BayernLB

Glossar

0-9

2-Grad-Ziel

Im Rahmen des Paris Agreements definiertes Ziel, den Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur auf unter 2 Grad Celsius gegenüber dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen.

B

Brutto-Endenergieverbrauch

Der Brutto-Endenergieverbrauch ist eine spezielle Bezugsgröße für den Anteil erneuerbarer Energien. Nach EU Richtlinie 2009/28/EG errechnet er sich aus dem Endenergieverbrauch, dem Eigenverbrauch der Energiewirtschaft bei der Erzeugung von Wärme und Strom sowie den Transport- und Leitungsverlusten bei Übertragung und Verteilung.

C

Carbon Bubble – Kohlenstoffblase

Angenommene Überbewertung von Unternehmen im Bereich der fossilen Brennstoffe und sich daraus ergebende Investitions- bzw. Spekulationsblase. Um das im Paris Agreement vereinbarte 2 Grad Celsius Klimaziel zu erreichen, müssten weite Teile derzeit bekannter Reserven fossiler Energieträger ungenutzt bleiben. Dadurch droht eine Wertminderung für zahlreiche Unternehmen der Energiewirtschaft, die die Förderrechte an einem Großteil dieser Reserven bereits erworben und in ihren Bilanzen als Vermögenswert eingestellt haben.

Carbon Footprint oder CO2-Fußabdruck

Ansatz zur Bilanzierung der absoluten Kohlenstoffdioxid-Emissionen, die direkt oder indirekt durch eine Aktivität oder den Lebenszyklus eines Produkts entstehen. Ziel ist eine bessere Vergleichbarkeit in Bezug auf die Klimaauswirkungen und in Folge daraus eine Reduzierung der Emissionen. Während sich der Corporate Carbon Footprint auf die Bilanzierung der gesamten Geschäftstätigkeit eines Unternehmens bezieht, liegt der Fokus des Product Carbon Footprint auf der Wertschöpfungskette eines Produktes. Kritisch zu sehen ist, dass die sog. Scope 3-Emissionen, also die indirekten Emissionen der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette, üblicherweise nicht berücksichtigt werden, da es bisher an belastbaren Daten mangelt.

Carbon Intensity

Kennzahl, bei der die absoluten Treibhausgasemissionen ins Verhältnis zu einer Bezugsgröße wie etwa dem Umsatz, der Beschäftigtenzahl oder der Marktkapitalisierung gesetzt werden. Damit sind die Emissionen noch besser vergleichbar als beim Carbon Footprint.

Corporate Social Responsibility (CSR)

Gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen für ein nachhaltiges Wirtschaften, d. h. Berücksichtigung sozialer, ökologischer und ökonomischer Aspekte in der Geschäftstätigkeit.

CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz (CSR-RUG)

Gesetz zur Stärkung der nichtfinanziellen Berichterstattung von Unternehmen in ihren Lage- und Konzernlageberichten. Damit hat Deutschland die 2014 verabschiedete EU-Richtlinie zur Erweiterung der Berichterstattung von großen kapitalmarktorientierten Unternehmen, Kreditinstituten, Finanzdienstleistungsinstituten und Versicherungsunternehmen in nationales Recht umgesetzt. Ziel ist, die Transparenz über die Berücksichtigung von ESG-Standards in den Unternehmen in der EU zu erhöhen. Dabei geht es um Informationen zu Umwelt-, Sozial- und Arbeitnehmerbelangen sowie die Achtung der Menschenrechte und die Bekämpfung von Korruption und Bestechung.

D

Dekarbonisierung

Prozess der schrittweisen Reduktion von Treibhausgasemissionen zur Erreichung einer möglichst emissionsfreien Wirtschaft. Hintergrund ist das im Paris Agreement verankerte Ziel der Treibhausgasneutralität, das in der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts erreicht werden soll.

Dunkelflaute

Geringe oder keine Energieerzeugung durch die Energieträger Wind und Sonne aufgrund von Windflauten bei zugleich auftretender Dunkelheit. Teilweise sinkt der Anteil der Erneuerbaren am Energiemix in Deutschland dabei von durchschnittlich 35 Prozent auf unter 10 Prozent. Dies ist typischerweise in den Wintermonaten der Fall und sorgt für Bedenken, ob ein an konventionellen und Atomkraftwerken übermäßig reduzierter Kraftwerkspark ausreichend Ausgleichsenergie zur Verfügung stellen kann.

