BayernLB

Newsticker

Juli 2019

16.07.2019
München bald so warm wie Mailand

Eine Studie der Schweizer Universität ETH hat den Temperaturanstieg in 500 Großstädten bis zum Jahr 2050 untersucht. Das Ergebnis: In 77 Prozent der Städte könnte in den kommen 30 Jahren ein sehr großer Temperaturanstieg zu verzeichnen sein. Nach Analysen der Forscher könnte die Durchschnittstemperatur in Berlin um 6,1, Grad steigen und damit auf dem Niveau des australischen Canberras liegen. In München würde der Wert um 4,6 Grad steigen; vergleichbar mit der heutigen Temperatur in Mailand.

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11.07.2019
Klimawandel aus CEO-Sicht größte Bedrohung für Unternehmen

Der Klimawandel und andere Umweltrisiken stellen nach Einschätzung globaler CEO die größte Bedrohung für das Wachstum ihrer Unternehmen dar. Für 22% der rund 1.300 von KPMG befragten Vorstandsvorsitzenden bieten diese Entwicklungen Anlass zur Sorge. Auf Rang 2 landet mit 18% die Rückkehr zum Protektionismus, auf Rang 3 Unsicherheiten durch disruptive Technologien (18%).

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05.07.2019
Weltweite Aufforstung kann Klimawandel stoppen

Durch die Neubepflanzung von rund 900 Millionen Hektar Wald könnten der Klimawandel effektiv bekämpft und das 1,5°-Ziel des Weltklimarates IPCC erreicht werden. Dies zeigt eine aktuelle Studie von Forschern der ETH Zürich. Derzeit sind weltweit rund 2,8 Milliarden Hektar mit Wald bedeckt, die vorgeschlagene Aufforstung wäre möglich, ohne dass Städte oder Agrarflächen beeinträchtigt würden. Die neuen Wälder, die etwa der Größe der USA entsprächen, könnten 205 Milliarden Tonnen CO2 speichern. Dies sind ungefähr zwei Drittel der rund 300 Milliarden Tonnen CO2, die seit Beginn der industriellen Revolution durch den Menschen verursacht wurden und in die Atmosphäre gelangt sind.

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02.07.2019
Finnland will bereits bis 2035 klimaneutral werden

Bis 2015 und damit früher als alle anderen Industriestaaten will Finnland klimaneutral werden. Zu diesem Zeitpunkt sollen sich der Ausstoß von CO2 und anderen Treibhausgasen und ihre Aufnahme insbesondere durch Wälder die Waage halten. Nach 2035 strebt Finnland sogar einen negativen Saldo an: Es soll dann mehr CO2 aus der Atmosphäre gebunden werden als durch finnische Unternehmen und Privathaushalte emittiert wird. Mit der Zielmarke 2035 ist Finnland Vorreiter innerhalb der EU vor Island, das bis 2040 klimaneutral sein will und Schweden, das sich dieses Ziel für 2045 gesetzt hat. Deutschland hält bislang an der Zielmarke 2050 fest.

Juni 2019

18.06.2019
Weltwasserbericht: UNESCO beklagt mangelnden Zugang zu sauberem Trinkwasser

Weltweit leben mehr als zwei Milliarden Menschen ohne sicheren Zugang zu sauberem Trinkwasser. Dies berichtet die UNESCO in ihrem aktuellen Weltwasserbericht. Die Hälfte dieser Menschen lebt dem Bericht zufolge in Afrika. Lediglich 24 Prozent der Bevölkerung in den Ländern südlich der Sahara haben demnach Zugang zu Trinkwasser, das den hygienischen Standards entspricht. Gleichzeitig hat nur knapp die Hälfte der Weltbevölkerung einen Zugang zu sauberen und funktionierenden Sanitäranlagen. Bis 2030 sollen gemäß Ziel 6 der UN Sustainable Development Goals (SDGs) alle Menschen einen Zugang zu sauberem Wasser und angemessenen Sanitäranlagen haben.

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17.06.2019
Niederlande begeben Green Bond über knapp 6 Milliarden Euro

Als erster mit einem Triple-A bewerteter Staat haben die Niederlande einen Green Bond emittiert. Mit dem Erlös sollen grüne oder klimabedingte Ausgaben und Investitionen finanziert werden, darunter Projekte aus den Bereichen erneuerbare Energien, Energieeffizienz, sauberer Verkehr und Anpassung an den Klimawandel. Die grüne Anleihe mit einem Volumen von 5,98 Mrd. Euro hat einen Kupon von 0,5 Prozent mit einer Laufzeit bis zum 15. Januar 2040. Das Orderbuch wurde mit einem Gesamtvolumen von 21,2 Mrd. Euro geschlossen. Der Ausgabepreis wurde auf 98,89 Euro festgelegt, was einer Emissionsrendite von 0,557 Prozent


03.06.2019
Umsetzung der UN Sustainable Development Goals

Der Klimaschutz, Ziel 13 der UN Sustainable Development Goals (SDGs), hat unter den 17 Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen die höchste Dringlichkeit. Dies ist ein Ergebnis der Befragung von weltweit 454 Experten, die das Forschungsinstitut SustainAbility durchgeführt hat. Die größten Fortschritte gab es nach Einschätzung der Experten in den vergangenen Jahren bei Ziel 17, der Schaffung von Partnerschaften zur Erreichung der Ziele. Hintergrund ist hier die steigende Zahl von Branchen- und Unternehmenskooperationen zur Erreichung der SDGs. Als wichtigste Treiber der Entwicklung sehen die Experten die Nichtregierungsorganisationen, Social Entrepreneurs sowie die UN. Den nationalen Regierungen attestieren die Experten dagegen ein bislang unzureichendes Engagement.

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Mai 2019

23.05.2019
Weniger Kohlestrom verbraucht

Die Stein- und Braunkohlekraftwerke in Deutschland haben nach Berechnungen des BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft von Januar bis März 2019 rund 12 Milliarden Kilowattstunden (kWh) weniger Strom erzeugt als im Vorjahreszeitraum: Speisten sie im ersten Quartal 2018 noch rund 63 Mrd. kWh Strom ein, so waren es 2019 rund 51 Mrd. kWh. Dies entspricht einem Rückgang um rund 19 Prozent.

Gründe hierfür waren nach Angaben des BDEW zum einen das nahezu durchgängig hohe Windaufkommen zu Beginn des Jahres 2019. Dadurch konnten die Erneuerbaren Energien insgesamt 9,3 Mrd. kWh oder 16 Prozent mehr Strom als im Vorjahreszeitraum einspeisen. Zum anderen lag es an unterschiedlichen Witterungsbedingungen. Während das erste Quartal 2018 außergewöhnlich kalt war, brachten diese Monate im Jahr 2019 besonders milde Temperaturen. Dementsprechend wurde weniger Energie für Heizwärme eingesetzt.

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13.05.2019
187 Staaten schließen globales Abkommen über Plastikmüll

Künftig darf nur noch sortierter, gereinigter und wiederverwertbarer Plastikmüll international gehandelt werden. Für den Export anderer Plastikabfälle wird künftig weltweit eine Zustimmung der Export- und Importländer erforderlich sein. Auf diese neuen Regelungen zum Umgang mit Plastikmüll einigten sich 187 Staaten bei einer UN-Konferenz in Genf. Das Rahmenabkommen ist rechtlich bindend und ergänzt nach Angaben des UN-Umweltprogramms UNEP das internationale Umweltabkommen von Basel über die Kontrolle der grenzüberschreitenden Verbringung gefährlicher Abfälle und ihrer Entsorgung aus dem Jahr 1989.


09.05.2019
Mehrheit der Bundesbürger misst dem Naturschutz überragende Bedeutung bei

98 Prozent der Bundesbürger sehen die Menschheit in der Verantwortung, die Natur und den Artenreichtum zu schützen. Jeweils 97 Prozent der rund 1.500 für das Eurobarometer befragten Bundesbürger äußerten die Überzeugung, dass die biologische Vielfalt (Biodiversität) wesentlich für den Schutz des Klimas sei und zu Gesundheit und Wohlbefinden der Menschen beitrage. Die Deutschen nehmen das Thema Naturschutz damit noch etwas wichtiger als der Durchschnitt der EU-Bürger: Insgesamt sagten 96 Prozent der über 27.000 europaweit Befragten, dass die Menschheit die Natur schützen muss.

Die kompletten Resultate der Befragung finden Sie auf den Internetseiten der Europäischen Kommission.

April 2019

29.04.2019
Weltgemeinschaft berät über Artenschutz

In Paris beginnt heute die Konferenz des Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services (IPBES) zum ersten globalen Bericht zum Zustand der Natur seit 2005. Ziel der Konferenz ist es, bis zum 4. Mai einen weltweit akzeptierten Sachstand zur Lage der Natur, den bestehenden Problemen und möglichen Lösungen zu schaffen. Der Weltbiodiversitätsrat IPBES ist ein zwischenstaatliches Gremium zur wissenschaftlichen Politikberatung zu den Themen biologische Vielfalt und Ökosystemleistungen. Die IPBES ist vergleichbar mit dem Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) für das Klima („Weltklimarat“).

Der vorliegende Entwurf des Berichts stellt fest, dass die Geschwindigkeit, in der Tiere und Pflanzen aussterben, heute bis zu hundertmal höher ist als im Durchschnitt der vergangenen zehn Millionen Jahre. Die Wissenschaftler des IPBES gehen davon aus, dass 500.000 bis eine Millionen der geschätzten zehn Millionen Tier- und Pflanzenarten stark vom Aussterben bedroht sind. Ein Hauptgrund dafür ist der Verlust der Lebensräume von Wildtieren und Pflanzen.

Eine aktuelle Studie im Auftrag der EU-Kommission zeigt, dass der Schutz dieser Lebensräume auch ökonomisch sinnvoll ist. So verursachen die Schutzgebiete, die rund 18 Prozent der Landfläche der EU ausmachen, jährliche Kosten in Höhe von etwa sechs Milliarden Euro, bringen aber rund 300 Milliarden Euro Nutzen, unter anderem durch Hochwasserschutz oder die Bestäubungsleistungen von Bienen.

