BayernLB

Newsticker

November 2018

6. November
Deutsche Kreditbank (DKB) erhält erneut höchste Note im Nachhaltigkeitsrating von ISS-oekom

Bereits zum vierte Mal in Folge erhielt die DKB für ihre Nachhaltigkeitsleistungen von der renommierten Ratingagentur ISS-oekom die Bewertung B-. Dies ist derzeit die höchste Note, die ISS-oekom weltweit im Bereich der Geschäfts- und öffentlichen Banken vergibt. Mit der Bestnote bestätigt ISS-oekom den „Prime-Status“ der DKB, den die Agentur ausschließlich an Unternehmen vergibt, die ein deutlich überdurchschnittliches Engagement für eine nachhaltige Entwicklung zeigen. Dabei bescheinigt ISS-oekom der DKB unter anderem bei der Integration von Nachhaltigkeitsaspekten in die Kreditvergabe und die Kapitalanlage sowie bei der Einhaltung von Arbeitsrechten und ethischen Wirtschaftsstandards eine Spitzenposition in der Branche.

Die durch das Rating bestätigte hohe Kompetenz der DKB bei Nachhaltigkeitsthemen ist ein wichtiges Fundament für die Emission von nachhaltigen Anleihen. Die DKB emittiert seit 2016 Green Bond, mit denen sie Teile ihrer Darlehen für Solar- und Windenergieprojekte refinanziert. Neu seit 2018 ist ein weiteres nachhaltiges Refinanzierungsprogramm für Kapitalmarktprodukte: das Social Bond Programm. Auf dessen Basis können sogenannte soziale Anleihen (Social Bonds) begeben werden. Ihnen liegen Darlehen aus den Bereichen soziales Wohnen, öffentliche Versorgung, Gesundheit und Pflege, Bildung und Forschung sowie Inklusion zugrunde. Die DKB ist damit die erste Bank Deutschlands, die sowohl Green als auch Social Bonds emittiert.


6. November
BayernLabo veröffentlicht 1. Social Bond Report

Im November 2017 hat die BayernLabo ihren ersten Social Bond emittiert und sich gegenüber den Investoren dazu verpflichtet, jährlich über die Verwendung der Emissionserlöse zu berichten. Diese Verpflichtung löst die Förderbank nun mit der Veröffentlichung des 1. Social Bond Reports ein. Er stellt transparent dar, wie die 500 Mio. Euro, die die BayernLabo über den Social Bond aufgenommen hat, verwendet wurden. Danach flossen die Mittel ausschließlich in die Finanzierung bzw. Refinanzierung von Förderdarlehen in den drei Kreditprogrammen

  • Bayerisches Zinsverbilligungsprogramm zur Förderung von Eigenwohnraum
  • Bayerisches Modernisierungsprogramm und
  • Kommunales Förderprogramm zur Schaffung von Mietwohnraum in Bayern.

Insgesamt wurde über die drei Programme in den Jahren 2014 bis 2017 der Bau, der Erwerb bzw. die Modernisierung von mehr als 10.000 Wohnungen gefördert. Zudem konnte die Schaffung von mehr als 1.500 Pflegeplätze in zugelassenen stationären Pflegeeinrichtungen unterstützt werden. Der unabhängige Gutachter ISS-oekom unterstreicht in seinem aktuellen Gutachten den nachhaltigen Mehrwert des Social Bond und bestätigt, dass die Mittel im Einklang mit dem Social Bond Programme der BayernLabo verwendet wurden.

Die ESG-Ratingagentur attestiert der BayernLabo zudem ein im Branchenvergleich weiterhin deutlich überdurchschnittliches Engagement für eine nachhaltige Entwicklung. Im aktuellen Rating erreicht die Förderbank in ihrer Branche Rang 5 unter 52 durch ISS-oekom bewerteten Banken und erhält den begehrten „Prime“-Status. Lesen Sie hier weiter .