E

Energie-Trilemma

Herausforderung für die Energieversorgung, drei Ziele möglichst gleichzeitig zu verfolgen:

  • Versorgungssicherheit durch die bedarfsgerechte Bereitstellung von Energie;
  • Soziale Gerechtigkeit durch die flächendeckende Versorgung der Menschen zu erschwinglichen Preisen und
  • Umweltverträglichkeit durch Senkung der Emissionen von CO2 und Luftschadstoffen und die Förderung erneuerbarer Energien

Equator Principles (Äquator-Prinzipien)

Freiwilliges Regelwerk von Banken zur Einhaltung von Umwelt- und Sozialstandards im Bereich der Projektfinanzierungen. Es basiert auf den Umweltstandards der Weltbank und den Sozialstandards der International Finance Corporation (IFC), einer Tochtergesellschaft der Weltbank, und gilt für Projekte ab einem Finanzierungsvolumen von bereits 10 Mio. US-Dollar. Der Name symbolisiert den weltumspannenden Anspruch der Leitlinien.

ESG

Die Abkürzung ESG steht für Environmental, Social und Governance und beschreibt die drei zentralen Verantwortungsbereiche einer nachhaltigen Unternehmensführung. Im Deutschen spricht man von umweltbezogenen, sozialen und auf eine verantwortungsvolle Unternehmensführung bezogenen Kriterien.

EU-Aktionsplan zur Finanzierung einer nachhaltigen europäischen Wirtschaft

Im März 2018 veröffentlichter Aktionsplan der EU-Kommission zur Verankerung von Nachhaltigkeitskriterien am Finanz- und Kapitalmarkt. Das umfassende Maßnahmenpaket verfolgt drei übergeordnete Ziele:

1. Neuausrichtung der Kapitalflüsse hin zu einer nachhaltigeren Wirtschaft

2. Einbettung der Nachhaltigkeit in das Risikomanagement

3. Förderung von Transparenz und Langfristigkeit

EU-Emissionshandel (EU-ETS)

Zentrales Klimaschutzinstrument der EU seit 2005, das nach dem Prinzip des sog. „Cap & Trade“ funktioniert. Dabei werden 45 Prozent der Treibhausgasemissionen der EU von europaweit 11.000 Anlagen der Energiewirtschaft, der energieintensiven Industrie sowie von Luftfahrzeugbetreibern erfasst und eine Emissions-Obergrenze („Cap“) festgelegt. Diese wird im Laufe der Zeit gesenkt, so dass die Gesamtemissionen zurückgehen. Die durch die 28 Mitgliedstaaten plus Island, Liechtenstein und Norwegen ausgegebenen Emissionsberechtigungen können auf dem Markt frei gehandelt werden („Trade“). Damit werden Anreize zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen der beteiligten Unternehmen geschaffen.

G

Global Reporting Initiative (GRI)

Leitlinien für die Erstellung von Nachhaltigkeitsberichten von Unternehmen, Verbänden und Organisationen.

Green Bonds

Festverzinsliche Wertpapiere, die die Besonderheit haben, dass ihre Emissionserlöse in umwelt- und klimaverträgliche Projekte fließen, wie etwa den Bau von Windkraftanlagen oder die energetische Sanierung von Gebäuden.

Fallbeispiel: Die BayernLB Tochter DKB AG emittiert seit 2016 Green Bonds im Bereich erneuerbare Energien. Die aufgenommenen Mittel wurden für die Refinanzierung von Darlehen aus dem Wind- und Solarbereich in Deutschland verwendet. Emittenten von Green Bonds finden sich mittlerweile in allen Bereichen, egal ob Förderbanken, Geschäftsbanken, Unternehmen oder Staaten.

