Die Zukunftsgestalter - Zollner Elektronik AG
BayernLB

Die Zukunftsgestalter - Zollner Elektronik AG

Vom Ein-Mann-Betrieb zum Hightech-Unternehmen: Der BayernLB-Kunde Zollner Elektronik AG aus dem Landkreis Cham kann auf eine extrem erfolgreiche Unternehmensgeschichte zurückblicken und bietet innovative Lösungen für die Zukunft. Von Ute Klein

Fabelhaft! So kann die Erfolgsgeschichte des Hightech-Unternehmens Zollner Elektronik AG charakterisiert werden. Gegründet als Ein-Mann-Betrieb in den 60er Jahren, beschäftigt Zollner heute über 11.500 Menschen auf vier Kontinenten, gehört weltweit zu den Top 15 der EMS-Dienstleister (Electronics Manufacturing Services) und ist in Europa die Nr. 1.

Bezeichnenderweise symbolisiert ein Fabelwesen vieles von dem, was das Fabelhafte des Unternehmens ausmacht: der Drache Tradinno, ein Mix aus Tradition und Innovation. Mit ihm haben es die Oberpfälzer sogar ins Guinness Buch der Rekorde geschafft. Der Drache, der beim ältesten Volksschauspiel Deutschlands, dem Further Drachenstich, die Hauptattraktion ist, wurde 2010 fertig und als „größter vierbeiniger Schreitroboter der Welt“ geadelt. Als sich Zollner im Auftrag der Stadt Furth im Wald an die Arbeit machte, galt solch ein Roboter als Ding der Unmöglichkeit. „Genau das hat mich gereizt. Lösungen zu finden und umzusetzen ist doch unsere Aufgabe. Ich habe damals spontan gesagt: Das machen wir“, erinnert sich Manfred Zollner sen., Firmengründer und heute Vorsitzender im Aufsichtsrat des Familienunternehmens.

Der Zollner-Drache Tradinno schaffte es als "größter, vierbeiniger Schreitroboter der Welt" ins Guinness Buch der Rekorde.

© Zollner Elektronik AG

Zwei Jahre Konstruktionszeit und ein Jahr Bauzeit später war klar: Es geht doch. Mit dem mechatronischen Gesamtsystem hat die Zollner Elektronik AG ihre Kompetenz auf vielen Gebieten bewiesen, alle Register ihres Könnens gezogen. Um das Fabelwesen zu realisieren, hat die Zollner-Entwicklungsmannschaft alles gegeben. Mit dabei: 15 angehende Ingenieure, die im Rahmen ihrer Diplomarbeiten Lösungen für wichtige Teilbereiche gefunden haben.

Ein großer Teil der DNA, die den Erfolg der Zollner Elektronik AG ausmacht, offenbart sich im Drachen Tradinno: Unternehmergeist mit Weitblick, hohe Innovationskraft, unbedingte Kundenorientierung, Nachwuchsförderung.

Unternehmergeist mit Weitblick

Tatkraft und Unternehmergeist des Firmengründers Manfred Zollner sen. haben das Unternehmen – und mit ihm eine ganze Region – vorangebracht. 1965 eröffnet der damals 25-Jährige ein Elektrofachgeschäft mit angeschlossenem Installationsbetrieb in seinem Heimatort Zandt als Ein-Mann-Betrieb. Sein Fernziel: die Schaffung von 50 Arbeitsplätzen. Der Bayerische Wald ist zu der Zeit eine Gegend, in der es außer Landwirtschaft nicht viel gibt. Die Arbeitslosigkeit erreicht – vor allem in den Wintermonaten – bis zu 50 Prozent. Auch Manfred Zollner sen. arbeitet zunächst im Stuttgarter Raum und am Bodensee, weil er in seiner Heimat keine Stelle finden kann. An den Wochenenden pendelt er nach Hause. Doch er will dauerhaft zurück in den Bayerischen Wald und eine Familie gründen. 1965 verwirklicht er seine Träume: Er heiratet seine Frau Angelika, sein ältester Sohn Ludwig, heute Sprecher des Vorstands der Zollner Elektronik AG, kommt zur Welt, und Manfred Zollner sen. legt in seiner Heimatgemeinde Zandt den Grundstein für das heutige Unternehmen.