06. November
Klimaschutz soll in Bayern Verfassungsrang bekommen

CSU und Freie Wähler haben sich in ihrem Koalitionsvertrag darauf geeinigt, den Klimaschutz in der Verfassung des Freistaates Bayern zu verankern und ein Bayerisches Klimaschutzgesetz zu schaffen. Bis zum Jahr 2050 sollen die Treibhausgasemissionen je Einwohner auf unter zwei Tonnen pro Jahr reduziert werden. Derzeit liegen die Emissionen pro Bundesbürger bei rund neun Tonnen im Jahr. Die Koalitionäre haben sich zudem darauf verständigt, beim Ausbau von erneuerbaren Energien, Stromspeichern und Stromnetzen und dem Ausstieg aus der Kohleverstromung zügig vorankommen. Außerdem treten CSU und Freie Wähler für eine Ausweitung des europäischen Emissionshandels ein und befürworten Initiativen des Bundes für eine international koordinierte Einführung eines CO2-Preises.
Alle Informationen zum Thema Emissionshandel finden Sie auch hier .

Oktober 2018

29. Oktober
Bundesstaat New York verklagt Exxon Mobil wegen Verharmlosung von Klimarisiken

Der US-Bundesstaat New York hat den Ölkonzern Exxon Mobil wegen Irreführung seiner Aktionäre verklagt. Nach Einschätzung des Klägers hat der Konzern die potenziellen Risiken, die die Klimapolitik auf das Geschäft des Ölunternehmens haben könnte, bewusst heruntergespielt. Nach Aussage des Bundesstaates habe Exxon Mobil den Aktionären versichert, dass diese Risiken einkalkuliert werden. Eine eigene Analyse habe aber ergeben, dass dies nicht geschehen sei. Ein Sprecher von Exxon Mobil bezeichnete die Vorwürfe als gegenstandslos. Klimabedingte Rechts- und Haftungsrisiken werden neben physischen Risiken durch direkte Auswirkungen des Klimawandels und den sogenannten Transformationsrisiken zu den Risiken des Klimawandels gezählt.
Weitere Informationen zu klimabezogenen Risiken lesen Sie hier .


22. Oktober
Bill Gates und EU-Kommission legen gemeinsamen Investitionsfonds für erneuerbare Energien auf

Der vom Microsoft-Gründer Bill Gates geführte Fonds „Breakthrough Energy“ und die EU-Kommission haben die Einrichtung eines gemeinsamen Investitionsfonds vereinbart. Der "Breakthrough Energy Europe" (BEE)-Fonds wird mit einem Kapital von 100 Mio. Euro ausgestattet. Ziel des Public-Private-Partnership ist die Unterstützung europäischer Unternehmen bei der Entwicklung und Markteinführung neuer, sauberer Energietechnologien, z. B. im Bereich der Batteriezellen.
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12. Oktober
„Die Finanzindustrie hat eine Schlüsselrolle bei der Erreichung der Klimaziele“

"Süddeutsche Zeitung“-Interview mit Jan Stechele, Leiter Marketing und Nachhaltigkeitsmanagement der BayernLB, über die Auswirkungen des Pariser Klimaabkommens auf die Unternehmen, die Rolle der Banken bei der Dekarbonisierung der Energieversorgung und das Engagement der BayernLB im Bereich der grünen Finanzierungen.
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8. Oktober
Weltklimarat veröffentlicht Sonderbericht zum 1,5 Grad-Ziel

Das Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) hat heute seinen Sonderbericht zu den Folgen einer Beschränkung der globalen Erderwärmung auf 1,5° C veröffentlicht. Nach Einschätzung der 91 an dem Bericht beteiligten Wissenschaftler ist es noch möglich, die Erderwärmung auf 1,5° Celsius zu begrenzen. Dazu sind nach Aussagen der Forscher aber schnelle und umfassende Maßnahmen erforderlich, um die Energieversorgung, Transport und Infrastruktur sowie die Unternehmen klimaverträglich umzugestalten.

Bis zum Jahr 2030 müssten die Emissionen im Vergleich zum Jahr 2010 um 45 Prozent gesenkt werden, spätestens bis Mitte des Jahrhunderts muss der CO2-Ausstoß in der Summe auf Null reduziert werden. Eine globale Erderwärmung um 2,0° C hätte nach Einschätzung des IPCC deutlich stärkere negative Auswirkungen auf Umwelt und Menschen als ein begrenzter Anstieg um 1,5°C.
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4. Oktober
EU-Parlament will CO2-Grenzwerte für Neuwagen stärker senken

Das EU-Parlament hat sich auf schärfere Grenzwerte für den CO2-Ausstoß von Neuwagen verständigt. Danach soll der CO2-Grenzwert bis 2030 um 40 Prozent gegenüber dem Stand von 2020 gesenkt werden. Bereits bis 2025 soll als Zwischenziel eine Absenkung um 20 Prozent erreicht werden. Das Parlament geht damit über die Ziele der EU-Kommission hinaus, die den CO2-Ausstoß bis 2030 um 30 Prozent reduzieren will. Die Parlamentarier fordern die Automobilhersteller zudem auf, sicherzustellen, dass 2030 mindestens 35 Prozent aller neu zugelassenen PKW weniger als 50 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen.

