BayernLB

Megatrend - Energie und Klimawandel

"Carbon Capture Storage" - Liebe auf den zweiten Blick? (7.7.2021)

Die „Carbon Capture and Storage-Technologie“ (CCS) hat in Deutschland bislang kaum Befürworter. Mit dem Ausbau der Wasserstoffwirtschaft könnte sie eine zweite Chance erhalten.

Kurz & klar

  • Die Carbon Capture Storage (CCS)-Technologie ist für eine schnelle Erreichung der Klimaschutzziele unverzichtbar.
  • Die CCS-Technologie erhält mit dem geplanten Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft weltweit Aufmerksamkeit, ist in Deutschland aber unbeliebt.
  • Vor allem die Öl- und Gas-Konzerne sehen in CCS neue Geschäftschancen sowie die Möglichkeit, ihre CO2-Emissionen deutlich zu reduzieren.

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Luftfahrt - Auf dem Weg ins Grüne (22.6.2021)

Die Luftfahrtindustrie will den Schadstoffausstoß verringern. Kurzfristig helfen die Modernisierung der Flotten und nachhaltige Kraftstoffe, langfristig rückt Wasserstoff in den Fokus.

Kurz & klar

  • Die Luftfahrtindustrie will den Schadstoffausstoß beim kommerziellen Flugbetrieb mit vielfältigen Maßnahmen verringern.
  • Kurzfristig helfen effizientere Triebwerke (Modernisierung der Flotten) und der verstärkte Einsatz von nachhaltigen Kraftstoffen bei der Verbesserung der Klimabilanz.
  • Langfristig rücken Wasserstoffflugzeuge in den Fokus, die Entwicklung steht allerdings noch am Anfang.
  • Elektroantriebe kommen nur für sehr kurze Strecken und Kleinflugzeuge infrage

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Smart Grid - Effizienz-Boost für das Stromnetz (5.5.2021)

Eine dezentrale Energieerzeugung braucht ein intelligentes digitales Stromnetz. Dies erfordert große Investitionen, bietet aber auch ein immenses Geschäftspotenzial

Kurz & klar

  • Mit Smart-Grids bezeichnet man die Vernetzung und Steuerung von Stromanbietern und –nachfragern sowie von Speichern und Stromnetzen.
  • Smart Grids können die Stromautobahnen in Deutschland nicht ersetzen. Sie tragen aber zur Optimierung der Netzauslastung bei und reduzieren den Bedarf an zusätzlichen Netzkapazitäten.
  • Der Roll-Out der Smart-Grid-Technologie eröffnet Netzbetreibern und Energieversorgungsunternehmen neue Ertragsmöglichkeiten.

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Wasserstoff: Sektorkopplung bringt Klimaziel 2050 in Reichweite (27.4.2021)

Immer mehr Länder setzen auf dem Weg zur CO2-Neutralität auf Wasserstoff, der über die Sektorkopplung ein großes Potenzial eröffnet. Deutschland profitiert auch als Exporteur von PtX-Technologien.

Kurz & klar

  • Die auf Wasserstoff (H2) basierende Sektorkopplung – auch „Power-to-X“-(PtX)-Technologie genannt, stärkt über den Energiesektor hinaus den Klimaschutz und damit die Nachhaltigkeit.
  • PtX ermöglicht den Einsatz von „grünem“ Wasserstoff in anderen Sektoren (etwa in der Industrie, in Gebäuden sowie in der Mobilität) und unterstützt mittel- und langfristig den Weg in eine klimaneutrale Gesellschaft.
  • Ein schneller Aufbau internationaler Partnerschaften soll die Kosten von „grünem“ Wasserstoff senken und der verarbeitenden Industrie Deutschlands ermöglichen, ihr Know-how entlang der gesamten H2-Wertschöpfungskette zu vermarkten.
  • Zu Beginn des Jahres 2021 hatten bereits über 30 Länder eine H2-Roadmap veröffentlicht. Die Chancen stehen gut, dass die Kostendifferenz zwischen „grauem“ und „grünem“ Wasserstoff bis 2030 deutlich kleiner wird.

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Power-to-Gas - "Gamechanger" für den Strom- und Wärmesektor (30.3.2021)

Die Wasserstoff-basierte PtG-Technologie macht „grünen“ Wasserstoff speicherbar. Die deutsche Industrie ist entlang der gesamten Wertschöpfungskette gut positioniert.

Kurz & klar

  • Mit der Power-to-Gas (PtG)-Technologie wird durch Wasserelektrolyse gewonnener „grüner“ Wasserstoff mit Kohlendioxid in speicherbares „künstliches“ Methangas umgewandelt.
  • Strom aus Erneuerbaren Energien wird damit leichter speicherbar und grundlastfähig.
  • Mit der PtG-Technologie kann der CO2-Ausstoß von Gaskraftwerken reduziert werden.
  • Deutschland wird künftig große Mengen an grünem Wasserstoff importieren müssen. Vom Aufbau der Wasserstoff-Industrie sollte die deutsche Wirtschaft entlang der gesamten Wasserstoff-Wertschöpfungskette profitieren.