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17.04.2019
Größter Offshore-Windpark in der Ostsee in Betrieb

Der Offshore-Windpark Arkona, der als größter Windpark in der Ostsee gilt, wurde am 16. April offiziell in Betrieb genommen. Er ist ein Joint Venture des Energiekonzerns E.on und des norwegischen Energieunternehmens Equinor, die sich die Kosten in Höhe von rund 1,2 Milliarden Euro geteilt haben. Der aus 60 Windanlagen bestehende Park hat eine Leistung von 385 Megawatt und könnte damit rund 400.000 Haushalte mit Strom versorgen.
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15.04.2019
22 Länder gründen Klimakoalition

In Kampf gegen den Klimawandel haben die Finanzminister aus 22 Ländern, darunter Deutschland, Frankreich und Großbritannien, eine Vereinbarung unterzeichnet, die eine bessere Zusammenarbeit beim Klimaschutz und eine spürbare Verteuerung von CO2 vorsieht. In dem gemeinsamen Papier schlagen die Minister verschiedene Maßnahmen vor, um den Ausstoß von CO2 und anderen Treibhausgasen einzudämmen. Dazu zählen unter anderem ein wirksamer Emissionshandel und Umweltabgaben, die in Relation zum CO2-Ausstoß stehen. Die Minister erwägen zudem eine Kürzung der Subventionen für fossile Energieträger. Weltweit wurden nach Aussagen der IWF-Chefin Christine Lagarde im Jahr 2015 rund 5,2 Billionen US-Dollar an Subventionen für Kohle, Öl und Gas gezahlt.


11.04.2019
Internationale Agentur für Erneuerbare Energien: 90% Ökostrom bis 2050 möglich

Der weltweite Strombedarf könnte bis 2050 zu gut 90 Prozent aus erneuerbaren Energien gedeckt werden. Zu diesem Schluss kommt die Internationale Agentur für erneuerbare Energien (IRENA) in einer aktuellen Studie. Dafür sind nach Berechnungen der Organisation weltweit Investitionen von rund 13 Billionen für den Umbau der Energieversorgung erforderlich. Unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten ist dieses Kapital nach Berechnungen der Agentur sinnvoll investiert. Nach Aussagen des IRENA-Generaldirektors Francesco La Camera zahlt sich jeder Euro, der für die Energiewende ausgegeben wird, bis zu sieben Mal aus.
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10.04.2019
Umweltbundesamt: Jede Tonne CO2 verursacht Schäden von 180 Euro

Der Ausstoß einer Tonne Kohlenstoffdioxid (CO2) verursacht nach Berechnungen des Umweltbundesamtes (UBA) Schäden in Höhe von 180 Euro. Umgerechnet auf die Emissionen in Deutschland im Jahr 2016 entspricht das nach Angaben des UBA Gesamtkosten von rund 164 Milliarden Euro. Zu den negativen Auswirkungen der Emissionen zählt das UBA unter anderem umweltbedingte Gesundheits- und Materialschäden, Ernteausfälle und Schäden an Ökosystemen.
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09.04.2019
Fridays for Future – Schüler stellen konkrete Forderungen

Seit Monaten gehen Schüler in ganz Europa jeden Freitag auf die Straße, um für mehr Klimaschutz zu demonstrieren. Nun haben deutsche Schüler erstmals einen umfassenden Katalog von Klimaschutzmaßnahmen vorgelegt. Darin fordern sie unter anderem

  • die Einführung einer Steuer auf Treibhausgasemissionen in Höhe von bis zu 180 Euro je Tonne,
  • die Abschaltung von einem Viertel der Kapazitäten von Kohlekraftwerken in Deutschland bis Ende 2019,
  • den Ausstieg aus der Kohlenutzung bis 2030
  • die Herstellung der Treibhausgasneutralität in Deutschland bis 2035.

Das Forderungspapier von Fridays for Future finden Sie hier


03.04.2019
Treibhausgasemissionen in Deutschland gesunken

In Deutschland wurden 2018 nach Berechnungen des Umweltbundesamtes (UBA) insgesamt rund 869 Mio. Tonnen CO2 und andere Treibhausgase freigesetzt – 4,2 Prozent weniger als Im Vorjahr. Nach vier Jahren Stagnation wurde damit erstmals wieder eine signifikante Reduzierung der Emissionen im Vergleich zum Vorjahr erreicht. Deutliche Rückgänge gab es dabei insbesondere in der Energiewirtschaft sowie bei den privaten Haushalten, im Verkehrsbereich gingen die Emissionen leicht zurück. Ursächlich für diese positive Entwicklung waren nach Angaben des UBA der sinkende Verbrauch von fossilen Energien und die außergewöhnliche Witterung im Jahr 2018. Im Vergleich zum Basisjahr 1990 sind die Emissionen damit insgesamt um 30,6 Prozent gesunken. Nach den Vorgaben des Klimaschutzplanes der Bundesregierung soll bis 2030 eine Reduzierung von 55 Prozent erreicht werden.
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März 2019

29.03.2019
Rekordanstieg des Meeresspiegels

2018 ist der Meeresspiegel nach Aussagen der Weltwetterorganisation (WMO) außergewöhnlich stark gestiegen. Der globale Mittelwert lag um rund 3,7 Millimeter über dem Wert von 2017. Der durchschnittliche Anstieg seit 1993 betrug 3,15 Millimeter pro Jahr. Nach Einschätzung von UN-Generalsekretär António Guterres gibt diese Entwicklung Anlass zu großer Sorge.

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27.03.2019
CO2-Emissionen aus Energieversorgung erreichen Rekordniveau

Mit 33,1 Gigatonnen haben die energiebedingten CO2-Emissionen in 2018 ein neues Rekordniveau erreicht. Das berichtet die Internationale Energieagentur (IEA) in ihrem aktuellen Global Energy & CO2 Status Report. Damit lag Ausstoß um 1,7 Prozent über dem Vorjahresniveau. Allein 10 Gigatonnen entfielen dabei auf die Nutzung von Kohle für die Erzeugung von Strom und Wärme.

Ursächlich für den Anstieg der Emission ist der weltweit steigende Energiebedarf. Er lag 2018 rund 2,3 Prozent über dem Stand von 2017. Fast 70 Prozent des weltweiten Mehrverbrauchs gingen dabei auf das Konto von China, Indien und den USA. Während China und die USA dabei vor allem mehr Gas nutzten, deckte Indien seinen steigenden Energiebedarf vorrangig durch die Nutzung von Kohle. In Europa stieg der Energieverbrauch nur um 0,2 Prozent, die CO2-Emissionen gingen sogar um 1,3 Prozent zurück.

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18.03.2019
EU-Parlament fordert klimaneutrale Wirtschaft

Im Kampf gegen den Klimawandel fordert das EU-Parlament in einer Resolution eine Wirtschaft ohne Treibhausgase bis 2050. Eine entsprechende Transformation der Wirtschaft ist aus Sicht der EU-Parlamentarier notwendig, um die im Pariser Weltklimaabkommen vereinbarten Ziele zu erreichen. Dabei sollen die sozialen Folgen des Umbaus der Wirtschaft abgefedert werden, etwa durch die Schaffung eines speziellen Fonds für Regionen, die besonders von den Dekarbonisierung betroffen sein werden. Laut Resolution birgt der Übergang zur Klimaneutralität das Potenzial für einen Nettozuwachs von 2,1 Millionen Arbeitsplätzen bis 2050.

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12.03.2019
BayernLB platziert erfolgreich ersten Social Covered Bonds aus Frankreich

Die BayernLB hat als Joint-Lead Manager den ersten Social Covered Bonds aus Frankreich erfolgreich am Markt platziert. Emittentin der 8-jährigen Emission in Höhe von EUR 1 Mrd. ist die Caisse Française de Financement Local (CAFFIL), eine Tochtergesellschaft der französischen Entwicklungsbank SFIL.

Bei der Emission handelte es sich um die erste europäische Social Covered Emission aus dem Bereich Public Healthcare. Mit dem öffentlich gedeckten Bond werden Kredite an öffentliche Krankenhäuser in Frankreich refinanziert, die eine flächendeckende Versorgung für die medizinischen Bedürfnisse aller Bürger unabhängig von ihren sozialen und finanziellen Verhältnissen ermöglichen. Dieses Konzept stieß im Rahmen der Roadshow in Deutschland, Frankreich, UK, den Niederlanden, Dänemark und Finnland insbesondere, aber nicht nur bei Investoren mit speziellem Fokus auf nachhaltige Geldanlage auf sehr großes Interesse.

Insgesamt platzierten mehr als 110 Investoren Orders von über EUR 2,6 Mrd. Das große Interesse auf Investorenseite führte dazu, dass die Emission ohne die bei Neuemissionen regelmäßig gewährte Prämie für die Investoren platziert werden konnte - ein herausragender Erfolg für die Emittentin und die Platzierungskraft der BayernLB. Hervorzuheben ist ferner, dass mehr als 1/3 der Emission bei Investoren platziert wurde, die hohen Wert auf eine nachhaltige Geldanlage legen.

Die Emission ist ein weiterer Meilenstein im Rahmen der Green Finance- Aktivitäten der Bank, erstmals agierte die BayernLB als Joint-Lead Manager eines ESG Bonds aus Frankreich.


09.03.2019
Wetterdienste erwarten Schneemangel durch Klimawandel

Die europäischen Wetterdienste erwarten durch den Klimawandel bis Ende des Jahrhunderts im Alpenraum und in den deutschen Mittelgebirgen einen Temperaturanstieg um mindestens zwei Grad Celsius im Jahresdurchschnitt. Dadurch werde es im Winter deutlich weniger und in kürzeren Zeiten zum Skifahren geeigneten Schnee geben, heißt es in einem gemeinsamen Positionspapier. Die Zunahme der Temperatur betrifft dabei alle Jahreszeiten. Nur umfassende Maßnahmen zur Emissionsreduktion, so wie im Pariser Klimaschutzabkommen vorgesehen, können nach Einschätzung der Wetterdienste helfen, diesen Wert zu unterschreiten.