September 2018

21. September
Solarstrom-Produktion auf Rekordkurs

Die Produktion von Strom aus Solarzellen in Deutschland steuert auf einen neuen Rekord zu. Nach Schätzungen des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW) werden Ende September etwa 40 Milliarden Kilowattstunden Strom aus der Sonnenenergie stammen. Damit wird bereits Ende des dritten Quartals die Produktionsmenge des Gesamtjahres 2017 erreicht. Insgesamt liegt der Anteil der Solarkraft am Stromverbrauch in Deutschland derzeit bei rund 6 Prozent. Für das laufende Jahr rechnet der Bundesverband mit einem Photovoltaikzubau von rund 2,5 Gigawatt, im Vorjahr waren es 1,75 Gigawatt.

10. September
BayernLB bestätigt Top 10-Position im Nachhaltigkeitsrating von ISS-oekom

Im aktuellen Rating der Agentur ISS-oekom (vormals oekom research) erreicht der BayernLB-Konzern wie im Vorjahr die Note C+ und bestätigt damit seine Top 10-Position innerhalb der Branche. Damit verbunden ist die Auszeichnung als „Prime“-Unternehmen. Dieser Status wird ausschließlich an Unternehmen vergeben, die ein überdurchschnittlich hohes Engagement für eine nachhaltige Entwicklung zeigen. Bestes Unternehmen der Branche ist mit der DKB eine Tochtergesellschaft der BayernLB. Als einzige Bank der Branche erhält sie die Note B-. Insgesamt wurden innerhalb der Branche 95 Banken bewertet.

10. September
BayernInvest präsentiert sich auf der 11. Jahreskonferenz „Nachhaltige Geldanlagen 2018“

Die Berücksichtigung von ESG-Aspekten in der Kapitalanlage legt nicht nur hinsichtlich des Volumens zu, sondern auch hinsichtlich qualitativer Aspekte. Investoren gehen inzwischen über einen reinen Ausschluss kontroverser Emittenten und Branchen hinaus und integrieren zunehmend umfassende Nachhaltigkeits-Faktoren in ihre gesamte Anlagestrategie. Diese und viele weitere Themen stehen im Fokus der 11. Jahreskonferenz „Nachhaltige Geldanlagen 2018“ an der Frankfurt School of Finance & Management am 19. September in Frankfurt am Main. Auch die BayernInvest, 100%ige Tochter der BayernLB und Kompetenzzentrum für Asset Management und Master-KVG, präsentiert sich auf diesem Informations- und Netzwerkforum mit ihren Angeboten und Leistungen rund um das Thema Nachhaltigkeit.

August 2018

31. August
Neun von zehn Bundesbürgern unterstützen die Energiewende

Mehr als 90 Prozent der Bundesbürger stehen hinter der Energiewende, knapp jeder vierte Haushalt (23 Prozent) nutzt bereits Energiewendetechnologien. Dies sind zwei Kernergebnisse des aktuellen Energiewendebarometers 2018 der KfW Bankengruppe., für das fast 4.000 Haushalte in Deutschland befragt wurden. Großes Interesse zeigen die Bundesbürger an der Elektromobilität: Rund jeder sechste Haushalt (16 Prozent) plant die Anschaffung eines Elektroautos. Allerdings gibt es auch noch Vorbehalte gegenüber dieser Form der Automobilität: 84 Prozent der Befragten nennen die lückenhafte Lade-Infrastruktur als Argument gegen den Kauf eines Elektroautos, gefolgt von der Reichweite (81 Prozent) und dem Kaufpreis (79 Prozent). Elf Prozent der Haushalte nutzen aktuell mindestens eine Smart-Home-Anwendung in den Bereichen Wärme, Beleuchtung oder Strom, mehr als die Hälfte kann sich eine Nutzung vorstellen. Vorbehalten bestehen hier in den Bereichen Datensicherheit und Fehleranfälligkeit.
Weitere Informationen unter KfW-Energiewendebarometer

22. August
EU-Kommission setzt Klimaschutzziele rauf

Das offizielle Reduktionsziel der EU für Treibhausgase für das Jahr 2030 soll nach Plänen der EU-Kommission von aktuell 40 Prozent auf 45 Prozent angehoben werden. Die Kommission plant, noch im Vorfeld der kommenden UN-Klimakonferenz im Dezember im polnischen Kattowitz einen entsprechenden Beschluss der EU-Staaten herbeizuführen. Auf der Agenda steht dort die Frage, wie das Pariser Weltklimaabkommen konkret umgesetzt werden kann.

