BayernLB

Studien und Marktberichte

Zukunft der Logistikimmobilien und Standorte aus Nutzersicht. Mythen. Moden. Trends.

Die Assetklasse „Logistikimmobilie“ rückt derzeit immer mehr in den Fokus von Investoren aber auch von Banken. In der BayernLB beschäftigen wir uns seit vielen Jahren mit der Finanzierung von Logistikimmobilien. Der Finanzierungsanteil dieses Segments gewinnt in unserem Portfolio überproportional an Bedeutung. Wir messen der Finanzierung von Logistikimmobilien auch weiterhin einen zunehmenden Stellenwert bei und gehen davon aus, dass die Marktattraktivität der Assetklasse in den nächsten Jahren auf hohem Niveau bleiben wird.

Während sich durch das Wachstum der Logistikbranche viele Möglichkeiten und Chancen ergeben, entstehen gleichzeitig große Herausforderungen, insbesondere durch den E-Commerce in Verbindung mit der Digitalisierung und der Ausrichtung der Logistik hin zu einer verbraucherorientierten Supply Chain. Deshalb ist es enorm wichtig, als Finanzierer die künftige Entwicklung des sehr dynamischen Logistikimmobilien-Marktes eng zu begleiten und unser Know-How hier weiter hoch zu halten.

Wichtig ist es, für künftige Entwicklungen möglichst gut vorbereitet zu sein. Die Studie enthält eine aus unserer Sicht einmalige umfassende Zusammenstellung aller bedeutenden Trends, Tendenzen und Anforderungen für Logistikimmobilien und Standorte. Als Mitsponsor sind wir überzeugt, dass die von der Logistikinitiative Logix beauftragte Studie dazu einen erstklassigen Beitrag liefert, weil sie sowohl auf wissenschaftlicher Basis als auch unter Einbeziehung vieler Experten aus der Praxis erstellt wurde. Damit war es möglich, die künftige Relevanz der verschiedenen Themen deutlich zu differenzieren.

Immobilienmarkt Deutschland

Der Immobilienmarkt in Deutschland profitiert weiterhin von günstigen volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Das anhaltend niedrige Zinsniveau befeuert Investments in Immobilien sowohl auf privater als auch auf institutioneller Seite. Die Risiken für Preisübertreibungen nehmen dabei zu. Konjunkturell stehen aber, wie auch auf Zinsseite, die Ampeln weiterhin auf grün. In den Immobilien-Assetklassen ergeben sich dabei unterschiedliche Ertragsaussichten.

Das unerwartete Brexit-Votum hat die Investoren national wie international aufgeschreckt. Konjunkturell werden die Auswirkungen vor allem in Großbritannien, aber auch in abgemilderter Form in Kontinentaleuropa spürbar sein. Die Effekte am deutschen Immobilienmarkt dürften aber insgesamt begrenzt bleiben.

Auch sind in einzelnen Marktsegmenten sogar positive Effekte des Brexit-Votums möglich, wenngleich nicht ausgemacht. So gilt der deutsche Immobilienmarkt im internationalen Vergleich als relativ sicher, was in einer Phase erhöhter Unsicherheit zum Kaufargument werden könnte.

Wohnimmobilienmarkt Deutschland: TOP 7-Standorte mit weiterem Aufwärtspotential

Vor dem Hintergrund der aktuellen Preissteigerungen führt die BayernLB regelmäßig eine Analyse der TOP 7-Standorte durch, um Warnsignale rechtzeitig zu identifizieren und Änderungen in der Finanzierungspolitik vorzunehmen. Unsere Analyse zeigt, dass die Preissteigerungen im Vergleich zu den letzten Jahren aufgrund einer höheren Bautätigkeit bereits geringer ausfallen. Zusätzlich werden diese unserer Meinung nach derzeit zu einem großen Teil durch gute wirtschaftliche Rahmendaten der Standorte fundamental begründet.

Angesichts der Rezession im Euro-Raum nach der Finanzkrise und den weiterhin unvollständigen Krisenmechanismen in der Währungsunion drängt sich die Frage auf, wie sensitiv die Analyseergebnisse in einem Szenario sind, in dem die Konjunktur erneut in ähnlicher Weise getroffen wird. Wir haben daher ein Stressszenario einer Rezession entwickelt, die im Ausmaß in etwa die konjunkturellen Auswirkungen der Finanzkrise widerspiegelt, jedoch zeitlich noch etwas länger wirkt, da der Spielraum der Geld- und Fiskalpolitik in vielen Regionen inzwischen begrenzt ist. Im Ergebnis verschlechtert sich die Risikoeinschätzung aller Standorte. Um die Attraktivität der Standorte wieder auf das ursprüngliche Niveau zu heben ergibt sich in der Modellsimulation ein negatives Preisveränderungspotential der Kaufpreise von 25% (z.B. München) bis 35% in Berlin.