Wintersportorten und -betreibern empfehlen die Autoren des Positionspapiers technologische und organisatorische Maßnahmen, die diese Entwicklungen berücksichtigen. Zudem raten sie zu einer verstärkten Nutzung erneuerbarer Energien und einer Steigerung der Energie- und Ressourceneffizienz in allen Sektoren des Wintersports im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung.

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06.03.2019
UN warnt vor unterschätzten Umweltgefahren

Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) warnt in seinem neuen Report „Frontiers 2018/2019“ vor fünf globalen Umweltrisiken, die nach Einschätzung der Autoren bislang unterschätzt werden. Dazu zählen Fortschritte in der synthetischen Biologie, die Zerstörung von Lebensräumen durch den Ausbau von Infrastruktur, das Auftauen der Permafrostböden sowie der globale Überschuss an Stickstoff und die Gefahr einer „Maladaption", der Fehlanpassung an die Klimaveränderungen.

Im Hinblick auf die alarmierende Entwicklung der Permafrostböden stellt der Report fest, dass in ihnen rund die Hälfte des weltweit im Boden gespeicherten Kohlenstoffs eingelagert ist. Durch das Auftauen der Böden werden Klimagase wie CO2 und Methan freigesetzt, die wiederum zum Klimawandel beitragen. Die Autoren des Reports sehen daher im Permafrost ein potenzielles Kippelement für den Treibhauseffekt.

Die Gefahr einer Maladaption sehen die Autoren dort, wo lokale Anpassungsmaßnahmen kurzfristige Verbesserungen bringen, langfristig aber eine Verschlechterung der Situation eintritt. Als Beispiel wird auf Küstenschutzmaßnahmen in Bangladesh verwiesen, die Teile des Landes vor dem steigenden Meeresspiegel schützen sollen. Obwohl bereits absehbar ist, dass die Gebiete trotz dieser Maßnahmen im Jahr 2050 unter Wasser stehen werden, führen die Maßnahmen zu einem weiteren Zuzug von Menschen in diese Region.

Weitere Informationen und den vollständigen Report zum Download (in englischer Sprache) finden Sie hier .

Februar 2019

27.02.2019
Wirtschaftswissenschaftler sehen deutschen Kohleausstieg kritisch

Deutsche Wirtschaftsprofessoren haben sich in einer Umfrage des ifo-Instituts kritisch zu den Plänen geäußert, in Deutschland bis 2038 aus der Kohleverstromung auszusteigen. Lediglich 27 Prozent der insgesamt 143 befragten Professoren erwarten, dass durch den Ausstieg der CO2-Ausstoß in Europa verringert werden kann, 42 Prozent äußern hier Zweifel. 60 Prozent der Befragten erwarten, dass vorrangig Gaskraftwerke und Stromimporte aus dem europäischen Ausland den Strom aus deutschen Kohlekraftwerken ersetzen werden. 31 Prozent der Professoren attestieren Deutschland eine Vorreiterrolle beim globalen Klimaschutz.


15.02.2019
Australien erreicht Pariser Klimaziele früher

Australien wird die im Pariser Weltklimaabkommen für das Jahr 2030 definierten Klimaziele bereits 2025 erreichen. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der Australian National University in Canberra. Hintergrund für diese Prognose ist der massive Ausbau der erneuerbaren Energien. Der Studie zufolge wird Australien 2024 rund 50 Prozent seines Strombedarfs mit erneuerbaren Energien decken können, 2030 sollen es dann 100 Prozent sein. In 2019 sollen pro Einwohner etwa 250 Watt neuer Leistung aus erneuerbaren Energien installiert werden. In Deutschland waren es zuletzt 100 Watt, im Durchschnitt der EU-Staaten nicht einmal die Hälfte.

Nach einer aktuellen Studie der Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) setzt Australien derzeit noch stark auf die Nutzung von Kohle. Rund 63 Prozent des Strombedarfs wird aktuell durch Kohle gedeckt.
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13.02.2019
2015 bis 2018 heißeste Jahre seit Beginn der Wetteraufzeichnungen

Die vergangenen vier Jahre waren nach UN-Angaben die heißesten seit Beginn der weltweiten Wetteraufzeichnungen. In einer aktuellen Analyse spricht die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) von einem „klaren Zeichen für den anhaltenden langfristigen Klimawandel“. Demnach war 2018 das viertwärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen, die Durchschnittstemperatur lag ein Grad Celsius über dem Schnitt des vorindustriellen Zeitalters (1850 bis 1900). Die 20 heißesten Jahre seit Beginn der Wetteraufzeichnungen wurden nach Angaben der WMO allesamt in den vergangenen 22 Jahren gemessen. Besonders der europäische Raum war von den überdurchschnittlich warmen Temperaturen betroffen. „Der langfristige Temperaturtrend ist viel wichtiger als die Rangliste individueller Jahre, und dieser Trend zeigt nach oben“, sagte WMO-Generalsekretär Petteri Taalas. Wenn der gegenwärtige Trend anhalte, drohe die globale Durchschnittstemperatur bis zum Ende des Jahrhunderts um drei bis fünf Grad zu steigen. Taalas wies darauf hin, „dass wir die erste Generation sind, die den Klimawandel vollauf versteht, und die letzte Generation, die in der Lage ist, etwas dagegen zu tun“.


11.02.2019
Energieverbrauch in der EU erneut gestiegen

Der Energieverbrauch in der EU ist 2017 das dritte Jahr in Folge gestiegen. Mit 1.561 Millionen Tonnen Rohöleinheiten (Mio. t RÖE) lag der Primärenergieverbrauch rund 1 Prozent über dem des Vorjahres. Damit hat sich der Abstand zum Energieeffizienzziel der EU für 2020 erneut vergrößert. Dieses sieht vor, den Primärenergieverbrauch bis 2020 auf 1.483 Millionen Tonnen RÖE zu reduzieren. 2014 kamen die EU-Staaten diesem Ziel mit 1.511 Millionen Tonnen RÖE recht nah, seitdem steigt der Verbrauch aber wieder an.

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08.02.2019
Green Bonds: Vor dem nächsten Schub

Die BayernLB erwartet bei Green Bonds für 2019 ein Neuemissionsvolumen zwischen 175 und 185 Mrd. Euro und damit ein Plus von 5 bis 10 Prozent gegenüber 2018. Aufgrund der noch geringen Fälligkeiten in dem noch jungen Markt dürfte dabei das Nettoneuemissionsvolumen sehr hoch ausfallen. Eine etwas geringere Emissionsaktivität von traditionell aktiven Emittenten, insbesondere Förderbanken, Supranationals und anderer staatsnaher Institutionen, wird durch neue Emittenten, vor allem aus dem Unternehmens- und Bankensektor ersetzt.

Rückenwind könnten Green Bonds durch die aktuellen Entwicklungen im Zusammenhang mit dem EU-Aktionsplan „Finanzierung nachhaltigen Wachstums“ erhalten. In der Diskussion sind sowohl eine europaweit einheitliche Definition von Green Bond – der EU Green Bonds Standard – als auch ein „Green Supporting Factor“, also die Einführung niedrigerer Risikogewichte für Green Bonds. Eine solche bevorzugte regulatorische Behandlung von Green Bonds in Kombination mit einem etablierten Klassifizierungssystem in Form eines Green Bond Labels würden einen enormen Schub für die Assetklasse bedeuten, da sie Investoren eine höhere risikoadjustierte Rendite und Emittenten niedrigere Fundingkosten ermöglichen würde.

Weitere Informationen zu Stand und Perspektiven des Green Bond-Marktes bietet die aktuelle Studie „Green Bonds: Vor dem Schub“ aus der Reihe „Megatrend Energie und Klimawandel“ der BayernLB. Lesen Sie mehr dazu .


07.02.2019
Deutschland verfehlt Klimaschutzziele für 2020

Deutschland wird laut dem aktuellen Klimaschutzbericht 2018 seine Klimaziele für das Jahr 2020 deutlich verfehlen. Statt der angestrebte Reduzierung um 40 Prozent gegenüber dem Basisjahr 1990 werden die Treibhausgasemissionen voraussichtlich nur um 32 Prozent sinken. 2017 lag die Minderung bei 27,5 Prozent. Fortschritte werden bis 2020 für den Energiesektor erwartet, unter anderem aufgrund der Reform des EU-Emissionshandels. Allerdings werden diese Fortschritte durch höhere Emissionen in den Bereichen Verkehr und Gebäude zum Teil zunichtegemacht, heißt es im Klimaschutzbericht. Für 2030 gilt ein Reduktionsziel von 55 Prozent.
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Januar 2019

28. Januar
Kohlekommission legt Aussteigsplan vor – Ende der Kohleverstromung in 2038

Im Jahr 2038 soll das letzte deutsche Kohlekraftwerk vom Netz gehen. Dies ist das zentrale Ergebnis des Abschlussberichts, den die von der Bundesregierung eingesetzte Kohlekommission nun der Öffentlichkeit präsentiert hat. Sofern es die Versorgungssituation und die wirtschaftliche Lage zulassen, kann das Ausstiegsdatum im Einvernehmen mit den Kraftwerksbetreibern auf das Jahr 2035 vorgezogen werden. Überprüft werden soll dies 2032. Bereits bis Ende 2022 sollen Kohlekraftwerke mit einer Gesamtleistung von 12,5 Gigawatt (GW) abgeschaltet werden, darunter 3,1, GW Braunkohle. Die betroffenen Bundesländer sollen über einen Zeitraum von 20 Jahren mit mindestens 40 Mrd. Euro beim Strukturwandel unterstützt werden.
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25. Januar
Mehrheit der Bundesbürger für raschen Kohleausstieg

59 Prozent der Bundesbürger sprechen sich aus Klima- und Naturschutzgründen für einen möglichst schnellen Ausstieg aus der Braunkohle aus. 36 Prozent der Bundesbürger plädieren aus Sorge um die Versorgungssicherheit und den Verlust von Arbeitsplätzen für eine weitere Förderung und Nutzung der Braunkohle. In den von einem möglichen Kohleausstieg besonders betroffenen Bundesländern Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt liegt der Anteil der Braunkohle-Befürworter mit 61 Prozent deutlich höher.
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23. Januar
Deutsche Wirtschaft rechnet mit zusätzlichen Kosten bei vorzeitigem Kohleausstieg

Ein politisch beschleunigter Ausstieg aus der Kohleverstromung würde für Wirtschaft und Privathaushalte bis 2030 zusätzliche Kosten von 14 bis 54 Milliarden Euro verursachen. Dies ist das Ergebnis einer Studie, die der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) und der Deutsche Industrie-und Handelskammertag (DIHT) in Auftrag gegeben haben. Pro Jahr wären dies zwischen 1,2 und 4,5 Milliarden Euro. Die große Bandbreite der Schätzungen resultiert dabei vor allem aus der Unsicherheit über die Entwicklung der Energierohstoffpreise.

