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Megatrend - Politische Rahmenbedingungen und Regulatorik

Wie groß wird die Insolvenzwelle durch Corona? (02.10.2020)

Die Corona-Krise hat die Wirtschaft schwer erschüttert. Wir analysieren das Risiko einer Insolvenzwelle und zeigen, dass die aktuellen Hilfen Nebenwirkungen haben. Schwierige Entscheidung stehen an.

Kurz & klar

  • Aktuell stützen regulatorische, fiskalische und geldpolitische Hilfsmaßnahmen die Unternehmen in Deutschland und verhindern einen Anstieg der Insolvenzen.
  • Das Ausmaß der Angebotsrestriktionen und die Tiefe der Rezession lassen aber erwarten, dass eine historische Insolvenzwelle nur aufgeschoben ist. Denn auch die tiefen Taschen des Bundes haben einen Boden.
  • Auch dürften die Hilfen mit zunehmender Dauer höhere negative Auswirkungen auf das Wachstum entfalten. Denn Zombie-Unternehmen werden neu geschaffen bzw. am Markt gehalten. Das legt ein Blick auf die Verteilung der Hilfskredite nahe.

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Regulatorik - Geldmarktsätze 2.0: Die neuen LIBORs (11.03.2020)

Die LIBORs werden neu aufgestellt. Im Gegensatz zum EURIBOR bleibt von den LIBORs nichts mehr übrig. Wir erklären die neuen Geldmarktsätze und auf was man sich einstellen muss.

Kurz & klar

  • Die LIBORs werden grundlegend neu aufgestellt. Im Gegensatz zum EURIBOR, der lediglich reformiert wurde, bleibt von den LIBORs Ende 2021 nichts mehr übrig.
  • Kreditnehmer, Investoren, Emittenten und Finanzinstitute müssen sich aufgrund der Komplexität des Projekts auf weitreichende Veränderungen einstellen. Es geht bereits in die konkrete Umsetzungsphase.
  • Das bestehende umfragebasierte System soll durch risikofreie Geldmarktsätze, ersetzt werden, die auf realen Transaktionen beruhen. SOFR (USD), SONIA (GBP) und SARON (CHF) haben sich bereits auf Tagesgeldbasis etabliert.
  • Da man sich einer Hilfskonstruktion über Tagessätze behilft, müssen damit einhergehende Schwierigkeiten behoben werden. Wir erklären wie man den Durchschnittszins berechnet und einen periodischen Zinssatz generiert.

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