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Research

Megatrend - Energie und Klimawandel

CO2-Steuer – die bessere EEG-Abgabe (12.10.2020)

Die ineffiziente EEG-Umlage wird immer teurer und behindert Zukunftstechnologien wie die Sektorkopplung. Eine CO2-Steuer für alle Sektoren könnte ein Ausweg sein.

Kurz & klar

  • Fehlanreize im Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) und immer stärker steigende Kosten der Energiewende machen eine Neujustierung der deutschen Klimaschutzpolitik notwendig.
  • Die im Rahmen des „Green Deals“ der EU geplante Ausdehnung des Europäischen Emissionshandels (EU-ETS) auf weitere Sektoren könnte die in Deutschland als Übergangslösung ab 2021 geltende CO2-Steuer für die Nicht-EU-ETS-Sektoren Gebäude und Verkehr ablösen.
  • Ein vollständiger Ersatz der bisherigen EE-Förderung durch eine nationale CO2-Steuer für alle Sektoren hätte als Übergangslösung positive Klimaschutzwirkungen und ließe sich später in den europäischen CO2-Zertifikatehandel integrieren.
  • Um das Potenzial für CO2-bindende wirtschaftliche Aktivitäten zu nutzen, sollte eine nationale Steuer symmetrisch ausgestaltet werden, d.h. ein negativer CO2-Ausstoß wäre vom Gesetzgeber mit einer Bonus-Zahlung zu honorieren.

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Energiewende: Alle Potenziale ausschöpfen (24.08.2020)

Deutschland macht große Fortschritte bei Erneuerbaren Energien, leider zu Lasten von Versorgungssicherheit und Wirtschaftlichkeit. Wir zeigen Wege auf, wie das Energie-Trilemma gelöst werden könnte.

Kurz & klar

  • Damit Deutschland und Europa bis 2050 CO2-neutral sind, muss die Energiewende konsequent weiter umgesetzt werden.
  • Die Grünstromerzeugung in Deutschland liegt auf einem Rekordhoch. Mit dem beschlossenen Atom- und Kohleausstieg sinkt mittelfristig die verfügbare Grundlast. Das Thema Netzstabilität gewinnt an Brisanz.
  • Für den Umbau hin zu einem dezentralen nachhaltigen Energiesystem muss an vielen Stellschrauben gedreht werden: Stromspeicher, Energieeffizienz, Flexibilitätsoptionen und Sektorkopplung sind dafür zentrale Parameter mit großem Potenzial.

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Stromspeicher und Flex-Optionen - unabdingbar für ein stabiles Stromnetz (20.07.2020)

Stromspeicher und Flex-Optionen sind Alternativen zum Netzausbau und Garanten für ein stabileres Stromnetz. Der Abbau regulatorischer Verzerrungen würde beiden helfen.

Kurz & klar

  • Ab dem Jahr 2035 wird voraussichtlich 80% der deutschen Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien kommen. Neben dem Ausbau der Stromnetze sind vor allem Möglichkeiten zur Speicherung von Strom sowie ein Ausbau der Flexibilitätsoptionen zur Stabilisierung des Stromnetzes erforderlich, damit der Strombedarf rund um die Uhr gedeckt werden kann.
  • Bei der Abwägung der Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB), ob dem Netzausbau, dem Ankauf von Speicherenergie oder Flexibilitätsoptionen Vorrang gegeben werden soll, führt der aktuelle Rechts- und Regulierungsrahmen zu Verzerrungen, die vor allem Speicherlösungen benachteiligen.
  • Innovative Speicherlösungen, wie etwa die zukunftsträchtigen „Power-to-X“-Technologien, entfalten ihr Potenzial bislang nur eingeschränkt. Eine Adjustierung der Regulierung sollte dies ändern und die Rentabilität von Speicherlösungen verbessern.

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Wasserstoff: Das große Potenzial der Sektorkopplung (19.05.2020)

Die Sektorkopplung eröffnet eine klimaneutrale Zukunft über den Energiesektor hinaus. Eine frühzeitige Positionierung Deutschlands in dieser Zukunftstechnologie bietet große Chancen.