Erreicht werden soll das neue Ziel insbesondere durch die von der EU bereits beschlossene Erhöhung der 2030-Ziele zum Ausbau erneuerbarer Energien. Im Juni 2018 hatten sich EU-Parlament, EU-Kommission und der EU-Rat darauf verständigt, dass die EU-Staaten bis 2030 über alle drei Energieverbrauchssektoren hinweg – Strom-, Verkehrs- und Wärmesektor – bis Ende 2030 im Durchschnitt einen Anteil von 32 Prozent ihres Bedarfs aus Erneuerbare-Energien-Anlagen versorgen sollen. Bislang lag die Zielmarke bei 27%. In der Diskussion ist auch eine Anhebung der Ziele zur Steigerung der Energieeffizienz, hier steht eine verbindliche Einigung aber noch aus.

16. August
Klimawandel macht Bäume zu Leichtgewichten

Bäume wachsen infolge des Klimawandels zwar schneller, binden aber weniger Kohlenstoff als bisher angenommen und werden dadurch immer leichter. Der Beitrag der Wälder zum Klimaschutz wird daher überschätzt. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Studie der Technischen Universität München (TUM). Die Ursachen für diese Entwicklung sehen die Forscher im langfristigen Temperaturanstieg und der damit verbundenen Verlängerung der Vegetationszeit. Einen Beitrag leisten aber auch die Stickstoffeinträge aus Landwirtschaft, Industrie und Verkehr. Leichteres Holz ist weniger stabil und hat einen geringere Brennwert. Dies beeinflusst unter anderem die Verwendung im Bau und die energetische Nutzung. Eine geringere Stabilität erhöht in den Wäldern zudem das Risiko von Schäden durch Wind und Schneebruch.

10. August
BayernLB engagiert sich in der Climate Bond Initiative

Die BayernLB ist neuer Partner der international agierenden Climate Bonds Initiative und leistet dadurch einen aktiven Beitrag zur weiteren Entwicklung des Marktes für Climate und Green Bonds. Die Initiative will den internationalen Anleihen-Markt stärker in die Finanzierung des Klimaschutzes einzubinden. Neben der Bereitstellung aktueller Marktdaten setzt die CBI vor allem auf die Definition von hohen und transparenten Marktstandards. Emittenten können ihre Klima-Anleihen nach dem Climate Bond Standard zertifizieren lassen. Für Investoren ist die Zertifizierung der glaubwürdige Beleg dafür, dass die Emittenten mit den aufgenommenen Mitteln Vorhaben finanzieren, die einen nachweisbaren Beitrag zu Klimaschutz leisten.

Climate Bonds sind eine Untergruppe der Green Bonds, die derzeit zu den am schnellsten wachsenden Anlageklassen im Anleihebereich gehören. Für das laufende Jahr rechnet die BayernLB mit einem Emissionsvolumen von rund 210 Mrd. US-Dollar nach rund 157 Mrd. US-Dollar in 2017. Die BayernLB hat in den vergangenen drei Jahren umfangreiche Erfahrungen sowohl bei der Strukturierung und Platzierung von grünen Wertpapieren für die Kunden als auch bei der Emission eigener Bonds gesammelt. So war sie unter anderem an der Emission eines Green Schuldschein des Windanlagenbauers Nordex beteiligt, der als erster seiner Art eine Zertifizierung der Climate Bond Initiative vorweisen konnte.

8. August
Prognose: EEG-Umlage steigt nicht weiter an

Die Denkfabrik Agora Energiewende rechnet für das kommende Jahr nicht mit einem weiteren Anstieg der EEG-Umlage. Sie prognostiziert aktuell einen Wert von 6,7 bis 6,9 Cent je Kilowattstunde Strom. In diesem Jahr liegt die Umlage zur Förderung erneuerbarer Energien bei 6,79 Cent. Die deutliche Steigerung der Umlage, die Experten im vergangenen Jahr vorausgesagt hatten, bleibt damit aus.