Die Verbände fordern die Bundesregierung in ihrer Stellungnahme dazu auf, dem Anstieg der Strompreise mit fest zugesagten Strompreisentlastungen für die Verbraucher zu begegnen. Sie regen zudem eine Überprüfung der energie-, klima-, industrie- und strukturpolitischen Lage in Deutschland jeweils in den Jahren 2023, 2026 und zu Beginn der 2030 Jahre an. Auf Basis dieser von den Verbänden als „Checkpoints“ bezeichneten Überprüfungen sollte über die Abschaltung weiterer Kohlekraftwerke entschieden werden. Die Studie der Verbände erscheint kurz vor der Veröffentlichung der Empfehlungen der von der Bundesregierung eingesetzten Kohlekommission.
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21. Januar
Begrenzte Reichweite hält vom E-Auto-Kauf ab

Hohe Anschaffungskosten, vor allem aber die begrenzte Reichweite sprechen nach Einschätzung der Autokäufer gegen E-Autos. Dies zeigt der aktuelle Report 2019 der Deutschen Automobiltreuhand (DAT). Rund 60 Prozent der Befragten, die 2018 einen Neuwagen gekauft haben, gaben die Reichweite als wichtigsten Grund gegen E-Autos an. Im Vorjahr hatte der Anteil noch bei 51 Prozent gelegen. Für Gebrauchtwagenkäufer sind dagegen die Anschaffungskosten das wichtigste Hindernis für den Kauf eines E-Autos.

Insgesamt haben 24 Prozent der Neuwagen- und 12 Prozent der Gebrauchtwagenkäufer Pkws mit alternativem Antrieb in Erwägung gezogen. Dabei liegen Hybridfahrzeuge in der Gunst der Autokäufer vor reinen E-Autos. Auf die Frage, welche Antriebsart die präferierte wäre, wenn es keine reinen Pkw mit fossilem Verbrennungsmotor mehr gäbe, würden sich 67 Prozent der Neu- und 64 Prozent der Gebrauchtwagenkäufer für ein Hybridfahrzeug entscheiden. Für ein E-Auto sprachen sich 33 Prozent der Neu- und 36 Prozent der Gebrauchtwagenkäufer aus.
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17. Januar
Global Risks Report des World Economic Forum sieht Klimawandel als größtes globales Risiko

Der aktuelle Global Risks Report 2019 des World Economic Form (WEF) fällt so pessimistisch aus wie nie zuvor. Unter den insgesamt 30 vom WEF identifizierten globalen Risiken mit der höchsten Eintrittswahrscheinlichkeit dominieren mit dem Klimawandel verbundene Risiken. Extreme Wetterereignisse, ein Scheitern der Klimaschutzmaßnahmen und große Naturkatastrophen sind nach Einschätzung der rund 1.000 befragten Experten und Entscheidungsträger die drängendsten Herausforderungen für die Staatengemeinschaft, denen die Autoren der Studie gleichzeitig einen sinkenden Willen zur internationalen Kooperation attestieren. "Von allen Risiken ist es bei der Umwelt am offensichtlichsten, dass die Welt in eine Katastrophe schlafwandelt", heißt es in der Studie, die damit einen historischen Bezug zur Entstehung des 1. Weltkriegs herstellt. Zu den fünf Risiken mit der höchsten Eintrittswahrscheinlichkeit zählen die Experten daneben schwerwiegende Fälle von Datenbetrug und -diebstahl sowie groß angelegt Cyberangriffe.

Die fünf größten Risiken ...

Sortiert man die Risiken nach ihren Auswirkungen auf Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft landen gleich vier Umwelt- bzw. Klimarisiken unter den Top 5. Neben den drei genannten Risiken sind nach Einschätzung der Experten hier noch die Auswirkungen einer Wasserknappheit relevant. Die schwerwiegendste Gefahr geht von Massenvernichtungswaffen aus.
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16. Januar
Rasante Eisschmelze in der Antarktis

Das Eis der Antarktis schmilzt derzeit sechsmal so schnell wie in den 1980er-Jahren. Seit 2009 hat die Antarktis jährlich fast 252 Milliarden Tonnen Eis verloren, zwischen 1979 bis 1990 waren es noch 40 Milliarden Tonnen pro Jahr. Das sind die zentralen Ergebnisse einer neuen Studie der University of California. Da dieser Prozess durch die Erderwärmung weiter vorschreite, erwarte er „einen Meeresspiegelanstieg durch die Antarktis um mehrere Meter in den kommenden Jahrhunderten“, erklärte Studienautor Eric Rignot, der den Fachbereich Erdsystemforschung an der University of California in Irvine leitet. Schon in den Jahren 1979 bis 2017 habe die Eisschmelze am Südpol einen Meeresspiegelanstieg um rund anderthalb Zentimeter verursacht, heißt es in der Untersuchung. Noch mehr Sorgen bereitet es den Studienautoren, dass in Gebieten in der Ost-Antarktis, die früher als immun gegenüber der Erderwärmung galten, ebenfalls eine Menge Eis abschmolz. "Diese Region ist wahrscheinlich empfindlicher gegenüber dem Klima als traditionell angenommen, und das ist wichtig zu wissen, weil sie sogar über mehr Eis verfügt als die Westantarktis und die Antarktishalbinsel zusammen", warnen die Forscher in der Studie. Für die Studie hatten die Wissenschaftler die bislang längsten Untersuchungen zum Antarktis-Eis genutzt. Sie beruhen auf hochauflösenden Luftbildern der Nasa sowie Satellitendaten mehrerer Raumfahrtbehörden.
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15. Januar
Autobauer planen 300 Mrd. US-Dollar Investitionen in E-Mobilität

Rund 300 Mrd. US-Dollar wollen die Automobilhersteller in den kommenden fünf bis zehn Jahren in die Entwicklung von E-Autos und Batterietechnik investieren. Dies geht aus einer aktuellen Analyse der Nachrichtenagentur Reuters hervor. Besonders viel haben sich dabei die deutsche Automobilhersteller vorgenommen. So hat der der Volkswagen-Konzern angekündigt, bis zum Jahr 2025 allein 57 Mrd. US-Dollar in die Entwicklung von E-Autobatterien zu investieren, weitere 34 Mrd. US-Dollar sollen in die Produktentwicklung fließen. Daimler plant nach Angaben von Reuters Investitionen in Höhe von rund 42 Mrd. US-Dollar, BMW von 6,5 Mrd. US-Dollar. Insgesamt summieren sich die Investitionen der deutsche Automobilhersteller auf knapp 140 Mrd. US-Dollar. Chinesische Automobilunternehmen wollen rund 57 Mrd. US-Dollar in Elektromobilität investieren, US-Autobauer etwa 39 Mrd. US-Dollar.

Reuters hat für die Marktanalyse die Ankündigungen von insgesamt 29 Autoherstellern aus China, Deutschland, Frankreich, Indien, Japan, Südkorea und den USA ausgewertet. Nicht einbezogen wurden die entsprechenden Pläne von Zulieferern oder Tech-Firmen.
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9. Januar
Munich Re legt Naturkatastrophen-Bilanz für 2018 vor

Naturkatastrophen verursachten nach Berechnungen des Rückversicherers Munich Re 2018 weltweit Gesamtschäden in Höhe von rund 160 Mrd. US-Dollar. Davon entfielen allein 24 Mrd. US-Dollar auf die verheerenden Waldbrände in Kalifornien, 16 Mrd. US-Dollar auf den Hurrikan Michael und 3,9 Mrd. US-Dollar auf die Dürre in Europa. Rund 50 Prozent der weltweiten gesamtwirtschaftlichen Schäden waren versichert. Damit gehört 2018 zu den 10 teuersten Katastrophenjahren in Bezug auf die Gesamtschäden, für die Versicherungswirtschaft war es sogar das viertteuerste Jahr seit 1980.

Im Zusammenhang mit den Waldbränden in Kalifornien verweist die Munich Re auf die Auswirkungen des Klimawandels. Nach ihrer Einschätzung gibt es klare Hinweise darauf, dass der Klimawandel die Häufigkeit und das Ausmaß von Waldbränden beeinflusst. Gleiches gilt nach Einschätzung von Klimaexperten auch für andere Katastrophen wie Hurrikane und Dürren.

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4. Januar
Neuer Steuerbonus für Elektro-Dienstwagen

Seit Jahresbeginn gilt ein neuer Steuerbonus für Dienstwagen mit Elektro-, Hybrid- und Brennstoffzellen-Antrieb. Für sie sind anstelle der für konventionelle Dienstwagen gültigen Versteuerung eines Prozents des inländischen Listenpreises nur auf 0,5 des Listenpreises Steuern zu bezahlen. Die Regelung gilt für entsprechende Dienstwagen, die nach dem 31. Dezember 2018 und vor dem 1. Januar 2022 angeschafft werden. Durch die neue Regelung soll der weiterhin schleppende Absatz von Fahrzeugen mit Elektroantrieb gefördert werden.