Kurz & klar

  • Die auf Wasserstoff (H2) basierende Sektorkopplung stärkt über den Energiesektor hinaus den Klimaschutz und damit die Nachhaltigkeit.
  • Power-to-X-Technologien ermöglichen den Einsatz von „grünem“ Wasserstoff in anderen Sektoren (etwa in der Industrie, in Gebäuden sowie in der Mobilität) und unterstützen mittel- und langfristig den Weg in eine klimaneutrale Industriegesellschaft.
  • Eine schnelle Hochskalierung der Power-to-Gas-Versuchsanlagen auf industrielles Niveau würde helfen, die Kosten von „grünem“ Wasserstoff zu senken.
  • Mit seiner Wasserstoffstrategie setzt der Freistaat Bayern ein wichtiges Signal für eine sektorübergreifende Energiewende.

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Green Bonds: Europa weiterhin in der Führungsrolle (26.03.2020)

Der Green Bond Markt ist 2019 deutlich gewachsen. Dank der rechtlichen Rahmenbedingungen (neue EU-Taxonomie, Green Bond Standards) sollte Europa weiterhin die Führungsrolle spielen.

Kurz & klar

  • Das Green Bond Segment hat 2019 kräftig zugelegt – sowohl beim Neuemissionsvolumen (+51%) als auch beim insgesamt ausstehenden Marktvolumen (+47%). Die treibende Kraft waren regional betrachtet Emittenten aus Europa (+74%) und Non-Financials (+102%) auf Ebene der Emittentengruppen. Die Non-Financials bilden inzwischen die größte Emittentengruppe (20,3%).
  • Auch über reine Green Bonds hinaus wird das Spektrum im Nachhaltigkeits-Segment größer. Sustainability(-linked) Bonds legten 2019 um 211% zu, Social Bonds um 41%.
  • Die Neuemissionstätigkeit bei Green Bonds ist aktuell nicht immun gegenüber der Coronavirus-Krise, bleibt jedoch aus unserer Sicht klar auf Wachstumskurs. In einem „normalen“ Umfeld hätten wir für 2020 einen weiteren Zuwachs von etwa 25% auf 320-330 (2019: 258) Mrd. USD gerechnet.
  • Die neue EU-Taxonomie für Nachhaltigkeit und die Green Bond Standards stellen die wichtigen Rahmenbedingungen für Nachhaltige Finanzierungen zur Verfügung. Europa dürfte damit eine Vorreiterrolle bei der Weiterentwicklung des Green Bond Markts spielen. Für Europa bzw. Emissionen in Euro erwarten wir eine weiter überproportionale Dynamik ebenso für Sustainability(-linked) Bonds.

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Steigende Strompreise - Renaissance der Photovoltaik (21.02.2020)

Steigende Strompreise sorgen für eine Renaissance der Photovoltaik in Deutschland. In Gebäude integrierte Photovoltaik-Anlagen nehmen eine vielversprechende Entwicklung.

Kurz & klar

  • Mit der Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) 2014 nahm der bis dahin rasante Ausbau von Solarstrom in Deutschland zunächst deutlich ab.
  • Effizientere Photovoltaik (PV)-Zellen und der rasche Preisverfall der PV-Module machen Solarstrom zur Eigennutzung bei weiter steigenden Strompreisen immer rentabler.
  • Speicher für Strom aus Sonnenenergie amortisieren sich mit steigenden Strompreisen schneller. Die Nachrüstung von PV-Anlagen mit Speichern wird in den nächsten Jahren deutlich zulegen.
  • Schwimmende PV-Anlagen eröffnen der PV-Industrie neue Geschäftschancen.

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Windenergie - Weiterer Ausbau unabdingbar (22.01.2020)

Wind, wichtigste Grünstromquelle für die deutsche Energiewende, stößt bei Anwohnern auf immer mehr Ablehnung. Mehr Offshore-Wind könnte das Problem lösen.