Mit der Umlage wird der Ausbau der erneuerbaren Energien in gefördert. Sie muss durch alle Stromkunden bezahlt werden, für einzelne Industriesektoren und Gewerbe gibt es Nachlässe. Die vier in Deutschland tätigen Netzbetreiber legen die Höhe der Umlage jeweils zu 15. Oktober fest.

8. August
Munich Re steigt aus Kohle aus

Die Munich Re steigt vor dem Hintergrund des Klimawandels weitgehend aus der Kapitalanlage in und Versicherung von Kohle aus. Der weltweit größte Rückversicherer will zukünftig nicht mehr in Aktien oder Anleihen von Unternehmen investieren, die mehr als dreißig Prozent ihres Umsatzes mit Kohle erzielen. Zudem sollen im Einzelrisikogeschäft im Grundsatz keine neuen Kohlekraftwerke oder -minen in Industrieländern mehr versichert werden. Die Klimastrategie der Munich Re soll dabei an das im Pariser Weltklimaabkommen definierte Ziel geknüpft werden, den globalen Temperaturanstieg auf deutlich unter 2 Grad Celsius zu begrenzen.

1. August
Bundeskabinett beschließt Gesetzesentwurf zur Novelle des Emissionshandelsgesetzes

Das Bundeskabinett hat den Gesetzentwurf zur Novelle des Treibhausgas-Emissionshandelsgesetzes beschlossen. Sie ist die Grundlage für die Fortführung des EU-Emissionshandels in der kommenden Handelsperiode (2021 bis 2030) in Deutschland. Mit dem Gesetzentwurf setzt Deutschland die neue Richtlinie zum EU-Emissionshandels um, die im April dieses Jahres in Kraft getreten ist.

Die wichtigsten Eckpunkte der Reform sind:

  • Anwendung in allen 28 EU-Ländern sowie Island, Liechtenstein und Norwegen;
  • Einbezug von rund 12.000 energieintensiven Anlagen sowie Luftverkehrsunternehmen, die Leistungen zwischen diesen Ländern anbieten; dadurch werden rund 45 Prozent der Treibhausgasemissionen in der EU abgedeckt;
  • Einführung eines linearen Verringerungsfaktors: Absenkung der Obergrenze für die Gesamtemissionen um jährlich 2,2 Prozent;
  • Verdoppelung der Zahl der Zertifikate, die bei einem Überangebot jährlich vom Markt genommen werden, auf 24 Prozent. Sie werden in einer sogenannten Marktstabilisierungsreserve geparkt.

Das Antragsverfahren zur kostenlosen Zuteilung der Zertifikate startet im Frühjahr 2019.

Juli 2018

10. Juli
Bundesumweltministerium startet weitere Runde zur Förderung kommunaler Klimaschutzprojekte

Noch bis zum 30. September 2018 können Kommunen, kommunale Unternehmen, Sportvereine und andere Organisationen Anträge für die Förderung von Klimaschutzprojekten im Rahmen der Kommunalrichtlinie stellen. Gefördert werden u.a. die Erstellung von Klimaschutzkonzepten und deren Umsetzung sowie die Einführung von Energiesparmodellen in Bildungseinrichtungen. Weitere Informationen unter: Antrag für die Förderung von Klimaschutzprojekten

3. Juli
Ökostromerzeugung in Deutschland mit neuem Rekordhoch

Im ersten Halbjahr wurden in Deutschland 104 Milliarden Kilowattstunden Strom aus Wind-, Solar-, Wasserkraft- und Biomasseanlagen erzeugt – ein neuer Rekordwert. Die Produktion innerhalb eines 6-Monatszeitraums überstieg damit erstmals die Marke von 100 Milliarden Kilowattstunden. Über die Hälfte des produzierten Stromes aus erneuerbaren Energien - rund 55 Milliarden Kilowattstunden - entfällt auf Windkraftanlagen. Rund 21 Milliarden Kilowattstunden Strom wurden aus Solaranlagen erzeugt und etwa 20 Milliarden Kilowattstunden aus Biomasse. Nicht erfasst ist in den von E.on veröffentlichten Zahlen der Strom aus privaten Photovoltaik-Anlagen, der direkt verbraucht und nicht ins Netz eingespeist wird.