Dezember 2018

21. Dezember
Schicht im Schacht: Letzte deutsche Steinkohlezeche schließt

In Bottrop wurde heute mit Prosper-Haniel die letzte deutsche Steinkohlezeche geschlossen. Damit endet nach mehr als 150 Jahren die industrielle Steinkohleförderung in Deutschland. Während 1960 noch knapp 146 Mio. Tonnen Steinkohle gefördert wurden, lag die Produktion 2017 bei nur noch 3,7 Mio. Tonnen. Zur Deckung des weiterhin bestehenden Bedarfs wurden 2017 rund 40,2 Mio. Tonnen Steinkohlen und Steinkohlenbriketts importiert. Wichtigste Handelspartner waren USA/Kanada, Australien und Kolumbien. Die von der Bundesregierung eingesetzte Kommission für Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung („Kohlekommission“) erarbeitet derzeit Empfehlungen für die Zukunft der Kohleverstromung und des Braunkohleabbaus. Der Abschlussbericht soll am 1.2.2019 an die Bundesregierung übergeben werden.


21. Dezember
Europäische Umweltminister einigen sich auf CO2-Grenzwerte für LKW

Der CO2-Ausstoß neuer LKW und Busse soll nach einem Beschluss der EU-Umweltminister bis 2025 um 15 Prozent, bis 2030 um 30 Prozent sinken. Damit werden erstmals überhaupt CO2-Grenzwerte für LKW und Busse festgelegt. In einem nächsten Schritt folgen nun Verhandlungen mit dem EU-Parlament, das sich bereits für schärfere Grenzwerte ausgesprochen hat. Erst vor wenigen Tagen hatten sich Vertreter der EU-Kommission, des Europäischen Parlaments und des Europäischen Rates auf einen gemeinsamen Vorschlag für die Regulierung der CO2-Emissionen von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen ab 2021 geeinigt. Danach müssen die Pkw-Hersteller den CO2-Ausstoß ihrer Neuwagenflotte in der EU bis 2030 um 37,5 Prozent gegenüber 2021 senken, leichte Nutzfahrzeuge sollen eine Reduzierung um 21 Prozent erreichen.


21. Dezember
Deutscher Wetterdienst: Klimawandel hat Deutschland im Griff

2018 war nach Berechnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) das wärmste Jahr seit Beginn der deutschlandweiten Wetterbeobachtungen im Jahr 1881. Die mittlere Temperatur lag mit 10,4 ° Celsius um 2,2° Celsius über dem vieljährigen Deutschlandmittel der Jahre 1961 bis 1990 und knapp vor dem bisher wärmsten Jahr 2014 mit 10,3 ° Celsius. Damit fallen nach Aussagen des DWD acht der neun wärmsten Jahre seit 1881 in das 21. Jahrhundert. Die Berechnungen des DWD beruhen auf Messungen bis zum 19.12 2018 und einer Abschätzung des Witterungsverlaufs der noch fehlenden Tage des Jahres durch die mittelfristige Wettervorhersage des Europäischen Zentrums für Mittelfristige Wettervorhersage.
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20. Dezember
Erneuerbare Energien ziehen mit Kohle gleich

Erstmals haben Wind- und Solarkraftanlagen in Deutschland genauso viel Strom produziert wie die Stein- und Braunkohlekraftwerke. Dies geht aus vorläufigen Zahlen des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) für das Jahr 2018 hervor, die der Verband am 19.12.2018 veröffentlicht hat. Danach stammten 2018 rund 35 Prozent des erzeugten Stroms aus erneuerbaren Energien, zwei Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Der Anteil der Kohle am Strommix sank dagegen um zwei Prozentpunkte auf ebenfalls 35 Prozent. Knapp 13 Prozent des erzeugten Stroms stammte aus Gas-, 12 Prozent aus Atomkraftwerken. Der Ausbau der Stromerzeugung durch erneuerbare Energien führte zu einem Rückgang der CO2-Emissionen, gegenüber 2017 sank ihr Ausstoß um ca. 11 Mio. Tonnen.
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18. Dezember
EU einigt sich auf schärfere CO2-Grenzwerte für Neuwagen

Vertreter der EU-Kommission, des Europäischen Parlaments und des Europäischen Rates haben sich in so genannten Trilog-Verhandlungen auf einen gemeinsamen Vorschlag für die Regulierung der CO2-Emissionen von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen ab 2021 geeinigt. Danach müssen die Pkw-Hersteller den CO2-Ausstoß ihrer Neuwagenflotte in der EU bis 2030 um 37,5 Prozent gegenüber 2021 senken, leichte Nutzfahrzeuge sollen eine Reduzierung um 21 Prozent erreichen. Bis 2025 gilt sowohl für Pkw als auch für leichte Nutzfahrzeuge als verbindliches Zwischenziel eine Reduktionsvorgabe von 15 Prozent. Die neuen Vorgaben treten in Kraft, sobald Rat und Parlament ihnen zugestimmt haben.


17. Dezember
Weltgemeinschaft gibt sich verbindliche Klimaregeln

Nach zähem Ringen hat sich die Staatengemeinschaft auf der Weltklimakonferenz im polnischen Katowice auf verbindliche Eckpunkte zur Umsetzung des Pariser Agreements geeinigt. Wesentliches Ergebnis der Konferenz ist ein Regelbuch zur Umsetzung des Weltklimaabkommens. Nachdem in Paris vereinbart worden war, dass die Vertragsstaaten ihre nationalen Beiträge zum Klimaschutz – die nationally determined contributions (NDCs) – definieren und regelmäßig über deren Umsetzung berichten, haben sich die Staaten nun in Katowice darauf verständigt, wie dies konkret geschehen soll. Dazu wurden klare und rechtsverbindliche Regeln für die Struktur und Inhalte dieser Klimaschutzbeiträge sowie für die Berichterstattung und Überprüfung festgelegt. Ab dem Jahr 2024 sollen alle Länder nach den nun beschlossenen Regeln berichten, ärmere Länder erhalten etwas mehr Zeit, um die technischen Voraussetzungen hierfür zu schaffen.

Nicht einigen konnte man sich dagegen in der Frage, wie der jüngste Bericht des Weltklimarats bewertet werden soll. Dieser hatte in seinem Bericht vom Oktober dieses Jahres eindringlich darauf hingewiesen, dass der Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur möglichst auf 1,5° Celsius begrenzt werden muss, um katastrophale Folgen für Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft zu verhindern. Insbesondere die vom Meeresspiegelanstieg besonders betroffenen Inselstaaten drängten darauf, diese Empfehlung an prominenter Stelle in das Abschlussdokument aufzunehmen. Dagegen regte sich der Widerstand von Saudi-Arabien und den USA. In einer Kompromissformulierung wird nun den Wissenschaftlern des IPCC gedankt, auf die Inhalte des Berichts aber nicht weiter eingegangen.

Ein drittes zentrales Thema war die Unterstützung der Entwicklungsländer durch die Industriestaaten. Hier forderten die ärmeren Länder, das Thema Schäden und Verluste durch den Klimawandel, für den nach ihrer Einschätzung insbesondere die Industriestaaten mit den jahrzehntelangen CO2-Emissionen verantwortlich sind, in die Berichte der Staaten aufzunehmen. Ein entsprechender Passus wurde in die Abschlusserklärung aufgenommen, eine völkerrechtliche Verpflichtung der Industriestaaten zur Entschädigung der Entwicklungsländer ergibt sich daraus allerdings nicht.

In diesem Zusammenhang ging es auch um die finanzielle Unterstützung der Entwicklungsländer. Die Industriestaaten haben zugesagt, ab 2020 jährlich 100 Mrd. US-Dollar an öffentlichen und privaten Mitteln bereitzustellen. Mit diesen Mitteln soll u. a. der Einsatz klimaverträglicher Technologien gefördert werden. Sie sollen aber auch eingesetzt werden, um sich an die Folgen des Klimawandels anzupassen, etwa durch den Bau höherer Deiche.


6. Dezember
Klima-Risiko-Index: Auch Industriestaaten zunehmend von den Folgen des Klimawandels betroffen

Auf der Klimakonferenz im polnischen Katowice hat die deutsche Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch ihren aktuellen Klima-Risiko-Index vorgestellt. Danach war 2017 das weltweit verheerendste Extremwetterjahr der jüngeren Geschichte. Stürme, Starkregen, Hitze und andere Extremwetterereignisse forderten mehr als 11.500 Todesopfer und verursachten Schäden von mehr als 330 Mrd. Euro. In Deutschland starben im vergangenen Jahr 27 Menschen bei solchen Ereignissen, die materiellen Schäden summierten sich auf knapp 3,2 Mrd. Euro.
In den vergangenen 20 Jahren gab es nach Aussage von Germanwatch rund 11.500 Extremwetterereignisse. Dabei starben mehr als 520.000 Menschen, die materiellen Schäden beliefen sich auf 3,1 Bill. Euro. Die Angaben der Organisation basieren auf Statistiken des Rückversicherers Munich Re und des Internationalen Währungsfonds.
Von den zehn am stärksten betroffenen Ländern (1998-2017) waren acht Entwicklungsländer der Ländergruppe mit niedrigem oder niedrigem mittleren Einkommen. Deutschland liegt in dieser Langzeitanalyse der Betroffenheit durch Extremwetterereignisse auf Rang 25, Frankreich sogar auf Rang 20. Bewertet werden insgesamt mehr als 170 Staaten.
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November 2018

29. November
EU soll bis 2050 klimaneutral sein

Die EU-Kommission hat eine Strategie vorgestellt, nach der die Mitgliedsstaaten bis 2050 umfassend dekarbonisiert werden sollen. Ziel der EU-Kommission ist es, die Netto-Emissionen von Treibhausgasen in der kommenden Generation auf Null zu reduzieren. Nicht vermeidbare Treibhausgase sollen durch sogenannte Senken aufgenommen und gespeichert werden. Dazu zählen natürliche Senken, etwas die Aufforstung von Wälder, sowie technische Senken wie die Abscheidung und dauerhafte Speicherung von Treibhausgasemissionen im Rahmen der Carbon Capture and Storage (CCS)-Technologie. Nachdem die EU-Kommission die erforderlichen Investitionen u. a. in Energieversorgung und Verkehr Anfang des Jahres noch mit rund 180 Mrd. Euro pro Jahr beziffert hatte, geht sie nun von einem zusätzlichen jährlichen Investitionsbedarf von bis zu 290 Mrd. Euro aus.
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28. November
UN Umweltprogramm: CO2-Emissionen steigen auf Rekordniveau