Kurz & klar

  • Um die Klimaschutzziele im Bereich der Energieerzeugung zu realisieren, soll der Anteil Erneuerbarer Energien (EE) an der Stromerzeugung bis 2030 von aktuell 47% auf 65% steigen.
  • Auf die Windkraft entfällt bei den Ausbauplänen der Löwenanteil. In Deutschland gehen indessen kaum noch neue Windenergieanlagen (WEA) in Betrieb.
  • Zunehmende Widerstände von Anwohnern, fehlende Stromspeicher und der stockende Ausbau der Stromnetze drohen das Ausbauziel zu gefährden.
  • Mehr Offshore-Windanlagen könnten für Abhilfe sorgen.

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Klimaschutz: Die Schiene soll's richten (18.12.2019)

Ohne starke Bahn sind die Klimaziele nicht erreichbar. Bis zum Jahr 2030 werden 156 Mrd. Euro investiert, soviel wie nie zuvor.

Kurz & klar

  • Ohne eine Stärkung der Schiene sind die Klimaziele im Verkehrsbereich nicht zu stemmen.
  • Wettbewerbsfähigkeit und Attraktivität der Bahn müssen dabei im Fokus stehen.
  • Netzausbau und –sanierung müssen deutlich schneller erfolgen.
  • Der Verkehrsträger Bahn muss im Güter- und Personenverkehr deutlich attraktiver werden.
  • Das aufgeblähte Planungsrecht und wachsende Widerstände von Anwohnern erschweren die Erreichung der politischen Zielvorgaben.

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Bevölkerungszuwachs sinkt – Emissionszuwachs nicht (26.11.2019)

Eine Verbesserung globaler Emissions-Kennziffern ist selbst unter Einbeziehung günstiger Demographie-Daten kaum absehbar – es sei denn der Technologie-Joker sticht.

Kurz & klar

  • Die UNO korrigiert ihre Wachstumsprognose für die Weltbevölkerung nach unten: Ab dem Jahr 2100 soll die Zahl der Menschen weltweit stagnieren. Gleichzeitig liegt der Gipfel im jährlichen Bevölkerungszuwachs (93 Mio. im Jahr 1988) lange hinter uns.
  • Eine nennenswerte Verringerung der globalen Emissionen ist dennoch nicht absehbar: Neben den steigenden absoluten CO2-Emissionen zieht derzeit auch der Verbrauch pro Kopf und sogar der absolute CO2-Zuwachs pro Jahr durch Bevölkerungswachstum (CO2 pro Kopf multipliziert mit dem absoluten Bevölkerungszuwachs) an.
  • Unterentwickelte Länder wollen auch zukünftig wirtschaftlich aufholen – entwickelte Länder wollen ihren Verbrauch kaum einschränken. Erfolge bei der effizienteren Nutzung von Ressourcen und der Verringerung von Emissionen hängen deshalb (Stand heute) fast ausschließlich vom technologischen Fortschritt ab.

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Bisher kein Greta-Effekt im Flugverkehr (04.11.2019)

Der Flugverkehr steht als Klimasünder in der Kritik. Bisher ist noch kein Flugverzicht erkennbar, wobei die Luftfahrt davon profitiert, dass es bei Langstrecken kaum Alternativen gibt.

Kurz & klar

  • Nicht erst seit Greta Thunbergs Bootsfahrt über den Atlantik steht der Flugverkehr als Klimasünder in der Kritik
  • Bisher ist noch kein Flugverzicht erkennbar, wobei die Luftfahrtbranche davon profitiert, dass es bei Langstrecken kaum Alternativen gibt
  • Die Klimaschutzdebatte ist vor allem ein europäisches Phänomen
  • Die Luftfahrt hat ihre CO2-Bilanz bereits deutlich verbessert

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Klimapaket als handhabbare Wurfsendung (27.09.2019)

Die große Koalition will mit dem Klimapaket den CO2-Verbrauch durch eine Vielzahl von verschiedenen Maßnahmen verringern. Der fiskalische Impuls fällt wohl gering aus.

