Sparkassen Kreditbasket
BayernLB

Risikomanagement

Weitere Kreditpooling-Transaktion gestartet

Zuverlässiges Standardinstrument der Kreditrisikosteuerung für Sparkassen auch in Pandemiezeiten

Der achtzehnte Sparkassen-Kreditbasket (S-KB XVIII) – die zentrale Kreditpooling-Transaktion der Sparkassen-Finanzgruppe – ist am 11.11.2021 mit einem anfänglichen Poolvolumen von 350,4 Mio. Euro gestartet. Die gesamten aktuell auf diesem Wege diversifizierten Adressrisiken der Sparkassen liegen damit weiter über drei Milliarden Euro.

Unter dem Eindruck der anhaltenden Pandemie mussten die im Vorjahr leicht verschärften Qualitätskriterien beibehalten werden. Dies und die Tatsache, dass aber offensichtlich die Liquiditätsausstattung der Industrieunternehmen, auch dank staatlicher Coronahilfen, aktuell sehr gut und damit die Auslastung der Kreditlinien in den Sparkassen unterdurchschnittlich ist, führten zu einem weiteren Rückgang des Poolvolumens.

Gleichwohl bleibt das Interesse an dem Instrument hoch. Weit über 80 Sparkassen hatten eine mögliche Teilnahmeabsicht signalisiert und 69 Institute haben Anfang Oktober die Kreditpoolingvereinbarung unterzeichnet. Von diesen konnten 54 Sparkassen bereits zum Haupttermin insgesamt 181 Adressen in den Pool einbringen, die sich auf 202 Originatoren-Credit Linked Notes mit Absicherungslaufzeiten von drei bis fünf Jahren verteilen. Im Mai 2022 kann die Transaktion noch um bis zu 70 Mio. Euro aufgestockt werden.

79 verschiedene Branchen und insbesondere ein äußerst geringer Anteil großer Adressen – so wenig wie zuletzt vor 14 Jahren - wirken sich positiv im Sinne eines geringen unerwarteten Verlustes aus.

Der Anteil der bayerischen Sparkassen am S-KB XVIII ging mit dem Trend zurück und beträgt zum Start dennoch immerhin 56 Mio. Euro.

Parallel ist der S-KB XIII mit rund 650 Mio. Euro planmäßig zurückgezahlt worden. Die abschließende Performance des Pools hängt von der möglichen Zahlung noch ausstehender Restwerte auf ausgefallene Adressen ab. Die laufenden Pools, insbesondere die Baskets 16 und 17 zeichneten sich zuletzt überwiegend durch Ratingverbesserungen aus.

Die Transaktion S-KB XVIII wird wie immer von den regionalen Sparkassenverbänden und dem Deutschen Sparkassen- und Giroverband (DSGV) begleitet und von der BayernLB und der Helaba administriert.

Erstmals kam dabei das neue elektronische Emissionsverfahren „eMission“ von Clearstream Banking Frankfurt zum Einsatz, dass die Ausgabe der rund 200 Wertpapiere auf Seiten der Sparkassen stark vereinfacht.

Mit der auf fünf Jahre Laufzeit angelegten Struktur reduzieren Sparkassen Konzentrationsrisiken in ihrem Firmenkundenkreditportfolio, entlasten Blankolimite bei großen Engagements und schaffen so Freiraum für Neugeschäft. Die wesentlichen Vorteile des Baskets gegenüber alternativen Instrumenten sind sehr günstige Absicherungskosten, kein Eingriff in die Kundenbeziehung und ein schlanker, standardisierter Prozess.

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Sparkassen-Kreditbasket XVIII 2021
Volumen 350,4 Mio. Euro
Teilnehmer 54 Sparkassen aus dem gesamten Bundesgebiet
abgesicherte Adressen 181
Dauer 5 Jahre
Administration BayernLB und Helaba