BayernLB Research Perspektiven - Neues Terrain nach der Zins-und Zeitenwende
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Neues Terrain nach der Zins-und Zeitenwende

Die Zeitenwende in der Geopolitik führt zu einer Adjustierung der globalen Handels- und Finanzströme. Das Wachstum wird bei höherem Inflationsdruck und restriktiveren Finanzierungskonditionen sinken.

Perspektiven 5-Jahresprognosen, Ausgabe 07/2022 (27.7.2022)

Kurz & klar

  • Die Inflation wird trotz der deutlichen Konjunkturabkühlung nur zögerlich sinken.
  • Das Tempo der Zinserhöhungen wird bis in den Herbst hinein hoch bleiben.
  • Politik und die Wirksamkeit des TPI sind relevant für das Tempo der EZB.
  • Mittelfristig dominieren niedrige Wachstumsraten und höhere Inflation und Zinsen.
  • Bei hoher Volatilität und steigenden Zinsen empfehlen wir höhere Liquidität in der Asset-Allokation.

Video: Auf einen Espresso mit Chefvolkswirt Jürgen Michels

Editorial

Getrieben von weiter steigenden Inflationsraten haben viele Zentralbanken in den vergangenen Wochen mit ungewöhnlich großen Zinsschritten reagiert. Zuletzt auch die EZB, die sich dank des vermeintlich neuen Allheilmittels TPI (Transmission Protection Instrument) nun nicht nur zu Ankündigungen, sondern auch zum beherzten Handeln in der Lage sieht.

Aufgrund der weiterhin hohen Inflationsraten wird die Zeit bis in den Herbst hinein von weiteren großen Zinsschritten geprägt sein. Trotz zunehmender Anzeichnen einer Konjunkturabkühlung, inklusive einer leichten Rezession in den USA und einer Fortsetzung der Stagflation im Euro-Raum bei ebenfalls erhöhter Wahrscheinlichkeit einer leichten Rezession, dürften die Zentralbanken die hohe Schlagzahl zunächst beibehalten. Mit Erreichen bzw. Überschreiten des neutralen Bereichs dürfte aber die Fed zu Beginn des vierten Quartals das...

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