche liegt. Vor allem in den USA dürfte sich der schnelllebige Arbeitsmarkt unmittelbar eintrüben. Die Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung (für die Woche 16.3.-21.3.) hatten gestern mit 3,3 Millionen bisher ungekannte Höhen erklommen. Selbst in den Hochzeiten der Finanzkrise war dies nicht annähernd im selben Ausmaß der Fall. Das Potenzial für eine Eintrübung auf dem Arbeitsmarkt ist zudem gewaltig, da allein im von den Quarantänemaßnahmen stark betroffenen Reise-, Gast- und Freizeitgewerbe in den USA mehr als 15 Mio. Menschen beschäftigt sind und hiervon ein großer Teil aktuell dem Risiko der Arbeitslosigkeit unterliegt. Vollends in der März-Arbeitsmarktzahl durchschlagen dürfte dies zwar noch nicht. Das liegt aber vor allem daran, dass der Erhebungszeitraum bereits vor knapp zwei Wochen lag. Das bedeutet vor allem Eines: Die offiziellen April-Arbeitsmarktzahlen (Veröffentlichung am 8.5.) dürften die am nächsten Freitag anstehenden März-Daten in ihrer Tiefe noch deutlich übertreffen.

Was in der nächsten Woche wichtig wird

Während in Europa die ersten Inflationsmaße in der Corona-Krise veröffentlicht werden, steht in den USA eindeutig der Arbeitsmarktbericht im Fokus.

Lesen Sie weiter US-Arbeitslosigkeit sprengt Skala (30.3. – 3.4.2020, Die Woche)