War immer bereit, Neues zu wagen: Firmengründer Manfred Zollner sen., heute Vorsitzender im Aufsichtsrat der Zollner Elektronik AG

© Stefan Kiefer

Die Verbundenheit mit der Region ist eine Konstante im Unternehmenswachstum: Die neun deutschen Standorte wurden im Umkreis von 30 Kilometern von Zandt angesiedelt. Aber auch in seinem internationalen Geschäft verfolgt Zollner eine Local-for-local-Strategie und hat Produktionsstandorte auf vier Kontinenten aufgebaut, um nah an den jeweiligen Märkten zu sein und kurze Lieferzeiten sowie erstklassigen Kundenservice zu bieten. Gegenwärtig ist Zollner an insgesamt 20 Standorten weltweit aktiv, neben Deutschland in Ungarn, Rumänien, China, Tunesien, den USA, der Schweiz, Costa Rica und Hongkong.

Das von Manfred Zollner sen. gegründete Unternehmen entwickelt sich über die Jahre zum Spezialisten für Mechatronik, die Verbindung aus Mechanik, Elektronik und Informationstechnik. Der Landkreis Cham, in dem Zandt liegt, ist heute als wichtiger Mechatronik-Standort in Bayern bekannt. Dazu trug auch die Gründung des Technologie Campus Cham (TCC) als Außenstelle der Technischen Hochschule Deggendorf im Jahr 2011 bei, an der die Zollner Elektronik AG nicht unbeteiligt war. Manfred Zollner sen.: „Als die Idee aufkam, Cham zur Hochschulstadt zu machen, waren wir gleich begeistert. In dualen Studiengängen Technikspezialisten auszubilden, hat dem Unternehmen ganz neue Möglichkeiten eröffnet und wertvolle Impulse gegeben.“

Hat klare Ziele für die Zukunft des Familienunternehmens: Ludwig Zollner, Sprecher des Vorstands der Zollner Elektronik AG

© German Popp

Nachwuchsförderung

Die Zollner Elektronik AG bietet heute nicht nur elf Ausbildungsberufe an, sondern auch zehn duale Studiengänge und arbeitet dabei mit fünf Hochschulen in Ostbayern und einer Hochschule in Stuttgart zusammen. Ludwig Zollner, Sprecher des Vorstandes der Zollner Elektronik AG, betont: „Die Ausbildung von Azubis und dualen Studenten ist für uns ein Muss – zum einen fühlen wir uns der Region verpflichtet und sehen es als unsere Aufgabe, jungen Menschen die Aussicht auf einen sicheren, reizvollen und qualifizierten Arbeitsplatz in ihrer Heimat zu eröffnen. Zum anderen begegnen wir damit dem Fachkräftemangel in der Region. Ohne unser Engagement in der Ausbildung wäre das Wachstum unseres Unternehmens gebremst.“

Auch dank der Interaktion von Hochschule und Unternehmen ist die Zollner Elektronik AG mit ihren Dienstleistungen mittlerweile an vielen Zukunftsthemen beteiligt, zum Beispiel am Komplex Elektromobilität und induktive Ladesysteme, an Sensorlösungen für das Internet of Things oder an Energiesystemen, die mit grünem Wasserstoff arbeiten.

Heute lernen für die Herausforderungen von morgen: Zollner-Azubis im unternehmenseigenen Ausbildungszentrum.