  • Die große Koalition will mit dem Klimapaket den CO2-Verbrauch durch eine Vielzahl von Regelungen, Förderungen und Entlastungen verringern. Konsistenz ist nicht immer gegeben.
  • Der Bund finanziert das Klimapaket zum Teil über neue grüne Anleihen. Allerdings fällt der fiskalische Impuls wohl gering aus.
  • Die Einbindung aller Sektoren in einen umfassenden CO2-Handel erhöht das Handelsvolumen erheblich. Die angestrebte Preisspanne ist allerdings wenig ambitioniert.

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Klimawandel: Mit Überschall nach Paris (30.07.2019)

Mit einer symmetrischen Steuer könnten wir unsere Klimaziele erreichen ohne das Fliegen zu verbieten.

  • Den Klimawandel aufzuhalten, ist nicht nur Geschmackssache. Deutschland ist eine völkerrechtliche Verpflichtung eingegangen, seine Treibhausgasemissionen bis 2030 auf 55% des Werts von 1990 zu senken und bis 2050 CO2-neutral zu sein.
  • CO2 aus der Atmosphäre zu binden, ist technisch und wirtschaftlich durchführbar.
  • Zur Reduktion der Emissionen erscheint kurzfristig eine stringente Steuerregelung als beste Lösung, die später von einem globalen Zertifikatesystem ersetzt werden sollte. Kernstücke sind:
    • Symmetrie: Unternehmen, die CO2 ausstoßen zahlen Steuern und Unternehmen die CO2 absorbieren erhalten eine Subvention (zahlen eine negative Steuer).
    • Positive Nettoerlöse: Das Steueraufkommen fließt in einen Fond und wird bei Verfehlen des Emissionsziels eingesetzt um Negativemissionen zu generieren.
  • Den resultierenden Verteilungswirkungen kann mit kluger Verwendung des Steueraufkommens entgegengewirkt werden. So kann bspw. sozialer Wohnungsbau und mehr/besserer ÖPNV Pendlern die Möglichkeit geben, ihre Strecken zu verkürzen oder mit Bus oder Bahn zurückzulegen, was die Steuerlast senkt.

Muss etwas getan werden?

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EU-Taxonomie für Nachhaltigkeit: Der Nebel lichtet sich (24.06.2019)

Im März 2018 veröffentlichte eine EU-Expertenkommission (High Level Expert Group [HLEG]) einen von der EU-Kommission in Auftrag gegebenen Bericht mit Empfehlungen für die Schaffung eines nachhaltige Investitionen unterstützenden Finanzmarktes. Dieser soll Investitionen in nachhaltige Projekte vereinfachen. Private Investitionen in nachhaltige Projekte werden von der EU als essentiell erachtet, wenn es darum geht die auf der Weltklimakonferenz 2015 in Paris vereinbarte Klimaziele noch zu erreichen. In ihrem Report macht die HLEG Vorschläge um...

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Kohleausstieg: Folgen für Energiepreise und Investoren (11.02.2019)

  • Die Kohlekommission schlägt den Ausstieg aus der Kohleverstromung bis Ende 2038 vor.
  • Auf die weltweiten Kohlepreise hat die Entscheidung wohl keine Auswirkungen. Der Strompreis in Deutschland dürfte aber steigen.
  • Der Markt für Green Bonds könnte profitieren. Wichtiger sind hier aber regulatorische Weichenstellungen. Diese wiederum könnten die Kosten des Ausstiegs senken.

Die Kohlekommission hat am 26.1.2019 ihren 336-seitigen Abschlussbericht vorgelegt . Die wichtigsten Forderungen sind: Ausstieg aus der Kohleverstromung bis Ende des Jahres 2038, Kernenergieausstieg bis Ende des Jahres 2022 und der Ausbau von Netzen, Gaskraftwerken und Speicherkapazitäten. Diese Maßnahmen sind laut Kommission erforderlich, um die Klimaschutzziele zu erreichen. Bis zum Jahr 2030 sollen die gesamten deutschen Treibhausgasemissionen gegenüber 1990 um mindestens 55% reduziert werden.