Im Jahr 2017 wurden weltweit rund 53,5 Gigatonnen CO2 emittiert – so viel, wie nie zuvor. Dies berichtet das UN Environmental Programme (UNEP) in seinem aktuellen Emissions Gap Report 2018. Nach drei stabilen Jahren stiegen die Emissionen damit im Vergleich zu 2016 um 1,1%. Um die globale Erderwärmung auf weniger als 2° C zu begrenzen, muss dieser Trend nach Darstellung des UNEP schnellstmöglich umgekehrt und bis 2030 eine Verringerung der Emissionen um 25% erreicht werden. Für das Ziel einer Begrenzung des Temperaturanstiegs auf 1,5 ° C müssen die Emissionen bis 2030 sogar um 50% sinken. Unter den G20-Ländern sind derzeit nur Brasilien, China und Japan auf dem Weg, ihre für 2030 definierten Reduktionsziele zu erreichen.
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27. November
Investitionsklima für erneuerbare Energien in Deutschland leicht verschlechtert

Zusammen mit dem Thinktank Germanwatch und dem NewClimate Institute hat die Allianz SE den neuen Klima- und Energiemonitor 2018 vorgestellt. Er vergleicht die G20-Staaten im Hinblick auf ihre Attraktivität für Investitionen in eine emissionsfreie Energie-Infrastruktur. Zudem errechnen die Autoren, wie hoch der Investitionsbedarf zur Erreichung der im Paris Agreement vereinbarten Klimaziele ist. Zentrale Bewertungskriterien sind die Verlässlichkeit der Energie- und Klimapolitik, eine konkrete und transparente Unterstützung für erneuerbare Energien, faire Wettbewerbsbedingungen im Vergleich zu fossilen Energien sowie Markterfahrungen mit erneuerbaren Energien. Hinzu kommen makroökonomische Faktoren wie Inflation, Offenheit für ausländische Investoren und Rechtssicherheit.

Im aktuellen Ranking verliert Deutschland den ersten Platz an Frankreich, das jetzt unter den G20-Staaten die attraktivsten Bedingungen für Investitionen in erneuerbare Energien bietet. Auf Rang 3 landet Großbritannien, gefolgt von Italien und China. Das schlechteste Investitionsklima attestieren die Autoren Argentinien, Indonesien und Russland.

Zur Einhaltung der Pariser Klimaziele müssen die Investitionen in erneuerbare Energien deutlich wachsen: Die Autoren der Studie gehen davon aus, dass in den G20-Staaten jährlich rund 886 Mrd. US-Dollar zusätzlich in den Energiesektor investiert werden müssen. Voraussetzung dafür ist nach Einschätzung der Autoren, dass alle Staaten die politischen Rahmenbedingungen für kohlenstoffarme Investitionen weiter verbessern.
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23. November
WMO: Konzentration von CO2 in der Atmosphäre auf Rekordniveau

Mit einem Wert von 405,5 Teilen pro Million (ppm) hat die Konzentration von Kohlendioxid in der Erdatmosphäre ein neues Rekordniveau erreicht. Dies berichtet die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) in ihrem aktuellen WMO Greenhouse Gas Bulletin auf Basis der Daten aus dem Jahr 2017. Im Vorjahr lag die Konzentration noch bei 403,3 ppm, 2015 bei 400,1 ppm. Nach Angaben des WMO-Generalsekretär, Petteri Taalas, ist es drei bis fünf Millionen Jahre her, dass die Erde eine vergleichbare Konzentration erlebt hat. Damals, so Taalas, lag die Durchschnittstemperatur um zwei bis drei Grad höher als heute. Um das in Paris vereinbarte Ziel einer Begrenzung der globalen Erderwärmung auf maximal 2 Grad ° einzuhalten, darf die CO2-Konzentration nach aktuellen Analysen einen Wert von 425 ppm nicht überschreiten.
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19. November
EU-Kommission veröffentlicht Bericht über die Umsetzung der EU-Strategie zur Anpassung an den Klimawandel

In ihrem aktuellen Bericht über die Umsetzung der EU-Strategie zur Anpassung an den Klimawandel zeichnet die EU-Kommission ein alarmierendes Bild von den Folgen des Klimawandels in der EU. Nach ihren Aussagen haben die beobachteten klimatischen Veränderungen schon heute weitreichende Auswirkungen auf Ökosysteme, Wirtschaftszweige und die Gesundheit und das Wohlergehen der Menschen in Europa. Die gesamten gemeldeten wirtschaftlichen Verluste durch Wetter- und andere mit dem Klima zusammenhängende Extreme in Europa im Zeitraum 1980-2016 beliefen sich nach Berechnungen der Kommission auf über 436 Mrd. Euro.

Die Kommission schätzt, dass sich der jährliche Schaden für Europas kritische Infrastrukturen bei Szenarien mit unveränderten Rahmenbedingungen bis Ende des Jahrhunderts allein aufgrund des Klimawandels auf 34 Mrd. Euro verzehnfachen könnte. Für die Industrie-, Verkehrs- und Energiesektoren würden die Verluste am höchsten ausfallen.

Es zeichnet sich nach Einschätzung der EU Kommission zudem immer stärker ab, dass Europa auch für Auswirkungen des Klimawandels außerhalb der europäischen Grenzen anfällig ist, so beispielsweise durch Handel, internationale Zahlungsströme, Migration und Sicherheit. Aufgrund der vielfältigen komplexen und globalen Verbindungen zwischen Menschen, Ökosystemen und Wirtschaften machen Klimarisiken nicht an Grenzen halt, so die Kommission.
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6. November
Deutsche Kreditbank (DKB) erhält erneut höchste Note im Nachhaltigkeitsrating von ISS-oekom

Bereits zum vierte Mal in Folge erhielt die DKB für ihre Nachhaltigkeitsleistungen von der renommierten Ratingagentur ISS-oekom die Bewertung B-. Dies ist derzeit die höchste Note, die ISS-oekom weltweit im Bereich der Geschäfts- und öffentlichen Banken vergibt. Mit der Bestnote bestätigt ISS-oekom den „Prime-Status“ der DKB, den die Agentur ausschließlich an Unternehmen vergibt, die ein deutlich überdurchschnittliches Engagement für eine nachhaltige Entwicklung zeigen. Dabei bescheinigt ISS-oekom der DKB unter anderem bei der Integration von Nachhaltigkeitsaspekten in die Kreditvergabe und die Kapitalanlage sowie bei der Einhaltung von Arbeitsrechten und ethischen Wirtschaftsstandards eine Spitzenposition in der Branche.

Die durch das Rating bestätigte hohe Kompetenz der DKB bei Nachhaltigkeitsthemen ist ein wichtiges Fundament für die Emission von nachhaltigen Anleihen. Die DKB emittiert seit 2016 Green Bond, mit denen sie Teile ihrer Darlehen für Solar- und Windenergieprojekte refinanziert. Neu seit 2018 ist ein weiteres nachhaltiges Refinanzierungsprogramm für Kapitalmarktprodukte: das Social Bond Programm. Auf dessen Basis können sogenannte soziale Anleihen (Social Bonds) begeben werden. Ihnen liegen Darlehen aus den Bereichen soziales Wohnen, öffentliche Versorgung, Gesundheit und Pflege, Bildung und Forschung sowie Inklusion zugrunde. Die DKB ist damit die erste Bank Deutschlands, die sowohl Green als auch Social Bonds emittiert.


6. November
BayernLabo veröffentlicht 1. Social Bond Report

Im November 2017 hat die BayernLabo ihren ersten Social Bond emittiert und sich gegenüber den Investoren dazu verpflichtet, jährlich über die Verwendung der Emissionserlöse zu berichten. Diese Verpflichtung löst die Förderbank nun mit der Veröffentlichung des 1. Social Bond Reports ein. Er stellt transparent dar, wie die 500 Mio. Euro, die die BayernLabo über den Social Bond aufgenommen hat, verwendet wurden. Danach flossen die Mittel ausschließlich in die Finanzierung bzw. Refinanzierung von Förderdarlehen in den drei Kreditprogrammen

  • Bayerisches Zinsverbilligungsprogramm zur Förderung von Eigenwohnraum
  • Bayerisches Modernisierungsprogramm und
  • Kommunales Förderprogramm zur Schaffung von Mietwohnraum in Bayern.

Insgesamt wurde über die drei Programme in den Jahren 2014 bis 2017 der Bau, der Erwerb bzw. die Modernisierung von mehr als 10.000 Wohnungen gefördert. Zudem konnte die Schaffung von mehr als 1.500 Pflegeplätze in zugelassenen stationären Pflegeeinrichtungen unterstützt werden. Der unabhängige Gutachter ISS-oekom unterstreicht in seinem aktuellen Gutachten den nachhaltigen Mehrwert des Social Bond und bestätigt, dass die Mittel im Einklang mit dem Social Bond Programme der BayernLabo verwendet wurden.

Die ESG-Ratingagentur attestiert der BayernLabo zudem ein im Branchenvergleich weiterhin deutlich überdurchschnittliches Engagement für eine nachhaltige Entwicklung. Im aktuellen Rating erreicht die Förderbank in ihrer Branche Rang 5 unter 52 durch ISS-oekom bewerteten Banken und erhält den begehrten „Prime“-Status. Lesen Sie hier weiter .