© Zollner Elektronik AG

Innovationsstärke

Schnell entschlossen und mit Weitblick hat schon Manfred Zollner sen. immer wieder Innovationen in das Unternehmen geholt. Er war stets bereit, Neues zu wagen und sich an die Spitze der technologischen Entwicklung zu setzen. So investierte Zollner für die Elektronikproduktion 1985 als eines der ersten Unternehmen weltweit in den SMD-Bestückungsautomaten MS 72, der gerade auf den Markt gekommen war: Das siebte Exemplar lieferte Siemens nach Zandt. Mit der maschinellen Bestückung ging der Wechsel zu Surface Mounted Devices (SMD) einher. In den 90er Jahren wurde die SMD-Linie eingeführt: Die neuartige Vernetzung der Maschinen und Verkettung der einzelnen Prozessschritte machte die Elektronikproduktion effektiver, verbesserte die Qualität der gefertigten Produkte und steigerte den Automatisierungsgrad in diesem Geschäftsfeld erheblich.

Auch den Nutzen der gesamtheitlichen Nachverfolgbarkeit (Traceability) erkannte man bei Zollner extrem früh. Schon 2004 wurde die erforderliche Softwarelösung Manufacturing Executing System (MES) an allen Produktionsstandorten weltweit eingeführt, um die lückenlose Nachverfolgbarkeit der Produkte zu gewährleisten.

„Innovationen sind die DNA unseres Unternehmens. Der fünfköpfige Vorstand, dem auch meine drei Söhne angehören, führt das fort und entwickelt das Unternehmen mit Nachdruck technologisch weiter,“ sagt Manfred Zollner sen.

Inhouse fördert die Zollner Elektronik AG eine aktive Innovationskultur und hat eine Vorgehensweise definiert, mit der vielversprechende Neuerungen rasch getestet und eingeführt werden können. „Unsere Firmenphilosophie ist, dass nur der Bestand haben wird, der sich wandelt. Die technologische Entwicklung beschleunigt sich immer weiter und es ist unsere Aufgabe, mit ihr Schritt zu halten“, betont Vorstandssprecher Ludwig Zollner.

Als Dienstleister ohne eigenes Produkt stellt Zollner den Kunden in den Mittelpunkt: Reinraumfertigung am Standort Neukirchen beim Heiligen Blut.

© German Popp

Ausgeprägte Kundenorientierung

Mit ihrem Slogan „Solutions for your ideas“ macht die Zollner Elektronik AG deutlich, dass sie als Dienstleister ohne eigenes Produkt den Kunden in den Mittelpunkt stellt. Das Unternehmen besitzt keine eigenen Schutzrechte; alle Rechte gehören den Kunden, für die Dienstleistungen erbracht werden. Zollner liefert ihnen die auf sie zugeschnittene Fertigungstiefe – von Einzelteilen über komplexere Module und ganze Geräte bis hin zu kompletten Systemen. Zudem deckt das Unternehmen den gesamten Produktlebenszyklus ab mit Entwicklung, Produktionsvorbereitung (Industrialisierung), Produktion, Analyse- und Werkstofftechnik, Supply-Chain-Management, Einkauf, Obsoleszenzmanagement und After-Market-Services.

Die Zollner Elektronik AG ist noch immer zu 100 % im Familienbesitz. Solides Wirtschaften, Verlässlichkeit und enge Bindungen prägen ihre Entwicklung. So ist das Familienunternehmen über die Jahre stetig organisch gewachsen. In den Beziehungen zu Geschäftspartnern zählen Qualität, absolute Kundenorientierung und Kontinuität. Zu vielen Kunden bestehen langjährige, oft schon jahrzehntelange Partnerschaften.

Auch die BayernLB begleitet als verlässlicher Finanzpartner das Unternehmen schon seit vielen Jahren. Thomas Schreiner, CFO der Zollner Elektronik AG, sagt dazu: „Die EMS-Branche ist eine sehr kapitalintensive Branche. Damit ist der Finanzierungsbereich von zentraler Bedeutung. Für Zollner ist die BayernLB seit 1998 ein äußerst verlässlicher Partner, der in sehr vielen Bereichen, in denen wir Bedarf haben, individuelle Lösungen anbieten kann. Damit wird die BayernLB für Zollner auch in Zukunft ein strategischer Partner sein, der das geplante Wachstum des Unternehmens in den nächsten Jahren mit entsprechenden Finanzierungslösungen unterstützen wird.“

Die Kunden von Zollner, das sind global agierende Spitzenunternehmen ebenso wie kleine und mittlere Betriebe. Sie kommen aus den Branchen Industrieelektronik, mit ca. 34 % des Unternehmensumsatzes die umsatzstärkste Branche, gefolgt von Automotive (ca. 25 %) und Messtechnik (ca. 17 %), dazu kommen Bahntechnik, Luftfahrt & Verteidigung, Sonstige Konsumgüter, Datentechnik, Healthcare & Lifesciences sowie Telekommunikation.

