BayernLB

Huber SE - Die Wasser-Visionäre

„Umwelt verpflichtet“ lautet der Leitsatz des bayerischen Wasser- und Abwasserspezialisten Huber aus der Oberpfalz. Das mittelständische Unternehmen bietet Lösungen für den sparsamen und nachhaltigen Umgang mit der kostbaren Ressource Wasser an.

Schon Anfang der 80er Jahre stellte der Vater des heutigen Unternehmenschefs Georg Huber die Weichen für ein Geschäftsmodell, das Ökologie und Ökonomie aufs Beste miteinander verknüpft. Aus dem ehemaligen Zulieferer für die Bauindustrie machte er eine Umwelttechnik-Firma, die sich sehr erfolgreich auf die Entwicklung und Fertigung von Anlagen für die Prozesswasseraufbereitung und Abwasserentsorgung spezialisierte. Und das ist sie bis heute geblieben.

Im Jahr 2006 mit dem renommierten „Deutschen Umweltpreis“ ausgezeichnet, hat das seit fast 185 Jahren in Familienbesitz befindliche Unternehmen bis heute 40.000 Anlagen weltweit installiert. Damit zählt Huber heute zu den international bedeutendsten Unternehmen in Sachen Wasseraufbereitung, Abwasserreinigung und Schlammbehandlung. Rund 700 Mitarbeiter entwickeln und fertigen in der hochmodernen Produktionsstätte am Firmenstammsitz in Berching innovative Produkte, projektieren und erstellen Systemlösungen für Kommunen und Industrie. In rund 60 Ländern ist das mittelständische Unternehmen mit eigenen Tochterfirmen, Büros und Vertriebspartner aktiv.

Zum Beispiel in Kolumbien, wo die Operpfälzer in der Millionenmetropole Medellín eine der größten Klärschlammverwertungsanlagen weltweit realisieren. Mit einer Kapazität von 400 Tonnen täglich und einen Auftragswert für die Gesamtleistung von 50 Millionen US-Dollar. Punkten konnte Huber dort mit einer intelligenten Gesamtlösung: einer Kombination aus Kraftwärmekopplung und Klärschlammtrocknung, womit die Anlage energieautark betrieben und überschüssige Energie aus der thermischen Verwertung der Klärschlämme an das öffentliche Stromversorgungsnetz abgegeben werden kann.

Auch in der Heimat selbst sind Hubers Technologien gefragt, etwa beim Bau des Museums der Bayerischen Geschichte in Regensburg. Dort kommt das patentierte „ThermWin“-Verfahren des Unternehmens zum Einsatz. Eine nachhaltige und innovative Systemlösung, mit der das neue Gebäude je nach Bedarf und ohne Einsatz fossiler Energieträger beheizt oder gekühlt werden kann – ganz allein durch die Nutzung der thermischen Energie, die im Abwasser steckt.

Im Museum der Bayerischen Geschichte soll aufgezeigt werden, wie Bayern zu dem wurde, was es heute ist. Und es sind genau diese starken und innovativen Mittelständler wie Huber, die Bayern zu einer der wirtschaftlich stärksten Regionen Europas gemacht haben.