BayernLB Research Perspektiven - Zinswende: Bitte anschnallen!
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Zinswende: Bitte anschnallen!

Im zweiten Halbjahr stehen auf beiden Seiten des Atlantiks markante Zinserhöhungen um jeweils 175 Bp an, die die Konjunktur zusätzlich bremsen und zu weiteren Marktturbulenzen führen.

Perspektiven Ausgabe 06/2022 (29.6.2022)

Kurz & klar

  • Starke Zinsanhebungen von Fed und EZB im zweiten Halbjahr 2022.
  • Fundamentale Probleme im Euro-Raum treten wieder zum Vorschein.
  • Längere Stagflation im Euro-Raum und technische Rezession in den USA.
  • Rückgang der Inflation ermöglicht 2023 Ende der geldpolitischen Straffung.
  • Trotz anhaltender Volatilität bleiben wir offensiv in der Asset-Allokation ausgerichtet.

Video: Auf einen Espresso mit Chefvolkswirt Jürgen Michels

Editorial

Getrieben von historisch hohen Inflationszahlen hat die Fed im Juni mit einem ungewöhnlich großen Zinsschritt von 75 Bp agiert, während die EZB – noch in den Startlöchern – substanzielle Zinserhöhungen für den Sommer angekündigt hat. Da sich am herausfordernden Inflationsumfeld zunächst wenig ändern wird, erwarten wir im zweiten Halbjahr auf beiden Seiten des Atlantiks markante Zinserhöhungen um jeweils 175 Bp.

Auch wenn die Märkte bereits im Juni, der von erneuten Kursrückgängen in nahezu allen Asset-Klassen geprägt war, vieles von den bevorstehenden Zinserhöhungen eingepreist haben, stehen bei der Umsetzung der strafferen Geldpolitik weitere Marktturbulenzen an. Dabei dürften die jüngsten Höchststände bei den längerfristigen Zinsen in den USA und im Euro-Raum nochmals übertroffen werden. Neben den Zinserhöhungen wird dazu auch die Verschärfung des „Quantitative Tightening“ (QT) der Fed beitragen. Während die Fed ihren Anleihebestand abbaut, ist dies bei der EZB...

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