Green Bond Principles (GBP)

2017 durch die International Capital Market Association (ICMA), einem freiwilligen Zusammenschluss von Banken und Finanzdienstleistern, erarbeitete unverbindliche Leitlinien für den Emissionsprozess von Green Bonds. Ziel ist, die Standardisierung, Integrität und Transparenz im Markt zu fördern. Die GBP umfassen vier Prinzipien: Mittelverwendung (grüne Projekte), Verfahren zur Projektbewertung und -auswahl, Management der Erlöse und Berichterstattung.

Green Finance

Unter Green Finance versteht man die umwelt- und klimagerechte Ausgestaltung der Finanzwirtschaft. Das umfasst zum einen die Finanzierung umwelt- und klimaverträglicher Investitionen, z. B. durch innovative Instrumente wie Green Bonds, zum anderen das umfassende Management von Klimarisiken innerhalb der Finanzinstitutionen.

Greenhouse Gas Protocol (GHG Protocol)

Das GHG Protocol ist ein internationaler Standardisierungsansatz zur Bilanzierung von Treibhausgasemissionen (Greenhouse Gases). Die Entwicklung des GHG Protocol wird vom World Resources Institute (WRI) und World Business Council for Sustainable Development (WBCSD) koordiniert. Gegenstand des GHG ist u. a. die Definition der sog. Scopes.

H

High-Level Expert Group on Sustainable Finance (HLEG)

Ende 2016 von der EU-Kommission eingesetzte Expertengruppe. Schwerpunkte sind u. a. Steuerungsmöglichkeiten von privaten und öffentlichen Finanzflüssen hin zu nachhaltigen Investitionen sowie die erforderlichen Maßnahmen, um das Finanzsystem vor Umweltrisiken zu schützen. Im Januar wurde 2018 ein abschließender Bericht mit acht Handlungsempfehlungen vorgelegt, darunter ein europäischer Standard für Green Bonds oder ein EU-weites Label für grüne Investmentfonds.

Hub for sustainable Finance (H4SF)

Netzwerk von Finanzmarktakteuren und weiteren Stakeholdern, die aktiv zu einem nachhaltigen Finanzsystem in Deutschland beitragen wollen. Gegründet wurde das Netzwerk 2017 von der Deutschen Börse und dem Rat für nachhaltige Entwicklung.

I

Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC)

Der Weltklimarat IPCC ist eine Institution der Vereinten Nationen, die weltweit den aktuellen Stand der Klimaforschung zusammenträgt und anhand anerkannter Veröffentlichen bewertet. Er bietet die Grundlage für wissensbasierte Entscheidungen der Politik ohne konkrete Lösungswege oder politische Handlungsempfehlungen zu geben.

K

Klimarisiken

Risiken, die sich aus der Veränderung des Klimas, z. B. dem Anstieg des Meeresspiegels und der Zunahme von Extremwetterereignissen, sowie den (politischen) Maßnahmen zu dessen Bekämpfung ergeben. Dazu zählen nach einer Systematisierung der Task Force on Climate-related Financial Disclosures (TCFD) physische Risiken, Transformationsrisiken und Haftungsrisiken.

Klimaschutzplan 2050

Im November 2016 von der Bundesregierung verabschiedeter Aktionsplan für den nationalen Klimaschutz. Deutschland gehört damit weltweit zu den ersten Staaten, die die im Paris Agreement geforderte Langfriststrategie für den Klimaschutz erstellt und bei der UN vorgelegt haben. In Übereinstimmung mit den Zielen des Pariser Klimaabkommens soll Deutschland bis 2050 weitgehend treibhausgasneutral werden. Als Etappenziel sollen die Treibhausgasemissionen in Deutschland bis 2030 um mindestens 55 Prozent gegenüber dem Niveau von 1990 gesenkt werden. Damit die weitgehende Treibhausgasneutralität bis 2050 erreicht werden kann, bekommen die zentralen Sektoren Energiewirtschaft, Industrie, Gebäude, Verkehr, Landwirtschaft sowie Landnutzung und Forstwirtschaft erstmals konkrete Emissionsminderungsziele für das Jahr 2030.