Juni 2018

26. Juni
Green-Bond-Emission pusht Aktienkurs des Emittenten

Eine Green-Bond-Emission wirkt sich nachweislich positiv auf den Aktienkurs des Emittenten aus. Der Abnormal Return liegt dabei bei 0,67 Prozent. Wurde der Green Bond durch einen externen Gutachter zertifiziert, beispielsweise im Rahmen einer Second Party Opinion, fällt die Reaktion sogar noch größer aus. Auch die Auswirkungen auf den Firmenwert (Tobin´s Q) sind signifikant positiv. Dies ergaben Analysen an der Boston University. Analysiert wurden 368 Corporate Green Bonds, die zwischen 2013 und 2017 emittiert wurden.

18. Juni
Petersberger Klimadialog 2018 legt Schwerpunkt auf Klimaschutz und Gerechtigkeit

Auf Einladung des Bundesumweltministerium und der Regierung der Republik Polen treffen sich am 18. und 19. Juni 2018 Minister und Ministerinnen sowie Repräsentanten aus etwa 35 Ländern zum 9. Petersberger Klimadialog in Berlin. Die Konferenz dient der Umsetzung des Pariser Weltklimaabkommens und der Vorbereitung der kommenden Weltklimakonferenz in Kattowitz, die von Polen geleitet wird. Unter dem Motto "Changing together for a just transition“ stehen bei dem Treffen erstmals auch soziale Aspekte des Klimaschutzes im Fokus. An dieser Diskussion nimmt auch eine Vertreterin des Internationalen Gewerkschaftsbundes ITUC teil. Mehr unter: Petersberger Klimadialog

14. Juni
Klimaschutzbericht 2017 beschlossen

Am 13.6.2018 hat das Bundeskabinett den Klimaschutzbericht 2017 beschlossen. Danach wird Deutschland seine CO2-Emissionen bis 2020 um etwa 32 Prozent gegenüber dem Basisjahr 1990 reduzieren können. Ursprünglich angestrebt war eine Reduzierung um 40 Prozent. Ohne das 2014 beschlossene "Aktionsprogramm Klimaschutz 2020“ wäre die Lücke nach Aussagen der Bundesregierung noch größer ausgefallen. Der Bericht listet rund 110 Einzelmaßnahmen auf und stellt für jede Maßnahme dar, welche CO2-Einsparung diese im Jahr 2020 voraussichtlich haben werden. Der Bericht steht als pdf zur Verfügung unter Klimaschutzbericht

Mai 2018

23. Mai 2018
EU Kommission: Erste Ergebnisse des EU Aktionsplans für ein nachhaltiges Finanzwesen

Im Rahmen des im März 2018 angekündigten EU Aktionsplans für ein nachhaltiges Finanzwesen hat die EU Kommission erste konkrete Ergebnisse präsentiert. Sie betont dabei nochmals die Rolle, die dem Finanzmarkt bei der Erreichung der Pariser Klimaziele zukommt. Die nun vorgelegten Vorschläge betreffen unter anderem das geplante einheitliche Klassifizierungssystem für nachhaltige Tätigkeiten und die Vorgaben für institutionelle Anleger, bei ihrer Kapitalanlage die Faktoren Umwelt, Soziales und Governance, die sog. ESG-Faktoren zu berücksichtigen. Zudem hat die EU-Kommission Konsultationen eingeleitet, um zu prüfen, wie sich ESG-Aspekte in die Beratung von Privatkunden integrieren lassen. Weitere Informationen finden Sie hier .

4. Mai 2018
BayernLB erweitert Fondsangebot um nachhaltigen Infrastruktur-Fonds

Die BayernLB unterstützt ihre Kunden bei ihrer Suche nach nachhaltigen Investitionsmöglichkeiten und vertreibt ab sofort einen Fonds bei dem die Encavis Asset Management AG die Auswahl, Prüfung und Betreuung der Erneuerbaren Energie-Anlagen verantwortet. Der Encavis Infrastructure Fund II, SICAV-RAIF Renewables Europe II investiert in Erneuerbare Energien Anlagen und setzt auf ein ausgewogenes diversifiziertes Portfolio. Der Investitionsfokus liegt auf Solar- und Windanlagen in Europa, vor allem in Deutschland, Österreich und Frankreich.