06. November
Klimaschutz soll in Bayern Verfassungsrang bekommen

CSU und Freie Wähler haben sich in ihrem Koalitionsvertrag darauf geeinigt, den Klimaschutz in der Verfassung des Freistaates Bayern zu verankern und ein Bayerisches Klimaschutzgesetz zu schaffen. Bis zum Jahr 2050 sollen die Treibhausgasemissionen je Einwohner auf unter zwei Tonnen pro Jahr reduziert werden. Derzeit liegen die Emissionen pro Bundesbürger bei rund neun Tonnen im Jahr. Die Koalitionäre haben sich zudem darauf verständigt, beim Ausbau von erneuerbaren Energien, Stromspeichern und Stromnetzen und dem Ausstieg aus der Kohleverstromung zügig vorankommen. Außerdem treten CSU und Freie Wähler für eine Ausweitung des europäischen Emissionshandels ein und befürworten Initiativen des Bundes für eine international koordinierte Einführung eines CO2-Preises.
Alle Informationen zum Thema Emissionshandel finden Sie auch hier .

Oktober 2018

29. Oktober
Bundesstaat New York verklagt Exxon Mobil wegen Verharmlosung von Klimarisiken

Der US-Bundesstaat New York hat den Ölkonzern Exxon Mobil wegen Irreführung seiner Aktionäre verklagt. Nach Einschätzung des Klägers hat der Konzern die potenziellen Risiken, die die Klimapolitik auf das Geschäft des Ölunternehmens haben könnte, bewusst heruntergespielt. Nach Aussage des Bundesstaates habe Exxon Mobil den Aktionären versichert, dass diese Risiken einkalkuliert werden. Eine eigene Analyse habe aber ergeben, dass dies nicht geschehen sei. Ein Sprecher von Exxon Mobil bezeichnete die Vorwürfe als gegenstandslos. Klimabedingte Rechts- und Haftungsrisiken werden neben physischen Risiken durch direkte Auswirkungen des Klimawandels und den sogenannten Transformationsrisiken zu den Risiken des Klimawandels gezählt.
Weitere Informationen zu klimabezogenen Risiken lesen Sie hier .


22. Oktober
Bill Gates und EU-Kommission legen gemeinsamen Investitionsfonds für erneuerbare Energien auf

Der vom Microsoft-Gründer Bill Gates geführte Fonds „Breakthrough Energy“ und die EU-Kommission haben die Einrichtung eines gemeinsamen Investitionsfonds vereinbart. Der "Breakthrough Energy Europe" (BEE)-Fonds wird mit einem Kapital von 100 Mio. Euro ausgestattet. Ziel des Public-Private-Partnership ist die Unterstützung europäischer Unternehmen bei der Entwicklung und Markteinführung neuer, sauberer Energietechnologien, z. B. im Bereich der Batteriezellen.
Weitere Informationen finden Sie hier .


12. Oktober
„Die Finanzindustrie hat eine Schlüsselrolle bei der Erreichung der Klimaziele“

"Süddeutsche Zeitung“-Interview mit Jan Stechele, Leiter Marketing und Nachhaltigkeitsmanagement der BayernLB, über die Auswirkungen des Pariser Klimaabkommens auf die Unternehmen, die Rolle der Banken bei der Dekarbonisierung der Energieversorgung und das Engagement der BayernLB im Bereich der grünen Finanzierungen.
Jetzt lesen


8. Oktober
Weltklimarat veröffentlicht Sonderbericht zum 1,5 Grad-Ziel

Das Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) hat heute seinen Sonderbericht zu den Folgen einer Beschränkung der globalen Erderwärmung auf 1,5° C veröffentlicht. Nach Einschätzung der 91 an dem Bericht beteiligten Wissenschaftler ist es noch möglich, die Erderwärmung auf 1,5° Celsius zu begrenzen. Dazu sind nach Aussagen der Forscher aber schnelle und umfassende Maßnahmen erforderlich, um die Energieversorgung, Transport und Infrastruktur sowie die Unternehmen klimaverträglich umzugestalten.

Bis zum Jahr 2030 müssten die Emissionen im Vergleich zum Jahr 2010 um 45 Prozent gesenkt werden, spätestens bis Mitte des Jahrhunderts muss der CO2-Ausstoß in der Summe auf Null reduziert werden. Eine globale Erderwärmung um 2,0° C hätte nach Einschätzung des IPCC deutlich stärkere negative Auswirkungen auf Umwelt und Menschen als ein begrenzter Anstieg um 1,5°C.
Weitere Informationen finden Sie hier .


4. Oktober
EU-Parlament will CO2-Grenzwerte für Neuwagen stärker senken

Das EU-Parlament hat sich auf schärfere Grenzwerte für den CO2-Ausstoß von Neuwagen verständigt. Danach soll der CO2-Grenzwert bis 2030 um 40 Prozent gegenüber dem Stand von 2020 gesenkt werden. Bereits bis 2025 soll als Zwischenziel eine Absenkung um 20 Prozent erreicht werden. Das Parlament geht damit über die Ziele der EU-Kommission hinaus, die den CO2-Ausstoß bis 2030 um 30 Prozent reduzieren will. Die Parlamentarier fordern die Automobilhersteller zudem auf, sicherzustellen, dass 2030 mindestens 35 Prozent aller neu zugelassenen PKW weniger als 50 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen.

September 2018

21. September
Solarstrom-Produktion auf Rekordkurs

Die Produktion von Strom aus Solarzellen in Deutschland steuert auf einen neuen Rekord zu. Nach Schätzungen des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW) werden Ende September etwa 40 Milliarden Kilowattstunden Strom aus der Sonnenenergie stammen. Damit wird bereits Ende des dritten Quartals die Produktionsmenge des Gesamtjahres 2017 erreicht. Insgesamt liegt der Anteil der Solarkraft am Stromverbrauch in Deutschland derzeit bei rund 6 Prozent. Für das laufende Jahr rechnet der Bundesverband mit einem Photovoltaikzubau von rund 2,5 Gigawatt, im Vorjahr waren es 1,75 Gigawatt.

10. September
BayernLB bestätigt Top 10-Position im Nachhaltigkeitsrating von ISS-oekom

Im aktuellen Rating der Agentur ISS-oekom (vormals oekom research) erreicht der BayernLB-Konzern wie im Vorjahr die Note C+ und bestätigt damit seine Top 10-Position innerhalb der Branche. Damit verbunden ist die Auszeichnung als „Prime“-Unternehmen. Dieser Status wird ausschließlich an Unternehmen vergeben, die ein überdurchschnittlich hohes Engagement für eine nachhaltige Entwicklung zeigen. Bestes Unternehmen der Branche ist mit der DKB eine Tochtergesellschaft der BayernLB. Als einzige Bank der Branche erhält sie die Note B-. Insgesamt wurden innerhalb der Branche 95 Banken bewertet.

10. September
BayernInvest präsentiert sich auf der 11. Jahreskonferenz „Nachhaltige Geldanlagen 2018“

Die Berücksichtigung von ESG-Aspekten in der Kapitalanlage legt nicht nur hinsichtlich des Volumens zu, sondern auch hinsichtlich qualitativer Aspekte. Investoren gehen inzwischen über einen reinen Ausschluss kontroverser Emittenten und Branchen hinaus und integrieren zunehmend umfassende Nachhaltigkeits-Faktoren in ihre gesamte Anlagestrategie. Diese und viele weitere Themen stehen im Fokus der 11. Jahreskonferenz „Nachhaltige Geldanlagen 2018“ an der Frankfurt School of Finance & Management am 19. September in Frankfurt am Main. Auch die BayernInvest, 100%ige Tochter der BayernLB und Kompetenzzentrum für Asset Management und Master-KVG, präsentiert sich auf diesem Informations- und Netzwerkforum mit ihren Angeboten und Leistungen rund um das Thema Nachhaltigkeit.

August 2018

31. August
Neun von zehn Bundesbürgern unterstützen die Energiewende

Mehr als 90 Prozent der Bundesbürger stehen hinter der Energiewende, knapp jeder vierte Haushalt (23 Prozent) nutzt bereits Energiewendetechnologien. Dies sind zwei Kernergebnisse des aktuellen Energiewendebarometers 2018 der KfW Bankengruppe., für das fast 4.000 Haushalte in Deutschland befragt wurden. Großes Interesse zeigen die Bundesbürger an der Elektromobilität: Rund jeder sechste Haushalt (16 Prozent) plant die Anschaffung eines Elektroautos. Allerdings gibt es auch noch Vorbehalte gegenüber dieser Form der Automobilität: 84 Prozent der Befragten nennen die lückenhafte Lade-Infrastruktur als Argument gegen den Kauf eines Elektroautos, gefolgt von der Reichweite (81 Prozent) und dem Kaufpreis (79 Prozent). Elf Prozent der Haushalte nutzen aktuell mindestens eine Smart-Home-Anwendung in den Bereichen Wärme, Beleuchtung oder Strom, mehr als die Hälfte kann sich eine Nutzung vorstellen. Vorbehalten bestehen hier in den Bereichen Datensicherheit und Fehleranfälligkeit.
Weitere Informationen unter KfW-Energiewendebarometer

22. August
EU-Kommission setzt Klimaschutzziele rauf

Das offizielle Reduktionsziel der EU für Treibhausgase für das Jahr 2030 soll nach Plänen der EU-Kommission von aktuell 40 Prozent auf 45 Prozent angehoben werden. Die Kommission plant, noch im Vorfeld der kommenden UN-Klimakonferenz im Dezember im polnischen Kattowitz einen entsprechenden Beschluss der EU-Staaten herbeizuführen. Auf der Agenda steht dort die Frage, wie das Pariser Weltklimaabkommen konkret umgesetzt werden kann.

Erreicht werden soll das neue Ziel insbesondere durch die von der EU bereits beschlossene Erhöhung der 2030-Ziele zum Ausbau erneuerbarer Energien. Im Juni 2018 hatten sich EU-Parlament, EU-Kommission und der EU-Rat darauf verständigt, dass die EU-Staaten bis 2030 über alle drei Energieverbrauchssektoren hinweg – Strom-, Verkehrs- und Wärmesektor – bis Ende 2030 im Durchschnitt einen Anteil von 32 Prozent ihres Bedarfs aus Erneuerbare-Energien-Anlagen versorgen sollen. Bislang lag die Zielmarke bei 27%. In der Diskussion ist auch eine Anhebung der Ziele zur Steigerung der Energieeffizienz, hier steht eine verbindliche Einigung aber noch aus.

