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Klimaschutzpolitik in Deutschland und Europa

Deutschland und die EU haben sich bereits 2009 ein ehrgeiziges Langfristziel gesetzt: 80 bis 95 Prozent Reduzierung der Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2050 (im Vergleich zum Basisjahr 1990). Für die Jahre 2020 und 2030 wurden Zwischenziele definiert, die sich auf folgenden Dreiklang beziehen, die sogenannte Zieltrias: Reduzierung der Treibhausgasemissionen, Steigerung des Anteils der erneuerbaren Energien am Energieverbrauch und Reduktion des Energieverbrauchs und Steigerung der Energieeffizienz.

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Sektorziele im Klimaschutzplan 2050

Damit die Treibhausgasneutralität bis 2050 erreicht werden kann, bekommen die zentralen Sektoren Energiewirtschaft, Industrie, Gebäude, Verkehr, Landwirtschaft sowie Landnutzung und Forstwirtschaft erstmals Emissionsminderungsziele für das Jahr 2030. Eine zentrale Rolle hat dabei der Umbau der Energiewirtschaft, deren Treibhausgasemissionen bis 2030 um 61 bis 62 Prozent gegenüber 1990 reduziert werden sollen. Auch für die Industrie (minus 49 bis 51 Prozent), den Gebäudebereich (minus 66 bis 67 Prozent), den Verkehrsbereich (minus 40 bis 42 Prozent) und die Landwirtschaft (minus 31 bis 34 Prozent) werden im Klimaschutzplan konkrete Minderungsziele definiert.

Im Video: Prima Klima? Prof. Dr. Peter Höppe, Vorsitzender der Munich Climate Insurance Initiative, über die ambitionierten Klimaschutzziele Deutschlands und Europas – und was passieren muss, damit diese Ziele auch erreicht werden.

Ambitionierte Ziele

Deutschland und die EU haben sich bereits 2009 ein ehrgeiziges Langfristziel gesetzt: 80 bis 95 Prozent Reduzierung der Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2050 (im Vergleich zum Basisjahr 1990). Für die Jahre 2020 und 2030 wurden Zwischenziele definiert, die sich auf folgenden Dreiklang beziehen, die sogenannte Zieltrias:

  • Reduzierung der Treibhausgasemissionen
  • Steigerung des Anteils der erneuerbaren Energien am Energieverbrauch
  • Reduktion des Energieverbrauchs und Steigerung der Energieeffizienz

Wichtige Klimaschutzinstrumente der EU

Zwei Instrumente sollen die Klimaschutzziele im Wesentlichen ermöglichen:

  • Der EU-Emissionshandel (EU-ETS) bezieht große Emittenten aus den Sektoren Energie und Industrie ein. Bis 2030 müssen sie ihre Treibhausgasemissionen um 43 Prozent gegenüber 2005 senken.
  • Alle übrigen Sektoren müssen ihre Emissionen bis zum Jahr 2030 um 30 Prozent gegenüber dem Niveau von 2005 reduzieren. Dazu zählen insbesondere die Bereiche Gebäude, Verkehr, Landwirtschaft, Abfallwirtschaft und kleinere Industrieanlagen.

Klimaschutzplan 2050 der Bundesregierung

Im November 2016 hat die Bundesregierung den Klimaschutzplan 2050 verabschiedet. Deutschland gehört damit weltweit zu den ersten Staaten, die die im Paris Agreement geforderte Langfriststrategie für den Klimaschutz erstellt und bei der UN vorgelegt haben. In Übereinstimmung mit den Zielen des Pariser Klimaabkommens soll Deutschland bis 2050 weitgehend treibhausgasneutral werden. Als Etappenziel sollen die Treibhausgasemissionen in Deutschland bis 2030 um mindestens 55 Prozent gegenüber dem Niveau von 1990 gesenkt werden.

Das große Ziel für Deutschland und die EU:

Reduktion von Treibhausgasemissionen bis 2050 in Prozent

08_treibhausgas_95

Die drei EU-Klimaziele bis 2030:

Treibhausgasemissionen

09_reduzierung_40

Energieeffizienz gegenüber „business as usual“

11_steigerung_27

Anteil aus erneuerbaren Quellen

10_energie_27