Um die Folgen des Kohleausstiegs zu dämpfen empfiehlt die Kommission umfangreiche Entlastungen und Subventionen für Kraftwerksbetreiber, Unternehmen, Haushalte und Regionen. Die fiskalischen Kosten hierfür könnten 40-90 Mrd. Euro betragen. Zudem dürften die Strompreis durch den Kohleausstieg steigen. Hier hängt aber viel von der Entwicklung am EUA-Markt ab. Durch den Kohleausstieg steigt der Finanzierungsbedarf für die Energiewende weiter an.

Der Markt für Green Bonds dürfte davon nur zum Teil profitieren. So werden für zahlreiche Investitionsprojekte wohl keine Green Labels vergeben. Wichtiger bleibt für den Green Bond Markt, ob und wann regulatorischen Besserstellungen tatsächlich kommen.

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Die Energiewende muss neu austariert werden (07.02.2019)

  • Energie-Trilemma: Zieldreieck auf der Kippe
  • Mit dem Aus der Kohleverstromung wird eine sichere Stromversorgung schwieriger.
  • Beim Klimaschutz sind internationale Lösungen nationalen vorzuziehen.

Die Umstellung des Förderregimes für Erneuerbare Energien auf Ausschreibungen sorgt für sich genommen mittelfristig für eine Stabilisierung der Strompreise. Allerdings gibt es auch einen gegenläufigen Effekt. Denn mit dem nun geplanten Aus für die Kohleverstromung bleiben nach dem Atomausstieg zur Sicherung der Stromgrundlast mittel- und langfristig nur Gas und Erneuerbare Energien zur Stromgewinnung. Dies erfordert jedoch massive Investitionen in den Ausbau von Stromspeichern und –netzen, um den volatilen Grünstrom bedarfsgerecht bereitzustellen. Ein stärkerer Fokus Deutschlands auf höhere Preise für CO2-Zertifikate wäre für den EU-weiten Klimaschutz besser als teure nationale Lösungen.

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Energie- und Klimawandel (05.02.2019)

Green Bonds: Vor dem nächsten Schub

  • Wachstumstrend bei „Grünen“ Anleihen bleibt 2019 bestehen
  • Rendite-Vorteil bei „Grünen“ Anleihen ist noch nicht gegeben
  • Regulatorische Entwicklungen mit Auswirkung in naher Zukunft

„Die gute Nachricht zuerst: Das Green Bond Segment wird wohl auch in 2019 kräftig wachsen. Wir erwarten ein Neuemissionsvolumen zwischen 175 und 185 Mrd. Euro. Dies bedeutet ein leichtes Plus zwischen 5% und 10%. Aufgrund der noch geringen Fälligkeiten in dem noch jungen Markt dürfte damit auch das Nettoneuemissionsvolumen sehr hoch ausfallen. Im Vergleich zu den vergangenen Jahren hat sich das Neuemissionswachstum etwas abgeschwächt. Konnten bis 2017 meist Wachstumsraten im hohen zweistelligen Prozentbereich erzielt werden, so wuchs das platzierte Volumen in 2018 lediglich um 5,9%. Der Grund ist neben der in 2018 generell niedrigeren Aktivität an den Bondmärkten das etwas nachlassende Engagement traditionell starker Emittenten aus den Bereichen der Förderbanken, Supranationals und anderer staatsnaher Institutionen. Auch der Umstand, dass grüne Anleihen keinen Preisvorteil bieten, hemmt sowohl Neuemissionen als auch die Investorennachfrage (Analyse im Report). Auch fehlende bindende Regularien wirken sich negativ auf die Marktentwicklung aus. Hier dürften diverse Neuerungen mittelfristig Abhilfe schaffen, was den Märkten neuen Schwung verleihen dürfte.“

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