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US-Arbeitsmarkt koppelt sich zunehmend ab

Es zeigt sich zunehmend eine Divergenz zwischen guten Konjunkturzahlen und der Entwicklung am US-Arbeitsmarkt, was die Februar-Zahlen für den Arbeitsmarktbericht & die ISM-Indizes bestätigen dürften.

Nachdem im Dezember ein Stellenabbau zu verzeichnen war, hat der US-Arbeitsmarkt im Januar wieder die Kurve bekommen und einen überschaubaren Stellenaufbau registriert. Der Trend bei den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe zeigte zuletzt zwar wieder nach oben, im Durchschnitt lagen diese im Februar aber unter den Zahlen des Vormonats. Die Unternehmensbefragungen im Dienstleistungssektor deuten zudem eine höhere Beschäftigung an. Wir gehen deshalb für Februar von einem etwas höheren Stellenaufbau aus als im Januar (Prognose: 70.000). Nichtsdestoweniger fehlen damit ggü. Vorkrisenniveau weiter rund 10 Mio. Jobs. Ein Fakt, den auch Chair Powell zuletzt aufgriff, um zu begründen, warum die Fed auf absehbare Zeit kein Tapering sehe. Es zeigt sich jedenfalls zunehmend eine Divergenz zwischen guten Konjunkturzahlen und der Entwicklung am US-Arbeitsmarkt. Dafür dürften auch die umfassenden Arbeitslosenhilfen verantwortlich sein, die den Anreiz zur Arbeitsaufnahme erheblich schmälern. Neben den 300 USD pro Woche erhält man je nach Bundesstaat zusätzlich zwischen 144 und 515 USD. Den Höchstbetrag gibt es in Massachusetts, monatlich entspricht das 3.260 USD. Im März werden die 300-USDHilfen aus Washington im Rahmen des 1,9-Billionen-Dollar-Pakets verlängert.

Der Wochenfahrplan
Voller Terminkalender diese Woche: Die Preisstatistik in Europa sowie US-Frühindikatoren und Arbeitsmarkt bereichern den März-Beginn.

Lesen Sie weiter US-Arbeitsmarkt koppelt sich zunehmend ab (1.3. – 5.3.2021, Die Woche)

Weitere Ausgaben (Januar 2021/Februar2021)

Das ifo Geschäftsklima dürfte sich im Februar bei höheren Erwartungen und sinkender Lage kaum bewegen. Interessanter ist die Herausbildung eines preissteigernden Umfeldes. Das treibt Fed und EZB um. Unternehmen spüren Preisdruck (22.2. – 26.2.2021, Die Woche)

Am 12. Februar startet China ins Neujahrsfest; das Jahr des Büffels, der für Führung steht, wird eingeläutet. Gefeiert wird mit guten Wachstumszahlen, einer starken Leitwährung und einer e-Yuan-Lotterie. Chinesische Stärke zum Neujahrsfest (15.2. – 19.2.2021, Die Woche)

Das Verarbeitende Gewerbe erweist sich derzeit als Konjunkturstütze, wie die Produktionszahlen nächste Woche erneut belegen werden. Auch für das erste Quartal 2021 schaut es (noch) gut aus. Auf die deutsche Industrie ist Verlass (8.2. – 12.2.2021, Die Woche)

Am Dienstag wird das BIP-Wachstum der EU-Länder für das Gesamtjahr und Q4 2020 veröffentlicht. Für Q4 gibt es bislang positive Überraschungen. Der US-Arbeitsmarktbericht dürfte aber enttäuschen.
Rekord-Rezession schwarz auf weiß (1.2. – 5.2.2021, Die Woche)

In einer prall gefüllten Daten-Woche liegt der Fokus auf dem Q4-BIP für Deutschland & die USA. Der US-Konjunktureuphorie durch die Biden-Pläne dürften selbst enttäuschende Daten keinen Abbruch tun.
US-Konjunktureuphorie dank Mega-Ausgaben (25.1. – 29.1.2021, Die Woche)

Das Jahr 2021 beginnt in Europa vielerorts mit einem konjunkturellen Kaltstart. In Deutschland wurde der Lockdown verschärft. Ein positives Winterquartal erscheint zunehmend ausgeschlossen.
Wirtschaft im Corona-Winter (18.1. – 22.1.2021, Die Woche)

2021 beginnt turbulent. Mit der blauen Welle durch die Hintertür ist der Markt dennoch in Hochstimmung. Datenseitig stehen an: US-Inflation & Industrieproduktion sowie das deutsche BIP 2020.
Turbulenter Jahresauftakt (11.1.2021 - 15.1.2021, Die Woche)