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Pflegeimmobilien: Investition in die Zukunft?

Der demografische Wandel ist da! Durch die hohe Nachfrage nach Pflegeplätzen erfreuen sich Investitionen in Pflegeimmobilien großer Beliebtheit. Die Risiken sollten dabei nicht unterschätzt werden.

Kurz & klar

  • Der demografische Wandel ist da!
  • Der Anteil der über 80-Jährigen, welche überwiegend Pflegeleistungen in Anspruch nehmen, wird im Jahr 2030 auf 7,5% der Gesamtbevölkerung anwachsen.
  • Daher besteht für Pflegeimmobilien weiterhin eine langfristig steigende und konjunkturunabhängige Nachfrage, bei begrenztem Flächenangebot.
  • Trotz bestehender Betreiber-Risiken eilen Pflegeimmobilien am Investmentmarkt von einem Transaktionsrekord zum Nächsten.

Deutschlands Bevölkerung altert zunehmend

Der demografische Wandel ist da! Die Überalterung der Gesellschaft stellt Deutschland bereits heute vor enorme Herausforderungen. Allerdings erscheinen die heutigen Probleme klein im Vergleich zur ab 2020 einsetzenden Verrentung der „Baby-Boomer“, welche die deutsche Gesellschaftsstruktur und das Sozialsystem grundlegend verändern wird ( s.Megatrend Demografischer Wandel: Deutsches Sozialsystem vor Zerreißprobe vom 13.05.2019 ). Diese fundamentale Entwicklung hat ebenfalls enorme Auswirkungen auf die Pflege im Allgemeinen und den deutschen Pflegeimmobilienmarkt im Besonderen.

Bereits im Jahr 2030 wird die Anzahl der über 65-Jährigen auf 21,8 Millionen Menschen angewachsen sein. Dies entspricht 26% der aktuell prognostizierten Gesamtbevölkerung im Jahr 2030 von 83 Millionen (Stand: 31.12.2015).

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Bei der Gruppe der über 80-Jährigen, welche eine durchschnittliche Pflegequote von 50% aufweisen, wird der Anteil von aktuell 5,7% in nur 10 Jahren auf 7,5% im Jahr 2030 steigen. In den Jahren 2040 - 2050, wenn die geburtenstärksten „Baby-Boomer“-Jahrgänge (1955-1965) zunehmend Pflegeleistungen nachfragen werden, wird sogar jeder achte Einwohner Deutschlands über 80 Jahre alt sein.

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