Verantwortlich für die Finanzen: Thomas Schreiner, CFO der Zollner Elektronik AG

© German Popp

Innovative Lösungen für die Elektromobilität

Stolz sind sie bei der Zollner Elektronik AG auf eine Leistung in der Sparte Automotive, einen Inverter, der in Elektrofahrzeugen zum Einsatz kommt. Als Teil der Leistungselektronik für den elektrischen Antriebsstrang wandelt der Inverter die Gleichspannung der Batterie in Drei-Phasen-Wechselspannung um, die der E-Motor benötigt. Bei der Energierückgewinnung beim Bremsen läuft der Prozess in die umgekehrte Richtung ab, damit Gleichspannung zum Wiederaufladen der Batterie zur Verfügung steht.

Darüber hinaus sind die Oberpfälzer Vorreiter auf dem Gebiet des induktiven Ladens. Dafür wurde ihnen 2019 der Innovationspreis des Landkreises Cham verliehen. Zollner war beteiligt an einem Projekt, das 2018 abgeschlossen wurde und in dem es darum ging, die Ladesäule durch kontaktlose Energieübertragung überflüssig zu machen. Ziel: durch komfortables Laden der E-Autos die Elektrifizierung des Straßenverkehrs zu beschleunigen. Ergebnis des Projekts war das weltweit erste nach der gültigen Produktnorm ISO61980 zugelassene induktive Ladesystem.

Außerdem hat Zollner im Rahmen des vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit geförderten Forschungsprojekts FeedbacCar seit 2017 ein bidirektionales induktives Ladesystem entwickelt. Strom kann hierbei sowohl in die Fahrzeuge hinein- als auch wieder herausfließen. Wenn die Autos parken, könnte die in ihnen gespeicherte Energie also zur Stromnetzstabilisierung genutzt werden.

Um die Sicherheit des induktiven Ladens zu erhöhen, hat der Bereich Research & Development zudem ein Fremderkennungssystem entwickelt. Es führt zur Abschaltung des induktiven Ladesystems, wenn durch ein Objekt auf der Bodenplatte Gefahr für Mensch und Tier oder für das Magnetfeld besteht.

Eine Herzensangelegenheit

Eine weitere Innovation aus dem Bereich Healthcare & Lifesciences liegt den Chefs und Mitarbeitern der Zollner Elektronik AG im wahrsten Sinne des Wortes am Herzen: Die Berlin Heart GmbH bietet als erstes Unternehmen weltweit Herzunterstützungssysteme für Erwachsene und Kinder, die an einer Herzinsuffizienz leiden und auf ein Spenderherz warten. Das innovative Antriebskonzept für die Herzunterstützungssysteme hat die Zollner Elektronik AG für Berlin Heart entwickelt und in die Serienproduktion überführt. Weil der akkubetriebene Antrieb so kompakt ist, kann er überallhin mitgenommen werden – besonders für Kinder ist das Plus an Mobilität entscheidend.

Abseits von solch speziellen Lösungen kann einem Zollner überall im Alltag in elektronischen Geräten begegnen. Komponenten von Zollner stecken beispielsweise in der Fahrzeugelektronik von Autos, der Vorflügelsteuerung und Kabinenbeleuchtung von Flugzeugen, in Wärmemengenzählern und Heizungspumpensteuerungen oder Rollo-Steuerungen.

Mit seiner Fertigung für die Halbleiterindustrie – etwa für ASML, Advantest und BESI – macht Zollner darüber hinaus die Herstellung von Mikrochips möglich, ohne die kein elektronisches Gerät auskommt.

