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Blickpunkt Wirtschaft

Blickpunkt Wirtschaft, anlassbezogene Vertiefung und weiterführende Analyse zu Konjunktur und (geld-) politischen Themen.

EZB-Preview: Abwarten, ob der Pegel noch steigt (10.7.2020)

Auf der Juli-Sitzung der EZB erwarten wir keine Änderungen der Geldpolitik. Eine Ausweitung der Freibeträge vom Einlagesatz ist vorstellbar, könnte aber auch erst in den kommenden Monaten folgen.

Kurz & klar

  • Auf EZB-Sitzung am Donnerstag erwarten wir keine geldpolitischen Änderungen. Vieles spricht dafür, dass die EZB die September-Projektionen abwarten wird.
  • Eine Ausweitung der Freibeträge vom Einlagesatz ist angesichts der gestiegenen Liquidität vorstellbar, könnte aber auch erst in den kommenden Monaten folgen.
  • Der Fokus der Sitzung liegt daher auf den Diskussionen im Rat zum Kapitalschlüssel in den Kaufprogrammen sowie zur Möglichkeit einer weiteren Ausweitung der Käufe.

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Fed-Preview: Fed setzt auf den Bilanzaufbau (8.6.2020)

Auf ihrer Sitzung dürfte die Fed betonen, dass sie - insbesondere im Falle einer zweiten Infektionswelle - bereit ist, nachzulegen. Bis dahin dürften bereits bestehende Programme genutzt werden.

Kurz & klar

  • Auf der anstehenden geldpolitischen Sitzung der Fed werden die neuen Projektionen veröffentlicht, die zeigen werden, dass sich die USA inmitten einer tiefen Rezession befinden.
  • Die Fed dürfte betonen, dass sie weiterhin parat steht, um insbesondere über Anleihekäufe und Kreditprogramme Unternehmen und Haushalte zu unterstützen.
  • Diese Programme kann sie ohne weitere große Ankündigungen dynamisch steuern, sodass wir die Wahrscheinlichkeit für neue geldpolitische Maßnahmen als gering einschätzen.

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Emerging Markets: Hohe Ansteckungsgefahr (12.05.2020)

Die Covid-19-Pandemie gefährdet auch die Schwellenländer. Eine weitreichende Krise ist nicht abzusehen, langfristige Belastungen sind aber unvermeidbar.

Kurz & klar

  • Das Epizentrum der Covid-19-Pandemie liegt aktuell noch in den Industrieländern, wird sich aber bald auf die Schwellenländer verschieben, die deutlich verwundbarer erscheinen.
  • Neben Wachstumseinbrüchen werden Krisensignale wie Kapitalflucht und abwertende Währungen sichtbar. Die Emerging Markets müssen auf schwindende Währungsreserven und Notkredite zurückgreifen. Zusätzlich belastet der niedrige Ölpreis.
  • Eine weitreichende Krise in den Schwellenländern ist nicht abzusehen. Langfristige Belastungen, insbesondere im Hinblick auf die überbordende Verschuldung, können aber nicht vermieden werden.

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Prognoseanpassung: Fed & EZB eilen zur Hilfe (6.3.2020)

Nach der Notfallsenkung der Fed werden noch weitere geldpolitische Maßnahmen in den USA und Europa folgen. Die EZB dürfte aber andere Mittel als eine Zinssenkung wählen.

Kurz & klar

  • Die EZB dürfte angesichts der Folgen des Coronavirus und der geldpolitischen Lockerungen anderer Notenbanken im März eine QE-Ausweitung beschließen.
  • Ein umfangreiches Maßnahmenpaket wie im September ist zunächst nicht zu erwarten, kann aber bei einer andauernden Epidemie nicht ausgeschlossen werden.
  • Von der Fed erwarten wir eine weitere Zinssenkung um 50 Bp. auf der März-Sitzung.
  • Außerdem dürfte die Fed QE-Maßnahmen in Aussicht stellen, die sie im Fall einer weiteren Eskalation schnell aktivieren könnte.

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