N

Nachhaltigkeit

Unter einer nachhaltigen Entwicklung bzw. Sustainable Development wird eine Entwicklung verstanden, die gewährleistet, dass künftige Generationen nicht schlechter gestellt sind ihre Bedürfnisse zu befriedigen als gegenwärtig lebende. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von „intergenerativer Gerechtigkeit“. In der Wirtschaft wird das Nachhaltigkeitskonzept häufig als 3-Säulen-Modell interpretiert. Danach sollen bei wirtschaftlichen Entscheidungen regelmäßig soziale, ökologische und ökonomische Auswirkungen beachtet werden.

Nachhaltigkeitsrating

Bewertung der Nachhaltigkeitsleistungen von Unternehmen durch spezialisierte Ratingagenturen, z. B. ISS-oekom, MSCI ESG und VigeoEiris.

Negativemissionstechnologien

Technologien zum Entzug von CO2 aus der Atmosphäre und zu deren Speicherung. Durch Negativemissionstechnologien sollen nicht-vermeidbaren CO2-Emissionen aufgefangen werden, um das im Paris Agreement vereinbarte Ziel der Treibhausgasneutralität zu erreichen.

P

Paris Agreement (Pariser Abkommen)

Allgemeines, rechtsverbindliches und weltweites Klimaschutzübereinkommen, auf das sich 2015 bei der Weltklimakonferenz 195 Länder geeinigt haben. Ziel des Abkommens ist es, den Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur auf deutlich unter 2 Grad Celsius über dem vorindustriellen Niveau zu beschränken sowie eine Reduzierung auf 1,5 Grad Celsius anzustreben. Weitere bedeutende Ziele sind das Erreichen von Treibhausgasneutralität in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts, eine verbesserte Anpassungsfähigkeit an die nicht mehr zu vermeidenden Folgen des Klimawandels sowie eine Lenkung der Finanzströme hin zu einer treibhausgasemissionsarmen und gegenüber Klimaänderungen widerstandsfähigen Entwicklung.

R

Rat für nachhaltige Entwicklung (RNE)

Ein durch die Bundesregierung erstmals 2001 berufener Rat, dem 15 Personen des öffentlichen Lebens angehören. Seine Aufgaben sind:

  • die Entwicklung von Beiträgen für die Umsetzung der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie,
  • die Benennung von konkreten Handlungsfeldern und Projekten sowie
  • Nachhaltigkeit zu einem wichtigen öffentlichen Anliegen zu machen.

In der Wahl seiner Themen und Aktionsformen ist der Rat unabhängig. Ergebnisse aus der laufenden Arbeit sind zum Beispiel der Deutsche Nachhaltigkeitskodex oder die Gründung des Hub for Sustainable Finance.

S

Science Based Targets

Die Initiative "Science Based Targets" (SBT) setzt sich für eine wissenschaftlich fundierte Zielsetzung beim Klimaschutz ein, um den Wettbewerbsvorteil von Unternehmen beim Übergang zu einer umweltverträglichen Wirtschaftsweise zu stärken. Die Initiative basiert auf der Kooperation von CDP, dem World Resources Institut (WRI), dem WWF und dem Global Compact der Vereinten Nationen (UNGC).

Scopes

Die Messung der THG-Emissionen basiert häufig auf der im Greenhouse Gas Protocoll definierten Methodik. Dabei werden drei Stufen bzw. Bereiche von THG-Emissionen unterschieden, die sog. Scopes:

  • Scope 1 umfasst alle direkten THG-Emissionen, die direkt im Unternehmen anfallen. Dazu zählen beispielsweise Emissionen aus eigenen Heizkesseln oder chemischen Prozessen.
  • Scope 2 beinhaltet alle indirekten THG-Emissionen, die im Zusammenhang mit der Bereitstellung von Energie durch Energieversorger stehen, insbesondere Strom.
  • Scope 3 umfasst alle übrigen THG-Emissionen, die durch die Tätigkeit des Unternehmens, seine Produkte und Dienstleistungen verursacht werden.

Second Party Opinion (SPO)

Unabhängiges Gutachten zur Nachhaltigkeitsqualität von Green oder Social Bonds. Im Fokus steht die Verwendung der über die Bonds aufgenommenen Mittel für geeignete umwelt- und klimabezogene bzw. soziale Projekte.