Aktuell liefert Zollner Komponenten für die Anlagen zur Herstellung der Corona-Impfstoffe und ist daran beteiligt, dass Coronatests durch automatisierte Abläufe in den Laboren schnell ausgewertet werden können.

Zand I und II: Das Hauptwerk der Zollner Elektronik AG in Zandt im bayerischen Landkreis Cham.

© Medienproduktion Holzer

Herausforderungen meistern

Die Zollner Elektronik AG leistet damit aktiv einen Beitrag zur Bekämpfung der Pandemie. Aber wie viele andere Unternehmen ist Zollner auch betroffen: Werksschließungen, Grenzschließungen, unterbrochener Warenverkehr – die Corona-Krise hat die Lieferketten massiv beeinträchtigt. Hier hat der unternehmensinterne Supply Chain Forecast geholfen, die angespannte Situation zu meistern, als die Nachfrage wieder anzog. Die Branche der Electronics Manufacturing Services leidet derzeit jedoch stark unter der Knappheit von passiven Bauelementen und Halbleitern (Mikrochips). Trotzdem zieht Ludwig Zollner eine positive Bilanz: „Unsere breite Branchenaufstellung ist bewusst gewählt und hat sich in dieser Krise bewährt. Sie hat dafür gesorgt, dass sich unsere Auftragslage rasch wieder eingependelt hat. Dass wir für so viele Branchen fertigen, hat uns durch die schlimmsten Phasen dieser Ausnahmesituation getragen und gibt uns die Gelegenheit, an vielen Stellen aktiv zu werden, sobald es wieder uneingeschränkt möglich ist.“

Die Digitalisierung der Produktion sowie der Arbeitsabläufe im Büro treibt Zollner schon lange voran. 2020 wurde Zollner darüber hinaus Gesellschafter des Technologischen Instituts für angewandte Künstliche Intelligenz in Weiden und forcierte damit den Einsatz von KI im Unternehmen. Verstärkt und beschleunigt wurden durch die Corona-Krise die Digitalisierung der Kommunikationsmöglichkeiten und die Flexibilisierung der Arbeit.

Energiewende unterstützen

Neben Herausforderungen wie Bauteileknappheit und Digitalisierung sieht Ludwig Zollner eine weitere große Aufgabe, die gestemmt werden muss: das Erreichen der Klimaziele. „Die Klimaziele sind eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, der auch wir uns verpflichtet fühlen. Wir wollen unser Know-how nach Kräften unseren Kunden zur Verfügung stellen, um auf diesem Wege an Energiewende und Emissionsreduktion mitzuwirken“, so der Sprecher des Vorstands. Und nennt ein aktuelles Beispiel: Die HPS Home Power Solutions GmbH aus Berlin hat Zollner mit der Serienproduktion ihres Solar-Wasserstoffkraftwerks für Privathaushalte beauftragt. Das System mit Namen picea kombiniert Photovoltaik und einen Wasserstoffspeicher (als Langzeit-Energiespeicher) so, dass sich Ein- und Zweifamilienhäuser das ganze Jahr über autark mit sauberer elektrischer Energie versorgen können. picea ist weltweit das erste System, das Stromspeicher, Heizungsunterstützung und Wohnraumbelüftung mit Wärmerückgewinnung in einem Produkt vereint. Pro Haus lassen sich damit laut HPS bis zu drei Tonnen CO2 jährlich einsparen. Eines der Systeme wurde in dem Werk installiert, in dem picea produziert wird. Die komplette picea-Montage findet dadurch mit picea-Strom statt. Zollner beweist damit, dass es möglich ist, grünen Wasserstoff in der Produktion einzusetzen.

Ehrung: Die Adresse des Hauptwerks wurde anlässlich des 50-jährigen Unternehmensjubiläums in Manfred-Zollner-Straße umbenannt.