16. August
Klimawandel macht Bäume zu Leichtgewichten

Bäume wachsen infolge des Klimawandels zwar schneller, binden aber weniger Kohlenstoff als bisher angenommen und werden dadurch immer leichter. Der Beitrag der Wälder zum Klimaschutz wird daher überschätzt. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Studie der Technischen Universität München (TUM). Die Ursachen für diese Entwicklung sehen die Forscher im langfristigen Temperaturanstieg und der damit verbundenen Verlängerung der Vegetationszeit. Einen Beitrag leisten aber auch die Stickstoffeinträge aus Landwirtschaft, Industrie und Verkehr. Leichteres Holz ist weniger stabil und hat einen geringere Brennwert. Dies beeinflusst unter anderem die Verwendung im Bau und die energetische Nutzung. Eine geringere Stabilität erhöht in den Wäldern zudem das Risiko von Schäden durch Wind und Schneebruch.

10. August
BayernLB engagiert sich in der Climate Bond Initiative

Die BayernLB ist neuer Partner der international agierenden Climate Bonds Initiative und leistet dadurch einen aktiven Beitrag zur weiteren Entwicklung des Marktes für Climate und Green Bonds. Die Initiative will den internationalen Anleihen-Markt stärker in die Finanzierung des Klimaschutzes einzubinden. Neben der Bereitstellung aktueller Marktdaten setzt die CBI vor allem auf die Definition von hohen und transparenten Marktstandards. Emittenten können ihre Klima-Anleihen nach dem Climate Bond Standard zertifizieren lassen. Für Investoren ist die Zertifizierung der glaubwürdige Beleg dafür, dass die Emittenten mit den aufgenommenen Mitteln Vorhaben finanzieren, die einen nachweisbaren Beitrag zu Klimaschutz leisten.

Climate Bonds sind eine Untergruppe der Green Bonds, die derzeit zu den am schnellsten wachsenden Anlageklassen im Anleihebereich gehören. Für das laufende Jahr rechnet die BayernLB mit einem Emissionsvolumen von rund 210 Mrd. US-Dollar nach rund 157 Mrd. US-Dollar in 2017. Die BayernLB hat in den vergangenen drei Jahren umfangreiche Erfahrungen sowohl bei der Strukturierung und Platzierung von grünen Wertpapieren für die Kunden als auch bei der Emission eigener Bonds gesammelt. So war sie unter anderem an der Emission eines Green Schuldschein des Windanlagenbauers Nordex beteiligt, der als erster seiner Art eine Zertifizierung der Climate Bond Initiative vorweisen konnte.

8. August
Prognose: EEG-Umlage steigt nicht weiter an

Die Denkfabrik Agora Energiewende rechnet für das kommende Jahr nicht mit einem weiteren Anstieg der EEG-Umlage. Sie prognostiziert aktuell einen Wert von 6,7 bis 6,9 Cent je Kilowattstunde Strom. In diesem Jahr liegt die Umlage zur Förderung erneuerbarer Energien bei 6,79 Cent. Die deutliche Steigerung der Umlage, die Experten im vergangenen Jahr vorausgesagt hatten, bleibt damit aus.

Mit der Umlage wird der Ausbau der erneuerbaren Energien in gefördert. Sie muss durch alle Stromkunden bezahlt werden, für einzelne Industriesektoren und Gewerbe gibt es Nachlässe. Die vier in Deutschland tätigen Netzbetreiber legen die Höhe der Umlage jeweils zu 15. Oktober fest.

8. August
Munich Re steigt aus Kohle aus

Die Munich Re steigt vor dem Hintergrund des Klimawandels weitgehend aus der Kapitalanlage in und Versicherung von Kohle aus. Der weltweit größte Rückversicherer will zukünftig nicht mehr in Aktien oder Anleihen von Unternehmen investieren, die mehr als dreißig Prozent ihres Umsatzes mit Kohle erzielen. Zudem sollen im Einzelrisikogeschäft im Grundsatz keine neuen Kohlekraftwerke oder -minen in Industrieländern mehr versichert werden. Die Klimastrategie der Munich Re soll dabei an das im Pariser Weltklimaabkommen definierte Ziel geknüpft werden, den globalen Temperaturanstieg auf deutlich unter 2 Grad Celsius zu begrenzen.

1. August
Bundeskabinett beschließt Gesetzesentwurf zur Novelle des Emissionshandelsgesetzes

Das Bundeskabinett hat den Gesetzentwurf zur Novelle des Treibhausgas-Emissionshandelsgesetzes beschlossen. Sie ist die Grundlage für die Fortführung des EU-Emissionshandels in der kommenden Handelsperiode (2021 bis 2030) in Deutschland. Mit dem Gesetzentwurf setzt Deutschland die neue Richtlinie zum EU-Emissionshandels um, die im April dieses Jahres in Kraft getreten ist.

Die wichtigsten Eckpunkte der Reform sind:

  • Anwendung in allen 28 EU-Ländern sowie Island, Liechtenstein und Norwegen;
  • Einbezug von rund 12.000 energieintensiven Anlagen sowie Luftverkehrsunternehmen, die Leistungen zwischen diesen Ländern anbieten; dadurch werden rund 45 Prozent der Treibhausgasemissionen in der EU abgedeckt;
  • Einführung eines linearen Verringerungsfaktors: Absenkung der Obergrenze für die Gesamtemissionen um jährlich 2,2 Prozent;
  • Verdoppelung der Zahl der Zertifikate, die bei einem Überangebot jährlich vom Markt genommen werden, auf 24 Prozent. Sie werden in einer sogenannten Marktstabilisierungsreserve geparkt.

Das Antragsverfahren zur kostenlosen Zuteilung der Zertifikate startet im Frühjahr 2019.

Juli 2018

10. Juli
Bundesumweltministerium startet weitere Runde zur Förderung kommunaler Klimaschutzprojekte

Noch bis zum 30. September 2018 können Kommunen, kommunale Unternehmen, Sportvereine und andere Organisationen Anträge für die Förderung von Klimaschutzprojekten im Rahmen der Kommunalrichtlinie stellen. Gefördert werden u.a. die Erstellung von Klimaschutzkonzepten und deren Umsetzung sowie die Einführung von Energiesparmodellen in Bildungseinrichtungen. Weitere Informationen unter: Antrag für die Förderung von Klimaschutzprojekten

3. Juli
Ökostromerzeugung in Deutschland mit neuem Rekordhoch

Im ersten Halbjahr wurden in Deutschland 104 Milliarden Kilowattstunden Strom aus Wind-, Solar-, Wasserkraft- und Biomasseanlagen erzeugt – ein neuer Rekordwert. Die Produktion innerhalb eines 6-Monatszeitraums überstieg damit erstmals die Marke von 100 Milliarden Kilowattstunden. Über die Hälfte des produzierten Stromes aus erneuerbaren Energien - rund 55 Milliarden Kilowattstunden - entfällt auf Windkraftanlagen. Rund 21 Milliarden Kilowattstunden Strom wurden aus Solaranlagen erzeugt und etwa 20 Milliarden Kilowattstunden aus Biomasse. Nicht erfasst ist in den von E.on veröffentlichten Zahlen der Strom aus privaten Photovoltaik-Anlagen, der direkt verbraucht und nicht ins Netz eingespeist wird.

Juni 2018

26. Juni
Green-Bond-Emission pusht Aktienkurs des Emittenten

Eine Green-Bond-Emission wirkt sich nachweislich positiv auf den Aktienkurs des Emittenten aus. Der Abnormal Return liegt dabei bei 0,67 Prozent. Wurde der Green Bond durch einen externen Gutachter zertifiziert, beispielsweise im Rahmen einer Second Party Opinion, fällt die Reaktion sogar noch größer aus. Auch die Auswirkungen auf den Firmenwert (Tobin´s Q) sind signifikant positiv. Dies ergaben Analysen an der Boston University. Analysiert wurden 368 Corporate Green Bonds, die zwischen 2013 und 2017 emittiert wurden.

18. Juni
Petersberger Klimadialog 2018 legt Schwerpunkt auf Klimaschutz und Gerechtigkeit

Auf Einladung des Bundesumweltministerium und der Regierung der Republik Polen treffen sich am 18. und 19. Juni 2018 Minister und Ministerinnen sowie Repräsentanten aus etwa 35 Ländern zum 9. Petersberger Klimadialog in Berlin. Die Konferenz dient der Umsetzung des Pariser Weltklimaabkommens und der Vorbereitung der kommenden Weltklimakonferenz in Kattowitz, die von Polen geleitet wird. Unter dem Motto "Changing together for a just transition“ stehen bei dem Treffen erstmals auch soziale Aspekte des Klimaschutzes im Fokus. An dieser Diskussion nimmt auch eine Vertreterin des Internationalen Gewerkschaftsbundes ITUC teil. Mehr unter: Petersberger Klimadialog

14. Juni
Klimaschutzbericht 2017 beschlossen

Am 13.6.2018 hat das Bundeskabinett den Klimaschutzbericht 2017 beschlossen. Danach wird Deutschland seine CO2-Emissionen bis 2020 um etwa 32 Prozent gegenüber dem Basisjahr 1990 reduzieren können. Ursprünglich angestrebt war eine Reduzierung um 40 Prozent. Ohne das 2014 beschlossene "Aktionsprogramm Klimaschutz 2020“ wäre die Lücke nach Aussagen der Bundesregierung noch größer ausgefallen. Der Bericht listet rund 110 Einzelmaßnahmen auf und stellt für jede Maßnahme dar, welche CO2-Einsparung diese im Jahr 2020 voraussichtlich haben werden. Der Bericht steht als pdf zur Verfügung unter Klimaschutzbericht