Social Bonds

Festverzinsliche Wertpapiere, die die Besonderheit haben, dass ihre Emissionserlöse in soziale Projekte fließen, wie etwa den Wohnungsbau.

Fallbeispiel: Im Jahr 2017 hat die BayernLabo einen Social Bond begeben. Das bayerische Förderinstitut verwendet die Erlöse aus der Anleihe ausschließlich zur Finanzierung oder Refinanzierung von Förderdarlehen aus dem Bayerischen Zinsverbilligungsprogramm, dem Bayerischen Modernisierungsprogramm, sowie dem Kommunalen Wohnraumförderprogramm.

Stranded Assets

Anlagen oder Vermögenswerte, die aufgrund der (unvorhergesehenen) Änderung von Regulierungen, der Umwelt oder von Technologien vor Ende ihrer vorgesehenen Nutzungsdauer eine nicht erwartete Abwertung erfahren bzw. die geplanten Erträge nicht mehr erbringen können. Beispiele für ein gestrandetes Vermögen wären Kohlekraftwerke, die aufgrund höherer Energie- und Emissionseffizienzkriterien nicht mehr betrieben werden dürfen. In diese Kategorie fallen auch Immobilien, die in neu entstehenden Überschwemmungszonen liegen.

Sustainable Development Goals (SDGs)

Die SDGs der Vereinten Nationen umfassen 17 Ziele mit 169 Unterzielen für eine nachhaltige Entwicklung. Sie sind Kernbestandteil der Agenda 2030, durch die global eine nachhaltige Entwicklung sichergestellt werden soll, d. h. weltweiter wirtschaftlicher Fortschritt im Einklang mit sozialer Gerechtigkeit im Rahmen der ökologischen Grenzen der Erde. Zu den 17 Zielen gehört auch der Klimaschutz (Ziel 13).

T

Task Force on Climate-related Financial Disclosures (TCFD)

Vom Finanzstabilitätsrat der G20 Staaten gegründete Task Force unter Vorsitz von Michael R. Bloomberg und Mark Carney, mit dem speziellen Fokus auf klimarelevante Finanzrisiken. Ausgangsfrage der Gruppe war, wie Unternehmen ihre verschiedenen Stakeholder, insbesondere auch Aktionäre und Gläubiger, über die Risiken informieren können, die für sie mit dem Klimawandel verbunden sind. Nach Empfehlungen der TCFD sollten Unternehmen Informationen zu den vier Bereichen Governance, Strategie, Risikomanagement, Maßzahlen und Ziele in ihre Kommunikation aufnehmen.

Tranformationspfad

Als Transformationspfad oder auch Transitionspfad wird eine Entwicklung bezeichnet, die dazu führt, dass Unternehmen die im Paris Agreement vereinbarten Ziele erreichen.

Treibhausgase (THG)

Gase in der Erdatmosphäre, die zur Erderwärmung beitragen, indem sie Wärme sowohl in die Atmosphäre als auch an die Erdoberfläche abgeben („Treibhaus-Effekt“). Die unter dem Kyoto-Protokoll, dem Vorgängerabkommen des Paris Agreement, reglementierten Treibhausgase sind: Kohlendioxid (CO2), Methan (CH4), Distickstoffoxid (N2O), Halogenierte Fluorkohlenwasserstoffe (H-FKW), Fluorkohlenwasserstoffe (FKW) und Schwefelhexafluorid (SF6).

Treibhausgasneutralität

Auch als Nullemissionsziel bezeichnet, soll entsprechend dem Paris Agreement ein Gleichgewicht zwischen den nicht vermeidbaren CO2-Emissionen und dem Einsatz von Kohlenstoffsenken schaffen. Ziel ist es dabei, die Netto-Emissionen von Treibhausgasen auf Null zu reduzieren. Senken sollen dabei CO2 aus der Atmosphäre aufnehmen und speichern und damit der Klimaerwärmung entgegenwirken. Natürliche Kohlenstoffsenken sind beispielsweise Wälder und Ozeane, technische Senken wie Carbon Capture and Storage (CCS) werden auch als Negativemissionstechnologien bezeichnet.