© Zollner Elektronik AG

Zukunft gestalten

Für den weiteren Weg des Familienunternehmens gibt es klare Ziele. Vorstandssprecher Ludwig Zollner: „Der Wandel der Zollner Elektronik AG vom Auftragsfertiger zum Lösungsanbieter und Geschäftspartner auf Augenhöhe ist schon weit fortgeschritten und wir forcieren ihn weiter. Wir haben einen fundierten Einblick in den neun Branchen, in denen wir tätig sind, und kennen die Megatrends, die sie beeinflussen werden. So können wir kommende Kundenbedürfnisse vorhersehen und unseren Kunden helfen, die Herausforderungen der Zukunft zu meistern. Was wir bieten, ist Solution Management: Zollner versteht nicht nur das Produkt, sondern die ganze Strategie des Kunden.“

Der Firmengründer und Vorsitzende des Aufsichtsrates, Manfred Zollner sen., ergänzt: „Ich wünsche mir, dass wir alle neugierig und aufgeschlossen bleiben. Man muss immer wieder neu denken. Diese Überzeugung hat mich angetrieben, seitdem ich mein eigenes Unternehmen gegründet habe. In den kommenden Jahren warten so viele spannende Herausforderungen auf uns. Freuen wir uns darauf, Lösungen zu finden und zu Gestaltern der Zukunft zu werden.“

Die Zollner Elektronik AG hat definitiv die DNA dafür.

Meilensteine der Unternehmensgeschichte

1965: Manfred Zollner sen. gründet ein Elektrofachgeschäft mit angeschlossenem Installationsbetrieb

1975: Der erste Geschäftsbereich entsteht: Mechanik/Galvanik

1980: Ein zweiter Geschäftsbereich wird aufgebaut: Elektronik

1988: In Vác/Ungarn wird der 1. Auslandsstandort gegründet

1991: Zollner etabliert ein eigenes Qualitätsmanagementsystem

2001: Das Unternehmen wird in eine Aktiengesellschaft umgewandelt, die zu 100 % in Familienbesitz bleibt

2001: Ein weiterer Auslandsstandort in Satu Mare/Rumänien folgt

2003: Am Firmenhauptsitz in Zandt nimmt das neu gebaute Ausbildungszentrum seine Arbeit auf

2004: Zollner führt an allen Produktionsstandorten weltweit die Softwarelösung Manufacturing Executing System (MES) ein, um lückenlose Nachverfolgbarkeit der Produkte zu gewährleisten

2004: Tor zum asiatischen Markt: Ein Standort in Taicang/China wird gegründet

2007: Mit der Gründung eines Auslandsstandorts in Beja/Tunesien zeigt Zollner Präsenz auf dem afrikanischen Kontinent

2011: Zollner siedelt sich im Silicon Valley an und eröffnet einen Auslandsstandort in Milpitas/USA

2012: Entwicklung und Konstruktion des größten vierbeinigen Schreitroboters der Welt

2013: Gründung eines Auslandsstandorts in Hombrechtikon/Schweiz

2014: Mittelamerika bekommt einen eigenen Standort in Cartago/Costa Rica

2016: Die Unternehmensgröße übersteigt 10.000 Mitarbeiter

2020: Zollner wird Gesellschafter des Technologischen Instituts für angewandte Künstliche Intelligenz in Weiden und forciert damit den Einsatz von KI im Unternehmen

2021: Seit 1965 hat Zollner kontinuierlich junge Menschen zu Fachkräften ausgebildet – 2021 wird die 2.000-Marke geknackt

Zollner kurz & bündig

  • 1965 als Ein-Mann-Betrieb gegründet, seither kontinuierlich organisch gewachsen
  • 20 Standorte, verteilt auf 4 Kontinente
  • Über 11.500 Mitarbeiter weltweit
  • Ca. 1,6 Milliarden Euro Umsatz (Stand 2020)
  • Kunden aus 9 Branchen, mit denen die Zollner Elektronik AG langfristige, teilweise jahrzehntelange Partnerschaften pflegt
  • Nummer 1 der Anbieter von Electronics Manufacturing Services (EMS) in Europa
  • Unter den Top 15 der EMS-Dienstleister weltweit
  • 100 % der Aktien in Familienbesitz

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