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Die Covid-19 Auswirkungen auf Nachhaltigkeit (11.2.2021)

Der Ausbruch der Covid-19 Pandemie im Frühjahr 2020 stellte die Welt vor unvorhergesehene Aufgaben. Zur Bekämpfung der medizinischen Krise wurde zu drastischen Maßnahmen gegriffen.

Kurz & klar

  • Die Covid-19 Pandemie hat den Klimaschutz und nachhaltige Finanzmärkte zwar temporär in den Hintergrund gedrängt, aber langfristig hat das Thema Nachhaltigkeit durch die Covid-19 Krise an Bedeutung gewonnen.
  • Neben dem Klimaschutz rücken soziale und governance Aspekte verstärkt in den Blickpunkt von Gesellschaft und Investoren.

Geschäftsschließungen und Reisebeschränkungen stürzten die Weltwirtschaft in die tiefste Rezession seit dem zweiten Weltkrieg. Um den wirtschaftlichen Abschwung zu begrenzen haben weltweit Regierungen und Zentralbanken eine Vielzahl an Gegenmaßnahmen eingeleitet. Neben kurzfristigen Hilfspaketen und geldpolitischen Interventionen wurde dabei auch subventionierende Industriepolitik betrieben. Ein Thema, das bis dahin erhöhte mediale und gesellschaftliche Aufmerksamkeit erfuhr, drohte dabei zunächst unter die Räder zu geraten. Nachhaltigkeit und insbesondere der Klimaschutz hatten es bis zum Ausbruch der Covid-19 Pandemie an die Spitze der politischen Agenda vieler Regierungen gebracht. Auch an den Finanzmärkten stieg das Interesse an nachhaltigen Finanzprodukten wie Green Bonds stark an und die Märkte galoppierten von einem Rekord zum nächsten. Mit dem Ausbruch der Pandemie fokussierten sich die Regierungen auf deren Eindämmung und versuchten, die Wirtschaftslage zu stabilisieren und Massenarbeitslosigkeit zu verhindern. Der globale Kampf gegen den Klimawandel drohte in den Hintergrund gedrängt zu werden. Im Verlauf der Pandemie...

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CO2-Steuer – die bessere EEG-Abgabe (12.10.2020)

Die ineffiziente EEG-Umlage wird immer teurer und behindert Zukunftstechnologien wie die Sektorkopplung. Eine CO2-Steuer für alle Sektoren könnte ein Ausweg sein.

Kurz & klar

  • Fehlanreize im Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) und immer stärker steigende Kosten der Energiewende machen eine Neujustierung der deutschen Klimaschutzpolitik notwendig.
  • Die im Rahmen des „Green Deals“ der EU geplante Ausdehnung des Europäischen Emissionshandels (EU-ETS) auf weitere Sektoren könnte die in Deutschland als Übergangslösung ab 2021 geltende CO2-Steuer für die Nicht-EU-ETS-Sektoren Gebäude und Verkehr ablösen.
  • Ein vollständiger Ersatz der bisherigen EE-Förderung durch eine nationale CO2-Steuer für alle Sektoren hätte als Übergangslösung positive Klimaschutzwirkungen und ließe sich später in den europäischen CO2-Zertifikatehandel integrieren.
  • Um das Potenzial für CO2-bindende wirtschaftliche Aktivitäten zu nutzen, sollte eine nationale Steuer symmetrisch ausgestaltet werden, d.h. ein negativer CO2-Ausstoß wäre vom Gesetzgeber mit einer Bonus-Zahlung zu honorieren.

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Energiewende: Alle Potenziale ausschöpfen (24.08.2020)

Deutschland macht große Fortschritte bei Erneuerbaren Energien, leider zu Lasten von Versorgungssicherheit und Wirtschaftlichkeit. Wir zeigen Wege auf, wie das Energie-Trilemma gelöst werden könnte.

Kurz & klar

  • Damit Deutschland und Europa bis 2050 CO2-neutral sind, muss die Energiewende konsequent weiter umgesetzt werden.
  • Die Grünstromerzeugung in Deutschland liegt auf einem Rekordhoch. Mit dem beschlossenen Atom- und Kohleausstieg sinkt mittelfristig die verfügbare Grundlast. Das Thema Netzstabilität gewinnt an Brisanz.
  • Für den Umbau hin zu einem dezentralen nachhaltigen Energiesystem muss an vielen Stellschrauben gedreht werden: Stromspeicher, Energieeffizienz, Flexibilitätsoptionen und Sektorkopplung sind dafür zentrale Parameter mit großem Potenzial.

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