April 2018

30. April
Klimaberatungen in Bonn starten

Zur Vorbereitung der kommenden Weltklimakonferenz im Dezember 2018 im polnischen Kattowitz treffen sich vom 30. April bis 10. Mai Vertreter aus mehr als 190 Ländern in Bonn, um über die Umsetzung des Paris Agreements zu beraten. Dabei geht es unter anderem um die Ausarbeitung einheitlicher Regeln dafür, wie die einzelnen Staaten ihre Treibhausgasemissionen messen und angeben sollen. Durch entsprechende Regeln soll insbesondere sichergestellt werden, dass die Klimaschutzbeiträge der einzelnen Staaten vergleichbar sind und transparent ist, welches Land welchen Beitrag zum Klimaschutz geleistet hat.

17. April
BayernLB begleitet Platzierung eines Green Bonds von ABN AMRO

ABN Amro Bank NV hat ihren dritten und bislang größten Green Bond unter der Mitfederführung der BayernLB, ABN Amro, DZ Bank und SEB emittiert. Die Erlöse der Emission werden ausschließlich zur Finanzierung und Refinanzierung von Windkraftanlagen und zur Verbesserung der Energieeffizienz von Gebäuden eingesetzt. Die 7-jährige Inhaberschuldverschreibung mit einem Emissionsvolumen von 750 Mio. Euro, einer Buchgröße 1,25 Mrd. Euro und einem 0.875 Prozent Kupon wurde von rund 100 Investoren gezeichnet, darunter 80 Prozent explizit nachhaltigkeitsorientierte Investoren.

12. April
Finnland beendet 2029 die Energieerzeugung aus Kohle

Finnlands Umweltminister Kimmo Tiilikainen hat mitgeteilt, dass das skandinavische Land den Einsatz von Kohle in der Energieerzeugung ab 2029 verbieten wird. Die finnische Regierung prüft nach Aussagen des Ministers außerdem ein Subventionsprogramm, das Energieunternehmen dafür belohnt, wenn sie vorzeitig aussteigen.

9. April 2018
BayernLB trägt zum Erfolg des Klimapakts München bei

Im Klimapakt Münchner Wirtschaft, einem freiwilligen Zusammenschluss von 15 Großunternehmen aus dem Münchner Stadtgebiet, wurden in nur zwei Jahren mehr als 48.000 Tonnen CO2 eingespart. Die BayernLB hat dabei einen wesentlichen Beitrag zur CO2-Einsparung durch Modernisierungen in der Gebäudetechnik geleistet. Insbesondere wurden die Kältetechnik im Bereich der Großküche verbessert, die Antriebseinheiten der Lüftungsanlage saniert sowie die Beleuchtung auf allen Ebenen der Tiefgarage auf LED umgestellt.

3. April
Energiewende-Ausstellung im German Center Shanghai

Das German Centre Shanghai ist vom 13. April bis 30. Mai 2018 Gastgeber einer Ausstellung über die Energiewende in Deutschland. Die Ausstellung wird vom Auswärtigen Amt und der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) veranstaltet und veranschaulicht, welche Schritte Deutschland in Richtung einer klimaverträglichen Energieversorgung geht. China gehört zu den weltweit mehr als 60 Staaten, die das deutsche Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) als Vorbild für die Entwicklung ihrer Energiepolitik genommen haben. Das German Centre Shanghai wurde 1994 zur Außenwirtschaftsförderung gegründet und ist seit 1996 eine Tochtergesellschaft der BayernLB.

Februar 2018

27. Februar
Europäischer Rat billigt Reform des EU Emissionshandels

Der Europäische Rat hat eine Reform des Emissionshandelssystems für den Zeitraum nach 2020 förmlich gebilligt. Wichtiger Bestandteil der Reform ist die Absenkung der Obergrenze für die Gesamtemissionen um jährlich 2,2 Prozent (linearer Verringerungsfaktor). Der Emissionshandel ist ein zentraler Baustein für die Erreichung der Klimaziele der EU. Das System wird in allen 28 EU-Ländern sowie in Island, Liechtenstein und Norwegen angewendet. Im Rahmen des Systems werden die Emissionen von rund 11.000 energieintensiven Anlagen sowie Luftfahrtunternehmen, die zwischen diesen Ländern Dienste anbieten, beschränkt. Es deckt etwa 45 Prozent der Treibhausgasemissionen der EU ab.